Mai 2019
Mai 2019

Der Unternehmer in beratender Funktion

BALKONE / VERGLASUNGEN

Nach wie vor erzeugen Balkonanbauten eine grosse Nachfrage und eine entsprechende Wertschöpfung für Metallbauunternehmungen. Ob als Neubauten oder als Ergänzungsbauten, sie ermöglichen die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum, höherem Wohnkomfort und generieren eine nachhaltige Wertvermehrung der Immobilie. Bei der Beratung und Planung ist es wichtig, dass die Regeln der Technik von Anfang an eingehalten werden.


Login mit Magazin-Passwort

Danke für Ihr Interesse an unseren Inhalten. Abonnenten der Fachzeitschrift metall finden das Passwort für den Vollzugriff im Impressum der aktuellen Printausgabe. Das Passwort ändert monatlich.

Sollten Sie als interessierte Fachkraft im Metall-, Stahl- und Fassadenbau die Fachzeitschrift metall tatsächlich noch nicht abonniert haben, verlieren Sie keine Zeit und bestellen Sie Ihr persönliches Abonnement gleich hier.


Login als registrierter Benutzer

Jetzt registrieren und lesen.
Registrieren Sie sich um einzelne Artikel zu lesen und einfach per Kreditkarte zu bezahlen. (CHF 5,- pro Artikel)
Als registrierter Benutzer haben Sie jederzeit Zugriff auf Ihre gekauften Artikel.

Die Materialien Stahl und Aluminium ermöglichen bei Balkonanbauten sehr filigrane Konstruktionen. Insbesondere dann, wenn Leichtbau-Bodenplatten zur Anwendung kommen und somit keine sehr hohen Eigengewichte zu berücksichtigen sind, lassen sich mit Stahl oder Aluminium sehr leicht wirkende Balkone bauen.
Detaillierte Klärung der Nutzungsbedürfnisse
In erster Linie sei dem beratenden Metallbauunternehmer empfohlen, die nutzungstechnischen Bedürfnisse mit der Bauherrschaft möglichst genau abzuklären und diese auch entsprechend zu protokollieren. In diesem Zusammenhang gilt es in erster Linie, die bauphysikalischen Aspekte zu prüfen und allfällige Vorgaben für die Planung zu übernehmen. Dies gilt speziell, wenn die Gebäudefassade in Kombination mit dem Balkonbau neu aufgebaut wird. Hier stellt sich die Verhinderung oder Tolerierung der Bildung von Kältebrücken durch Auflage- oder Stabilisierungskonstruktionen zur Diskussion.
Weitere Themen bilden die Stützenverteilung und deren Ausbildung. Auch die ästhetische Wirkung der Boden-Rahmenträger, der Bodenbelegungen und natürlich der Untersichten ist zu klären. Bei mehrgeschossigen Balkonen ist es sinnvoll, eine allfällig drohende Raumverdunkelung für die darunterliegenden Räumen zur Sprache zu bringen. Allein mit einer möglichst hellen Untersicht kann diesem Phänomen entgegengewirkt werden. Weitere Themen sind die Art des Sonnenschutzes sowie der Transparenzgrad der Geländer. Speziell bei der Gestaltung der Geländer sollte die Frage nach einer später einzubauenden Balkonverglasung gestellt werden. Wird eine Nachrüstung in Betracht gezogen, so ist dies bei der Entwicklung der Geländer sowie bei der Bodenausbildung zu berücksichtigen. So lassen sich zu einem späteren Zeitpunkt geschosshohe oder auf die Geländer abgestellte Glasfronten auf einfache Weise einbauen und den Balkon zu einem geschlossenen Sitzplatz ergänzen.
Die Materialisierung
Im Zuge der Kalkulation – oder spätestens vor Aufnahme der Ausführungsplanung – stellt sich die Frage der Materialisierung und der Oberflächenbehandlungen. Für den Metallbauer kommen vorzugsweise Stahl, Edelstahl und Aluminium in Frage. Aluminiumbalkone werden gerne als Bausatz mit zum Teil gut durchdachter Funktionstechnik angeboten. Bei solchen Systemen sind in den meisten Fällen die Profilverbindungen, die statischen Dimensionierungen, Entwässerungen, Geländeraufbauten, Füllelemente und vieles mehr vom Systementwickler vorgegeben.