März 2020
März 2020

Changierende Bronzeprofile für die Glasfassade

Profilsysteme

An exponierter Lage am Zürichsee setzt das Geschäftshaus Rosau ein neues Glanzlicht. Eine elegante Glasfassade verleiht dem fünfstöckigen Neubau am Zürcher Schanzengraben Leichtigkeit. Beste Aussichten auf den See ermöglichen die hochtransparenten Gläser mit nur geringer Aussenreflexion.


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Die gleichmässige Struktur der Fassade mit ihren vertikalen und horizontalen Profilen aus changierender Baubronze berücksichtigt die städtebauliche Blockstruktur der Claridenstrasse. Erstmals wurden diese äusseren Lisenenprofile aus einem Stück hergestellt, um eine homogene Ansicht ohne Stossfugen zu erzeugen. An zwei Seiten umfasst der L-förmige Neubau die historische Villa Rosau und den vorgelagerten Garten, deren Konzeption erhalten bleibt. Mit den schmiedeeisernen Zäunen des Parks und der gusseisernen Glasdachkonstruktion der benachbarten Tonhalle harmoniert die homogen alternde Baubronze mit ihrem dunkelbraunen Farbton, die den Neubau älter erscheinen lässt und den historischen Bezug betont.

Energieeffiziente Fassade
Demnächst soll der moderne Neubau fertiggestellt werden, der mit Erdgeschoss, drei Obergeschossen und einem Attikageschoss eine Nutzfläche von 11 350 m2 bietet. Im Laufe dieses Jahres wird ein internationaler Rückversicherer den repräsentativen Bau mit rund 300 Arbeitsplätzen beziehen. Neben Büros sollen auch ein öffentliches Restaurant und zwei Wohnungen entstehen. Zertifiziert werden soll das Geschäftshaus nach Minergie. Dabei spielt die energieeffiziente Fassade mit ihrer hochwertigen Isolierverglasung und Dämmung sowie einem äusseren Sonnenschutz eine wesentliche Rolle. Auf dem Dach produziert eine Photovoltaik-Anlage Strom, geheizt wird mit einer hocheffizienten Wärmepumpe.
Prominente Lage am Zürichsee mit Villa ­Rosau und historischem Park
An einer prominenten, aber auch sehr sensiblen Stelle wurde das Geschäftshaus Rosau errichtet. Westlich der in den Jahren 1844/45 vom Architekten Ferdinand Stadler gebauten Villa Rosau trennen nur der General-Guisan-Quai und die Uferpromenade den Neubau vom Zürichsee. Die Villa, ein kleiner, spätklassizistischer Bau, war das erste Landhaus unmittelbar am Seeufer. Ihre damals «Zum Seegarten» genannte Parkanlage entstand auf einer Landzunge ausserhalb der Stadtmauern. Doch in den folgenden Jahrzehnten veränderte sich mit der Stadterweiterung diese  idyllische Lage durch die Quaianlage und die Blockrandbebauung.

Die exponierte Lage zwischen der Tonhalle, dem Schanzengraben und dem Hotel Baur au Lac sowie der historische Bezug waren wesentliche Herausforderungen für die Architektur. Mit ihrem Entwurf haben die Zürcher Architekten Gigon/Guyer die innerstädtische Blockstruktur entlang der Claridenstrasse am nördlichen Rand des Grundstücks aufgegriffen. Über die L-Form des Gebäudes wird die historische Parkanlage mit der Villa Rosau und ihrem schützenswerten Baumbestand umfasst, ohne den Seeblick zu begrenzen. Im Zuge des Neubaus wird die Villa Rosau umfassend statisch saniert und teils in den ursprünglichen Zustand gebracht. Sie wird weiterhin als Sitz des Clubs Baur au Lac genutzt und umfasst neben Bar- und Restauranträumen auch Bankettsäle, Konferenz- und Besprechungsräume sowie Terrassen zum See.