August 2018
August 2018

Die Fassade der Kunstfakultät Bergen – ein Puzzle

FASSADENBLECHE

Die Kunstfakultät in Bergen bringt 350 Studenten mit Mitarbeitern und der Öffentlichkeit zusammen. Der Neubau von Snøhetta besticht durch klare Kanten und Räume, die sich nicht in den Vordergrund drängen. Besucherströme und Licht werden gerne willkommen geheissen, während gegen das Wetter eine wehrhafte Blechhülle zum Einsatz kommt.


Login mit Magazin-Passwort

Danke für Ihr Interesse an unseren Inhalten. Abonnenten der Fachzeitschrift metall finden das Passwort für den Vollzugriff im Impressum der aktuellen Printausgabe. Das Passwort ändert monatlich.

Sollten Sie als interessierte Fachkraft im Metall-, Stahl- und Fassadenbau die Fachzeitschrift metall tatsächlich noch nicht abonniert haben, verlieren Sie keine Zeit und bestellen Sie Ihr persönliches Abonnement gleich hier.


Login als registrierter Benutzer

Jetzt registrieren und lesen.
Registrieren Sie sich um einzelne Artikel zu lesen und einfach per Kreditkarte zu bezahlen. (CHF 5,- pro Artikel)
Als registrierter Benutzer haben Sie jederzeit Zugriff auf Ihre gekauften Artikel.

Auf 14 800 m2 wurden die Räume für die Kunstfakultät der Universität Bergen (KMD) zusammengeführt.
Da sich Snøhetta ebenfalls als interdisziplinäres Büro sieht, ist es nur logisch, dass genau sie diesen Auftrag erhalten haben. Neben Museumsbauten wie dem SFMOMA oder dem Kulturpalast in Dharan finden sich auch Ladendesign, Landschaftsplanung und Entwürfe für Banknoten in ihrem Portfolio. So brachten sie wohl ein besonderes Verständnis für die fakultätsübergreifende Arbeit auf, die in diesem Gebäude ein Heim finden soll.
Schutz vor Regen, Wind und See Die Fassade des kompakten Baukörpers mit leicht abgeschrägter Dachfläche ist ein Puzzle aus 900 verschiedenen Aluminiumpaneelen.
Sie bilden ein Relief, das von einzelnen, teilweise
auskragenden Fenstern durchbrochen wird.
Das rohe Aluminium ist salzwasserbeständig und hält auch dem rauen, regnerischen Klima an der Westküste Norwegens stand. Über die
Jahre wird die Hülle verwittern, oxidieren und
eine grössere Vielfalt an Farben und Texturen
aufweisen. Über das schräge Dach wird ausserdem
überschüssiges Regenwasser in einen
Tank und von dort in ein Becken auf dem Vorplatz
geleitet, um Druck und Überflutung zu
vermeiden.
Besucher willkommen
Durch den Neubau auf dem Gelände einer
Kranfabrik wird die Universität mit der Stadt
Bergen verkuppelt. Der Haupteingang liegt
am Kunstallmenningen, einem öffentlichen Platz. Im Gebäude kreuzen sich die beiden
Achsen, die öffentliche und jene für Studenten
und Mitarbeiter. Ihre Schnittstelle ist die
1300 m2 grosse Halle im Zentrum des Gebäudes.
So wird sie zum Ort der Begegnung, an
dem Veranstaltungen und Ausstellungen stattfinden
können. Gleichzeitig ist sie mit einem
originalen Brückenkran mit Laufkatze aus dem
Vorgängerbau bestückt und damit ideal auch
für grossformatige oder besonders schwere studentische
Arbeiten.
Robuste Oberflächen
Der Neubau bietet Platz für 350 Studenten und
die Verwaltung der Fachbereiche Bildende
Kunst, Musik und Design. Im zweiten Obergeschoss
lädt ein Café mit Terrasse zur Pause ein;
die Bibliothek sowie eine Materialbibliothek
sind für die Öffentlichkeit zugänglich. Eine
Etage höher liegen die Büros der Verwaltung
sowie die ersten Ateliers. Im vierten Obergeschoss
folgen die meisten Werkstätten und
weitere Arbeitsräume.