August 2017
August 2017

Grosse Masche für grosse Masse «Safe Host, Gland»

STRECKMETALLE

Die neue Industrie ist das Speichern von Daten. Dafür werden Fabriken erstellt, Werkshallen aus der industriellen Blüte der
Schweiz in keiner Weise nachstehen. In Gland am Genfersee, wurde letztes Jahr von der Firma Safe Host SA eines der grössten
Datacenter der Schweiz gebaut und passend zur Grösse mit einer riesigen Streckmetallmasche formschön verkleidet.


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Das Architekturbüro Böttge et Collaborateurs
aus Carouge war im Jahre 2013 auf der Suche
nach dem richtigen Partner, um die Idee einer
Streckmetallfassade mit einer grossen Masche
umzusetzen. Aufgrund des Know-hows der E. Pfister
& Cie AG wurde entschieden, die Entwicklung
der Details wie Maschen-Form,-Grösse,-Material
und Oberfläche gemeinsam anzugehen. Dies
führte zu einer intensiven und interessanten
Zusammenarbeit, welche sich als Ergebnis sehen
lassen kann.
Interessante Findungsphase beim Design
Zusammen mit Herrn Nicolas Rampini von Böttge
et Collaborateurs wurde von Anfang an ein
intensiver Austausch gepflegt. Das Finden der
richtigen, passenden Masche erwies sich - ohne
grössere Muster - als schwierig. Die Maschen
liessen sich nicht mit den ansonsten üblichen
A4-Mustern zeigen, da diese ja grösser sind als
die Masse eines A4-Blattes. Vorab wurden in Katalogen
unter Berücksichtigung des Durchlasses
und der Bautiefe (bis ca. 90 mm) einige Maschen
vorselektioniert. Im Anschluss der Vorselektion
wurden die entsprechenden Musterelemente,
welche Breiten bis zu 1250 mm und Höhen bis zu
2500 mm aufwiesen, hergestellt und bemustert. Maschengrösse passend zum Objekt
Die Maschengrösse wurde bewusst auf die riesigen
Dimensionen des Gebäudes abgestimmt. Nach Besichtigung
von verschiedenen ähnlichen Objekten
und Beurteilung der erwähnten Musterelemente,
fiel die Wahl auf die Masche LUNA 400. Die Form
und Grösse passten am besten zum angestrebten
Erscheinungsbild. Um die Übergänge
zwischen den Elementen sauber zu gestalten,
wurden diese mittels Wasserstrahlschneiden
zurückgeschnitten. So konnte sichergestellt werden,
dass die dritte Dimension bzw. die Bautiefe
nicht beeinträchtigt wird. Wenn die Elemente
vor dem Strecken geschnitten werden, könnten
diese an den Rändern Unregelmässigkeiten in
der Tiefe aufweisen. Und beim Nachschneiden
mit der Schlagschere nach dem Strecken würden
die Maschen in den Randzonen von den
Niederhaltern der Maschinen hinuntergedrückt,
was die Übergänge der Maschen stark sichtbar
macht. Bei der Oberfläche entschieden sich
die Architekten für natureloxiert mit 20 μm
Schichtdicke. Dieses Verfahren stellt eine lange
Lebensdauer und die Farbauthentizität sicher.
Bewusst wurde dabei Wert auf ein industrielles
Erscheinungsbild gelegt.