April 2018
April 2018

Glas als Sonnenschutz

TRENDS IM FASSADENBAU

Das Bürogebäude der SPG (Société Privée de Gérance), einer Schweizer Immobilienfirma am Stadtrand von Genf, wurde einer kompletten Überarbeitung unterzogen. Im Zuge dieser umfangreichen Renovation und Umgestaltung gaben Giovanni Vaccarini Architetti dem Gebäude eine neue Glasfassade mit Brise-Soleil-Elementen aus bedrucktem Glas.


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Die acht Geschosse des kubischen, verglasten Bürogebäudes lassen sich von aussen nicht ablesen. Vielmehr scheint ein nebliger Schleier die Sicht auf den Baukörper zu verhängen. Die Brise-Soleil-Elemente, die im rechten Winkel und vertikal geordnet von der eigentlichen Wandfläche abstehen, wirken einerseits als Sonnenschutz, andererseits gewähren sie den Innenräumen eine hohe Lichtdurchflutung. Sie sind in unregelmässigen Abständen vor die verglaste Primärfassade gehängt. Diese Brise-Soleil-Elemente sind über spezielle Fassungen an einer stählernen Tragkonstruktion punktuell befestigt. Sie wurden in drei Dimensionen hergestellt und variieren in der Tiefe zwischen 20, 40 und 60 cm und auch die Abstände dazwischen sind nicht einheitlich. Zudem sind die Gläser mit weissen Siebdruckmustern versehen. Die Summe all dieser Eigenschaften ergibt das leicht verschwommene, aber edle Erscheinungsbild.
Transparente Hülle – hohe Energieeffizienz
Im Vordergrund der Baumassnahmen stand die Verbesserung der Arbeitsplätze, besonders deren Sonnenschutz. Da der Firmensitz von SPG am Rand der Altstadt von Genf liegt, sollte das Gebäude trotzdem eine gewisse Durchlässig keit suggerieren. Die vierschichtige Glasfassade verband all diese Anforderungen und trägt ausserdem massgeblich zur hohen Energieeffizienz bei. Das Fassadensystem folgt einfachen Regeln, die durch ihre Wiederholung ein komplexes Muster von Elementen erzeugen, das sich mit der Tageszeit und den Lichtverhältnissen verändert. Die Gebäudehülle besteht aus einer Dreifach-Isolierverglasung, die durch eine vierte, belüftete Schicht ergänzt wird, in die eine mikroperforierte Jalousie integriert ist. An der Aussenseite sind Sonnenschutzmodule aus Siebdruckglas verankert, die dank ihres Oberflächendesigns und der unterschiedlichen Grössen ein sich wandelndes Muster auf der Fassadenoberfläche erzeugen. Der grafische Siebdruck verstärkt den entstehenden Rückstrahleffekt. Nachts werden die Glasmodule von weissen LED-Leuchten erhellt. Insgesamt wurden dem Gebäude 100 Tonnen Glas hinzugefügt, jedoch ist die sichtbare Lastabtragung so gering wie möglich gehalten.