November 2018
November 2018

Homogen und edel wirkende Fassade für den Solitär

FASSADENBAU

Prägnant und eigenständig wirkt das langgezogene Gebäude entlang der Luzernerstrasse in Kriens. Blickfang ist die homogene Glas-Aluminium-Fassade, welche sich je nach Lichteinstrahlung in unterschiedlichem Glanz präsentiert. Gebaut von der Ernst Schweizer AG, birgt die 650 Fensterelemente und 60 Faltschiebewände zählende Vorhangfassade viele technische Finessen.


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Die Einwohnergemeinde Kriens und die Alfred Müller AG realisierten an zentraler Lage – an der Ecke Gemeindehaus-/Luzernerstrasse – gemeinsam das Projekt «Stadthaus am Stadtplatz 1–3 in Kriens». Im repräsentativen Gebäude entstanden ein multifunktionaler Gemeindesaal, Büroräumlichkeiten für die Gemeindeverwaltung, Ladenflächen sowie
30 Mietwohnungen. Die Obergeschosse sind in einen Bürotrakt und einen Wohntrakt aufgeteilt. Das Gebäude ist nach Minergie-P®-Standard und einem fortschrittlichen Energiekonzept erstellt worden.
Der Solitär – prägnant und eigenständig
Die Bebauung des Pilatus-Areals mit einem einfachen, prägnanten Baukörper wirkt als ordnendes Element im heterogenen Umfeld. Der solitäre Bau mit einer Länge von 63 m und einer Breite von 40 m ist eigenständig und dominant, schafft aber die Verbindung zur nahen Umgebung mit ihren Höfen und Parks. Der Bau wurde von Burkard Meyer Architekten BSA, Baden, so konzipiert, dass er die Ansprüche der verschiedenen Nutzungen erfüllt und doch als homogene Einheit in Erscheinung tritt. So weisen alle vier Fassadenseiten der fünf Obergeschosse nahezu das gleiche Erscheinungsbild auf. Das Gebäude kennt kein Vorne und kein Hinten. Glanzgrad der Fassade wird vom Tageslicht bestimmt
Je nach Lichteinfall wirkt die in einem Colinal-Farbton eloxierte Fassade sehr unterschiedlich. Von golden glänzend bis hin zu einem zurückhaltenden, dunklem Matt sind alle Variationen möglich. Mit der abendlichen Innenbeleuchtung wechselt das Erscheinungsbild und es entsteht ein verspielter, sich nach aussen kehrender Charakter. Die vertikal aneinandergereihten Doppellisenen-Profile, verbunden mit dem – die ganze Fassade eingrenzenden –
Rahmen bilden die äusserste Ebene und zugleich den prägenden Fassadenraster. Um einige Zentimeter zurückgesetzt zeichnen die Riegelprofile und die Brüstungsverglasungen die horizontale Teilung. Das angewandte Rastermass von rund 1,25 m Achsbreite ermöglicht eine grosse Variabilität für die Raumeinteilungen.
Büros und Wohnungen
Auf der dem Hauptverkehrsstrom abgewandten Westseite des Stadthauses befindet sich der Wohntrakt. Von aussen lässt sich dieser an den vorgebauten Staketengeländern erkennen. Hier befinden sich die attraktiven Wohnungen mit ihren in den Raum hinein gebauten Loggien, die als offener Balkon oder als geschlossener und isolierter Wohnraum genutzt werden können. Die Aussenhaut bilden hier die bis zum Boden geführten, hochisolierten Glasfaltwände vom Typ Schweizer IS-4400.
Die Fassade des Büro- und Verwaltungstrakts hingegen ist mit festverglasten Fensterelementen, jedoch mit je einem handbreiten Drehflügel, gebaut. Diesen sind dunkle, verglaste Brüstungselemente vorgesetzt, welche die Einsicht von unten reduzieren.
Energie- und sicherheitstechnisch höchst effizient
Wie bereits erwähnt, lässt sich diese hochisolierte Element-Vorhangfassade aufgrund der zwei Ausführungsarten unterscheiden. Ob für den Wohnbereich oder den Bürobereich, beide Systeme sind energietechnisch höchst effizient und erreichen den Minergie-P®-Standard. Die verwendeten 3-fach-Isoliergläser erfüllen die geforderten sicherheitstechnischen Anforderungen in Bezug auf Absturzsicherheit und Bruchrisiko und bieten mit einem Ug-Wert von 0,6 W/m2K beste Voraussetzungen für alle Jahreszeiten.