September 2016
September 2016

Parallel-Ausstellfenster für das St. Galler Naturmuseum

FUNKTIONALER RAUM / FENSTERTECHNIK

Der Neubau des St. Galler Naturmuseums erfüllt den Standard Minergie-P-Eco. Entsprechend hoch waren die Anforderungen an die Aussenhülle. Die in die Fassade integrierten Parallel-Ausstellfenster sind einzigartig und erfüllen höchste Anforderungen.


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Die Stadt St. Gallen wird mit dem Neubau des modern gestalteten Naturmuseums im Osten der Stadt um ein interessantes öffentliches Gebäude bereichert. Das Erlebnis- und Bildungszentrum für Fragen rund um die Themengebiete Natur, Naturwissenschaft und Naturschutz bietet mit grosszügigen Ausstellungsräumen, umfangreichen Magazinen und Werkstätten beste Möglichkeiten, den Besuchern die einzelnen Themen näherzubringen. Der zum Teil bereits eröffnete Neubau wird gemäss dem Standard Minergie-P-Eco über 17 Erdsonden beheizt. Entsprechend hohe Ansprüche wurden dabei auch auf die Aussenhülle, insbesondere auf die Fenster gelegt.
Einzigartige Gebäudestruktur
Unverkennbar und zugleich spannend wirkt der Neubau des St. Galler Naturmuseums mit seinen Formen. Während die Gebäude-Längsseiten als rechteckige Gebäudestrukturen in Erscheinung treten, heben sich die Kurzseiten mit ihren aneinandergereihten Giebelstrukturen ab. Weiterführend von den im Fassadenbild erkennbaren Giebeln, erstrecken sich einzelne verglaste Dachoberlichter über die ganze Gebäudelänge und bringen Licht in das Innere.
Grossflächige Parallel-Ausstellfenster
Das homogene Bild der grau schimmernden und gewellten Betonfassade wird durch einzelne, auf der Aussenflucht platzierte Fensterelemente gebrochen. 18 Stück davon sind festverglast und nicht zu öffnen. 24 weitere Fenster sind als Parallel-Ausstellfenster gebaut. Diese dienen in erster Linie als RWA-Entrauchungselemente, können aber auch zu Lüftungszwecken per Schlüsseldreh geöffnet werden. Die mit 3-fach- Isolierglas belegten Elemente, mit maximalen Abmessungen von 3,70 m ² 3,70 m und einem Gesamtgewicht von nahezu 2000 kg, sind eine objektspezifische Neuentwicklung der
St. Galler Unternehmung Krapf AG, Metall- und Fassadenbau. Im geschlossenen Zustand befinden sie sich genau auf der Aussenkante der Betonfassade. Lediglich ein kurzer Dreh am Schlüsselschalter – oder eine Auslösung über die Rauchmeldeanlage – genügt, und das ganze Flügelelement schiebt sich beinahe geräuschlos, parallel zur Fassade um 278 mm nach aussen.
Die einzelnen Elemente sind als Kastenfenster mit inneren, umlaufenden Blechzargen ausgebildet. Mit ihrer Platzierung an der Fassaden-aussenseite gewähren sie einerseits einen sehr hohen Lichteinfall und andererseits beanspruchen sie beim Öffnen keinen zusätzlichen Platz im Innenraum.
Konstruktion
Als statisch tragendes Element dient ein Grundrahmen aus Stahlrohren und Abkantblechen auf der Innenseite. In dieser Zargenkonstruktion sind die ganze Mechanik, die Motorisierung sowie die innere Verdunkelungsmarkise integriert.
Auf der Aussenseite dieser Innenzarge ist ein umlaufender, thermisch getrennter Aluminium-Profilrahmen aufgebaut. Daran ist eine ebenfalls umlaufende, innere Lippen-Hohldichtung angebracht. Der äussere bewegliche Teil besteht aus einem Gegenstück zum inneren Profilrahmen und ist ebenfalls aus thermisch getrennten Aluminiumprofilen gebaut und mit einer Lippen-Hohldichtung bestückt. Im Aluminiumrahmen ist zudem das 3-fach-Isolierglas eingesetzt.