Mai 2020
Mai 2020

Von stählernen Lisenen getragen

Balkonkonstruktionen

Ein äusserst gelungenes Werk stellt das neu sanierte und aufgestockte Mehrfamilienhaus in Winterthur dar. Einen prägenden Einfluss auf das Erscheinungsbild des Gebäudes haben die drei angebauten, feuerverzinkten Stahlbalkone. Mehr über die Ausführung erfahren Sie im Beitrag.


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Die Aussenhülle des Mehrfamilienhauses an der Salstrasse in Winterthur genügte den heutigen wärmetechnischen Anforderungen nicht mehr. Zudem war die Haustechnik am Ende ihrer Lebensdauer und erforderte einen Komplettersatz. Im Zuge einer Machbarkeitsstudie entschied sich die Bauherrschaft, das um 1941 erbaute Mehrfamilienhaus durch Hinder Kalberer Architekten GmbH, Winterthur, technisch und energetisch zu sanieren und um zwei grössere Wohnungen aufzustocken.

Die vier bestehenden Geschosse erhielten wiederum eine verputzte Fassade, während die beiden aufgestockten Geschosse in ein Plattenkleid (glasiertes Steinzeug) gehüllt wurden. Die alten, aufgrund ihrer Grösse schlecht nutzbaren Balkone wurden abgetrennt und durch grössere, thermisch entkoppelte Stahlbalkone ersetzt. Für die Planung, Herstellung und Montage der drei Balkonanbauten wurde die Blaser Metallbau AG, Andelfingen beauftragt.

Lastabtragung erfolgt über Lisenen
Geradlinig und ehrlich wirken die drei, sich über vier Geschosse erstreckenden Anbaubalkone mit ihren vertikal prägenden Lisenen. Die zinkgraue Oberfläche widerspiegelt – je nach Lichteinfall – den Farbton der Steinzeugfassade und bildet gleichzeitig einen gelungenen Kontrast zur verputzten Fläche.
Die vertikal angeordneten, unterschiedlich langen Lisenen wecken unbestritten die Aufmerksamkeit des Betrachters. Erst beim genaueren Hinschauen jedoch wird klar, dass die Lisenen in den Eckbereichen, wo sie geschossweise die Seite wechseln, als frontseitige Abstützung dienen und die Vertikalkräfte auf die Bodenfundamente abtragen. Die kurzen Lisenen bilden – in Kombination mit den erwähnten Ecklisenen – das Geländer. Auch mit der Materialwahl setzten die Architekten ein klares Zeichen. Bei sämtlichen Lisenen hielten sie sich an dieselben Dimensionen. So kamen ausnahmslos UNP 100 (100 mm Tiefe und 50 mm Ansichtsbreite) zur Anwendung.