Mai 2018
Mai 2018

Anbaubalkone mit statischen Besonderheiten

BALKONKONSTRUKTIONEN / VERGLASUNGEN

Die Mehrfamilienhäuser an leicht erhöhter Lage über dem Bodensee – in Arbon – sind einer ganzheitlichen Fassadensanierung unterzogen worden. Im Zuge dieser Erhaltungs- und Aufwertungsmassnahme wurden die Häuser mit grosszügigen, verglasten Anbaubalkonen bestückt. Speziell an diesen Konstruktionen ist die stützenreduzierte Lösung.


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Die Fassadensanierungen der Mehrfamilienhäuser an der Stacherholzstrasse 20/22 in Arbon sind voll im Gange, einzelne Bauteile stehen kurz vor der Vollendung. Im Zuge der Sanierung, welcher auch einen Neuaufbau der Fassadenhaut umfasste, sind die bestehenden, eher spärlichen Balkone abgetrennt worden. Heute wird jedes der drei Wohnhäuser mit je vier grosszügigen, viergeschossigen verglasten und überdachten Anbaubalkonen aus Stahl aufgewertet.
Zwei verschiedene Balkontypen
Im Grundsatz lassen sich die Balkone, bezogen auf Grösse und Flächengeometrie, zwei unterschiedlichen Typen zuordnen. Die wohl einfacheren Balkone sind jeweils frontseitig in den Eckbereichen abgestützt. Speziell daran ist, dass die Grundflächen nicht rechteckig sind und die Frontseite somit nicht parallel, sondern schräg zur Fassade verläuft. Optisch dominanter und in technischer Hinsicht formgebend sind die grösseren Balkoneinheiten. Sie bereichern die einzelnen Wohnungen mit einem offenen, schmalen Laubengang sowie einer grosszügigen Loggia von rund 3 m ³ 3 m Grundfläche. «Speziell an diesen Stapelbalkonen ist die Tatsache, dass die lediglich auf zwei Stützen lagern und diese Stützen nicht in den Eckbereichen, sondern jeweils in der Mitte der einzelnen Aussenlinien angeordnet sind», erklärte Roland Vettiger, Inhaber und Geschäftsleiter der ausführenden Vettiger Stahlbau AG gegenüber der «metall». «Die Reduktion auf nur zwei Stützen – so Vettiger weiter – erforderte eine nicht alltägliche Lösung im Bereich der aussenliegenden Randträger. Nach Prüfung verschiedener technischer und optischer Lösungsansätzen entschieden wir uns, einen Unternehmervorschlag einzureichen, bei welchem das Geländer in das statische Konstrukt einbezogen wird und somit einen stabilen, frontseitigen Randträger bildet.»
Statische Sonderleistung
Die statische Bodenkonstruktion besteht aus wandseitig durchlaufenden UNP-Profilen, die auf örtlichen, thermisch abgekoppelten und an das Mauerwerk befestigten Winkelkonsolen lagert. Für die Rippen als Primärprofile kamen IPE-Profile zur Anwendung. Die statisch tragenden Geländer bestehen aus Rechteckrohren und sind – wie ein Fachwerk – mit vertikalen und diagonalen Streben zu einem Rahmen verschweisst. Die einzelnen Geländerelemente sind mit Laschen an die Rundstützen sowie an die Primärträger geschraubt. Eine allfällige Torsion des Balkonturms wird durch ein im Bodenrahmen integriertes UNP-Profil verhindert. Dieses ist auskragend in der Aus-senwand verankert und wirkt so als Kragarm stabilisierend.