Januar 2018
Januar 2018

Gläserne Juwelen in der Fassade

GLAS- UND METALLBAU

Das ehemalige Bankgebäude aus dem Jahr 1926 an der Zürcher Bahnhofstrasse wurde im vergangenen Dezember neu eröffnet. Die bekannte Architektin Tilla Theus hat das geschichtsträchtige Haus mit viel Umsicht und in Abstimmung mit der kommunalen Denkmalpflege renoviert. In die Fassade im Erdgeschoss integrierte sie edle Schaufenster und Türelemente aus dem Hause Surber Metallbau AG.


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Beim Umbau des ehemaligen Bankgebäudes an der Bahnhofstrasse 53 wurde der ursprüngliche Charakter des Gebäudes als Bank erhalten. Die Schalterhalle bildet nach wie vor einen markanten Punkt im Haus, jedoch wird sie nicht mehr für Bankgeschäfte genutzt, sondern dient als grosszügige Ladenfläche, wo verschiedene Shops die Besucher zum Einkaufen einladen.
Historische Substanz erhalten
Auch die Aussenfassade, wo die historische Substanz erhalten blieb, hat durch die Sanierung eine beeindruckende Aufwertung erhalten - die Sandsteinfassade wirkt wieder frisch und hell. Die Fassade im Erdgeschoss wird geprägt von einzelnen, gegenüber der Fassade etwas vorspringenden, erkerartigen Schaufensterelementen. Je nach Blickwinkel und Lichteinstrahlung treten sie in optischer Hinsicht mehr oder eben weniger in Erscheinung. Die wie gläserne Juwelen in die Fassade eingeschobenen Glaserker reihen sich in regelmässigen Abständen über alle drei Fassadenseiten um das Gebäude. Unterbrochen wird ihre Reihenfolge lediglich von einzelnen Eingangstüren. Während auf der Seite Bahnhofstrasse drei grosse Stichbogen in der Sandsteinfassade die Hauptzugänge betonen, sind die anderen Zugänge rechteckig ausgebildet.
Die erkerartigen Schaufensterelemente, welche von aussen als profilloses Glasgebilde in Erscheinung treten, weisen identische Breiten von 1,30 m auf, unterscheiden sich aber in den Höhen. Während die einen mit einer Gesamthöhe von 4,47 m bis zum Boden führen, sind die anderen auf die Steinbrüstung abgestellt und nur 3,03 m hoch. Die Schaufensterelemente sind im Grundriss gesehen U-förmig. In den Front- und Seitenteilen ist Wärmeschutzglas in Kombination mit Verbundsicherheitsglas eingebaut. Der obere sowie der untere Abschluss sind ebenfalls thermisch getrennt, jedoch mit Blech ausgebildet.
Die edle Wirkung der Schaufensterelemente wird offensichtlich durch die rahmenlose Verglasung erreicht. Die vertikal verlaufenden Ecken sind als Ganzglaslösung konstruiert und mit schwarzen Silikonfugen und Keramikbeschichtungen am Glas zu einer Einheit verbunden. Getragen und gestützt werden die Gläser von oben und unten horizontal verlaufenden Stahlrohren und Blechprofilen.
Wärmevorhang am Glas
Bei den kleineren, auf der Brüstung endenden
Schaufensterelementen ist die innere Boden- und Deckenfläche mit Glas verkleidet. Die Emaillierung auf der jeweiligen Rückseite der Gläser generiert einen hohen Glanzgrad und verstärkt so die sonst schon edle Wirkung. In technischer Hinsicht interessant ist auch diekontrollierte Beheizung der Gläser auf der Innenseite. Direkt unter dem erwähnten Bodenglas befindet sich ein elektrisch aufheizbarer Hohlraum. Dieser ist gegen die Glasfronten hin mit Lüftungsschlitzen versehen, welche die trockene, erwärmte Luft wie ein Wärmevorhang den Gläsern entlang hochströmen lässt. Diese Massnahme verhindert, dass bei tiefsten Minus-
temperaturen auf der Innenseite eine Konden-
satbildung entstehen könnte. Zum Schutz der
edlen Glaselemente sowie zur Verhinderung
von Blendwirkungen sind aussenseitig schwarze Stoffmarkisen angebracht. Diese lassen sich bedarfsgerecht über einen Führungsarm und entsprechende Umlenkrollen kontrolliert ausstellen oder einrollen.