Oktober 2016
Oktober 2016

Mechanischer Einbruchschutz macht immer Sinn

INTRO

Erstaunlich ist die Tatsache, dass sich die Täterschaft meistens mit
einfachstem Einbruchwerkzeug Zugang verschafft.

Offenbar sind während der letzten drei Jahre die Einbruchdiebstähle in der Schweiz etwas zurückgegangen. Gemäss der Schweizerischen Kriminalprävention reduzierten sich die Einbrüche im Jahr 2015 gegenüber 2013 von 56 930 auf 42 416, was erfreuliche 25 Prozent ausmacht. Der Zeitaufwand, den die Einbrecher investieren, um eine Türe oder ein Fenster aufzubrechen, liegt in der Regel zwischen zwei und maximal vier Minuten. Erstaunlich ist die Tatsache, dass sich die Täterschaft meistens mit einfachstem Einbruchwerkzeug Zugang verschafft. Oft kommt lediglich ein Schraubenzieher oder sonst ein kleineres Flachwerkzeug zur Anwendung. Nur in sehr seltenen Fällen wird ein Loch ins Glas geschlagen, um hineingreifen und von innen öffnen zu können.
Diese Erkenntnis lässt darauf schliessen, dass der grösste Teil der betroffenen und gewaltsam geöffneten Aussenabschlüsse über keinen oder einen nur unzureichenden Einbruchschutz verfügt. Bereits der Einbau einer 3-Punkt-Verriegelung in die Haustüre oder die Aufrüstung der Fenster mit Mehrpunkt-Verschlüssen und Pilzköpfen erschwert den ungebetenen Gästen das Handwerk enorm.
Es scheint, als würde der mechanische Einbruchschutz auch für unsere Branche ein anhaltendes, wenn nicht sogar zunehmendes
Marktbedürfnis darstellen. Die vorliegende Ausgabe der «metall» setzt sich in verschiedenen Beiträgen mit der aktuellen Situation und den unternehmerischen Möglichkeiten rund um den Einbruchschutz auseinander. Speziell möchte ich hier auf den Beitrag Seite 20 hinweisen.
Metallbau am Kunstmuseum. Das spanische Architekturbüro Barozzi & Veiga aus Barcelona brachte die Idee, und die Bündner Metallbauer haben sie umgesetzt. Der neue Erweiterungsbau des Bündner Kunstmuseums in Chur weist eine unverwechselbare Fassade auf. Quadratische Ornamente reihen sich umlaufend um das Gebäude aneinander. Auch über das grosse Tor auf der Rückseite des Gebäudes führen die Quadrate weiter und verbinden anspruchsvolle Technik mit künstlerischem Design. Wie es die Metallbauer geschafft haben, das Tor mit optisch den Betonornamenten entsprechenden Kachelelementen zu belegen, dies erfahren Sie im Beitrag Seite 4.Tore vom MetallbauerDass der individuelle Bau von grossen Toren für den versierten Metallbauer nach wie vor ein interessantes Tätigkeitsfeld sein kann, dies beweist die Reportage Seite 14. Die Entwicklung, der Bau und die Montage der 66 riesigen Schiebetore, die einer fahrbaren Fassade nahe- kommen, unterstreichen die Komplexität dieser Arbeitsgattung auf eindrückliche Weise.
Weitere Fachberichte zu Themen wie: «Rationelle Produktion durch digitale Vernetzung», «Fassadensysteme» oder «Innovativer Türbau», runden den Inhalt dieser Oktober-Ausgabe ab.