November 2017
November 2017

Silbrig glänzende Lochblechfassade über Lausanne

FASSADENBAU

Auf einer Anhöhe, rund 10 km nördlich von Lausanne, hat CCHE Lausanne SA, Architekte ein beeindruckendes Geschäftshaus realisiert. Die aussergewöhnliche Gebäudehülle aus gewalzten Lochblechen und verschiedenen Tür- und Fensterelementen wurde von Stahlbau Pichler Schweiz AG gebaut


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Er ist nicht zu übersehen, der silbrig glänzende Kubus mit seinen hohen, schlanken Fenstern und den zurückversetzten Loggias, direkt an der Route de Lausanne, am Eingang von Etagnières. Zugehörig zum erweiterten Einzugsgebiet von Lausanne, liegt die Ortschaft mit seinen rund 1100 Einwohnern etwas erhöht auf einem Hochplateau, rund 10 km nördlich der Stadt. Aufgrund kontinuierlicher Schaffung neuer Gewerbezonen während den letzten zehn Jahre, liessen sich zunehmend neue Unternehmungen in Etagnières nieder. Auch die Q11 AG, mit Sitz in Cham ZG, hat sich entschieden, am Rande von Lausanne ein Geschäftshaus zu bauen.
Lichtverhältnisse prägen das Erscheinungsbild
Je nach Lichtverhältnis und Sonneneinstrahlung wirkt das von CCHE Lausanne SA, Archi-tekten, realisierte Gebäude einmal heller, einmal dunkler – manchmal glänzend und manchmal auch matt. Generiert wird diese sehr vielschichtige, verspielte Wirkung durch die Materialisierung. Die Architekten planten das Gebäude als monolithischen
Kubus, der von einer schützenden Metallhaut umhüllt wird. Neben ästhetischen Ansprüchen übernimmt die Fassade auch funktionale
Aspekte wie Sonnenschutz, Belüftung sowie Einbruch- und Absturzschutz. Während die Tür- und Fensterelemente aus Aluminium in einem dunklen Matt sehr diskret wirken, sorgt die helle Aluminium-Lochblechfassade für die entsprechende Dominanz. Dazu kommen die gegenüber der Fassade etwas zurückver-
setzten Glasscheiben im Erd- und Obergeschoss, welche von unten betrachtet, die Farben des Himmels widerspiegeln. Für das dreige-
schossige, im Grundriss quadratische und rund 20 ³ 20 m messende Gebäude ist eine Nutzung als Wohn-, Büro- und Gewerbehaus vorgesehen.
Ein Gebäude – vier Fassaden
Die Route de Lausanne befindet sich auf der Ostseite des am Hang stehenden Gebäudes. Hier, angrenzend an den grossen Vorplatz, weist der Bau nur zwei Geschosse auf. Im Erdgeschoss befinden sich die beiden Haupteingänge mit angrenzenden Festverglasungen zum Gebäude. Getrennt durch die bis zum
Boden laufende Fassadenstruktur generieren sie auch eine visuelle Trennung. Das auskragende Vordach schützt die Tür- und Fensterfronten vor Regen und Wind und scheint nach oben abzugrenzen. Die schmalen, hohen Fenster bewirken eine gewisse Verspieltheit und die Loggia demonstriert durch die Rückversetzung gegenüber der Fassade eine diskrete Zurückhaltung.
Die Nord- und Südfassade nehmen das Gefälle des Terrains auf und führen dem Gelände entsprechend abfallend zur dreigeschossigen Westfassade mit der durchlaufenden Tür- und Fensterfront im Untergeschoss. Die Westfassade erstreckt sich als einzige Fassade vollflächig über alle drei Geschosse und führt rund 10 m über die Geländeoberkante. Die 12 schmalen Fensterelemente dominieren das Erscheinungsbild, während sich die Loggia auch hier diskret zurückhält. Die Tür- und Fensterelemente im Untergeschoss durchfluten den Raum mit viel Tageslicht und gewähren beste Bedingungen für das Gewerbe. Die grossformatigen Doppelflügeltüren ermöglichen einen Güterumschlag auch für grosse Teile und weisen stabile, befahrbare Schwellenausbildungen auf.