August 2016
August 2016

Die richtige Masche für den richtigen Einsatz

BAUEN MIT STRECKMETALLEN

Immer öfter kommen Streckmetalle als Geländerfüllungen zur Anwendung. Entsprechend wichtig ist es, dass auch die richtigen Streckmetallmaschen gewählt werden. Es gilt nicht nur die optischen Ansprüche zu erfüllen, sondern auch der Greifschutz ist für die Personensicherheit zu gewährleisten.


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Von einigen Metern Entfernung betrachtet ergeben Geländer mit Streckmetallfüllungen eine feine, durchsichtige Fläche, die dem Gebäude einen harmonischen Glanz verleiht. Diese Art von Verkleidung wird von Architekten immer häufiger gewählt, da sie sich optisch mit anderen Materialien sehr gut kombinieren lässt.
Vorteile von Streckmetallen
Aufgrund des Herstellungsvorgangs weisen Streckmetalle eine Vorderseite und eine Rückseite auf. Je nach Ausrichtung der Maschen erhält man dadurch mehrere Ansichtsseiten. Diese Gegebenheit schafft optisch eine Auswahl an verschiedenen Möglichkeiten. Auch die Durchsicht durch die Maschen und die Regenwasserableitung können so genau bestimmt werden. Bei der Überbauung Mettenfeld in Mühlau (AG) konnte man mit der Entscheidung, die Geländer mit dem Streckmetall Modell Bern zu verkleiden, eine ideale Lösung für ein transparentes Geländer finden. Die Ausrichtung, Sicht von aussen «gute Seite mit Sicht in die Masche von unten» ermöglicht den Bewohnern auf den Balkonen eine bessere Durchsicht durch die Geländerfüllungen nach unten auf die Wiese.
Betrachtet man das Gebäude aus grösserer Distanz, wirkt die Fläche eher geschlossen und die Durchsicht von der nahen Strasse wird verhindert. Dadurch entsteht der gewünschte Privatbereich für die Bewohner. Zudem stellt sich der angenehme Nebeneffekt ein, dass Meteorwasser nach aussen abgeleitet wird und somit der Balkonboden weitgehend vor liegendem Wasser geschützt wird.
Sicherheitsanforderungen
Die Maschengrössen stellen sicherheitstechnisch ein wesentliches Kriterium dar. Um die Besteigbarkeit zu verhindern, sollte keine Masche grösser als die des Modells Madrid verwendet werden. In Ausnahmefällen können grössere Maschen gewählt werden, jedoch weisen diese eine geringe Maschenbreite auf, was die Öffnung wiederum klein macht.
Empfehlenswert ist auch, die Masche so klein zu wählen, dass ein Hineingreifen mit den Fingern nicht möglich ist. Dadurch werden ein Hängenbleiben an den teilweise kantigen Maschen und entsprechende Verletzungen vermieden.
Streckmetall als Geländerfüllung
Um den Fassaden des Neubaus Mettenfeld in Mühlau eine homogene Struktur zu verleihen und gleichzeitig die Sicherheit zu gewährleisten, entschieden sich die Architekten für Geländerfüllungen mit dem Streckmetall Typ Bern. Dieselbe Masche wurde auch für die französischen Geländer, die Garagenöffnungsgitter sowie für die Containerverkleidung gewählt. So konnten Statik und Sicherheit bei einem einheitlichen Erscheinungsbild gewährleistet werden. Gefordert war dabei auch die ausführende Metallbau-Unternehmung Blatty Metallbau AG, Mühlau. Da sich die Baumasse von Stockwerk zu Stockwerk stark unterscheiden, war eine Vielzahl von unterschiedlichen Elementgrössen erforderlich. Dies war bei der Produktion und bei allen logistischen Tätigkeiten zu berücksichtigen. Die Streckmetalle sind von der Firma Sprich AG Maschenstrukturen auf die gewünschte Grösse produziert und pulverbeschichtet an die Firma Blatty Metallbau AG geliefert worden. So konnte die Crew der Firma Blatty die Streckmetalle nur noch in die Rahmen einsetzen und mit den Klemmleisten fixieren.