März 2017
März 2017

Das Schaffen von Architekt Giovan Luigi Dazio

SANIEREN / RENOVIEREN

Alten Tessiner Rustici neues Leben einzuhauchen, ist zweifellos einer der Leitfäden der Tätigkeit des Architekten Giovan Luigi Dazio. Eine Tätigkeit, die er vorwiegend, aber nicht nur, in «seinem» Maggiatal ausübt. Dazio versteht es, alte Rustici, deren Schicksal inzwischen besiegelt wäre, zu neuem Leben zu erwecken und Altbewährtes und Modernes in einer ungewohnten Ausgewogenheit miteinander zu verbinden.


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Jedes Detail ist durchdacht, um eine angemessene Funktionalität der Aussenhülle sicherzustellen, ohne die charakteristische Erscheinung und deren Bedeutung als bestimmendes Element unserer Geschichte und unserer Vergangenheit zu verunstalten. Seine tägliche Herausforderung sieht Giovan Luigi Dazio in der Verbindung von traditionellen Materialien wie Holz und Stein mit modernem Design aus Glas und Metall, ebenso wie die Kombination von weichen, von der Zeit gerundeten Linien mit den linearen Formen, die durch die Verwendung moderner Materialien vorgegeben sind. Dabei wird nichts dem Zufall überlassen.
Tiefe Kenntnis unserer Geschichte
Das Metall mit seiner kühlen Eleganz und Festigkeit sowie das Glas mit seiner transparenten Textur stehen mehr denn je in engem Bezug zu unserer Zeit und zum Sektor, den wir mit Stolz vertreten. Selbstverständlich bedingt ein Schaffen dieser Art eine tiefe Kenntnis unserer Geschichte sowie hohe Fachkompetenz in der Auswahl und Kombination der Materialien. Dazio hat unter anderem den vor Ort ausgeführten Teil der Bauarbeiten an der vom Architekten Mario Botta entworfenen Kirche von Mogno überwacht, die angesichts ihrer internationalen Bekanntheit hier wohl nicht näher vorgestellt werden muss. Auch dieses Projekt ist ein weiteres gutes Beispiel für die Verbindung von unterschiedlichen Materialien. In der Folge stellen wir einige vom Architekten Dazio an Rustici durchgeführte Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten vor. Die Beispiele sind dabei nicht abschliessend zu verstehen, sondern sollen einen repräsentativen Querschnitt der vielfältigen Möglichkeiten der Interaktion zwischen Geschichte und Materialien zeigen. Für weitere Informationen verweisen wir auf die Website www.gld-dazio.ch
Die «Fortezza» von Mogno
Für Mogno, ein kleines Dorf im oberen Maggiatal, sind Projekte auf halbem Weg zwischen Traum und architektonischer Herausforderung nichts Neues. Zum Glück prägt die Stärke seiner Berge auch den Charakter der Männer, die dort arbeiten, sodass auch dieses Mal die Herausforderung erfolgreich bewältigt wurde.Die «Fortezza» vereinigt, wie der Name bereits andeutet, alle Kraft in sich, mit der der Mensch seine Projekte umsetzen kann. Sie ist der historische Beweis dafür, dass nichts jemals zu Ende gebracht wird. Ihre Geschichte ist die eines gewöhnlichen Stalls aus dem 17. Jahrhundert, der seit Jahren verlassen und – gekennzeichnet von einer langen Nutzung im Dienste des Men-
schen – am Ende seiner Lebenszeit angekommen ist. In etwas weniger als zwei Jahren wurde seiner unsicheren Zukunft jedoch durch ein ehrgeiziges Projekt eine Wende gegeben.
Tragende Stahlstruktur
Der Heuspeicher wurde eingewickelt, angehoben und im Mai 2005 dank einer speziellen Hebevorrichtung mit einer Tragfähigkeit von
70 Tonnen verlagert, um den Bau eines Steinfundaments zu ermöglichen, auf dem das Rustico aus Lärchenrundholz aus Fusio dann eine feste und endgültige Auflagefläche fand. Eine solche Verlagerung ist ein ziemlich ungewöhnliches Verfahren und macht diesen Eingriff zu etwas ganz Besonderem. Die Arbeiten wurden dann mit dem Bau des Aussenbereichs und dem Aufstellen von Schutzmauern fortgesetzt, die in ihrem Verlauf dem natürlichen Profil des Geländes folgen. Ein weiterer wichtiger Schritt war das Einfügen einer Stahlstruktur, auf die das Dach aus Steinen aus dem Maggiatal aufgesetzt wurde. Das Rustico steht nun wieder fest auf seinem Platz und kann weiterhin seine schöne und für die Häuser des Hochgebirges typische Bauweise unter Achtung des natürlichen Gleichgewichts der Umgebung zur Schau stellen.