Jubiläum
100 Jahre SMT Basel
Man soll die Feste feiern, wie sie fallen. Besonders dann, wenn es ein ganzes Jahrhundert zu feiern gibt. Die Schweizerische Metallbautechnikerschule SMT Basel zelebrierte diesen September mit einem Festakt ihr 100-jähriges Bestehen. Auf dem Programm: eine Schifffahrt über den Rhein mit anschliessendem Galadinner im Rhypark Basel.
Auf dem Schiff tummeln sich alle Altersklassen. Eine bunt durchmischte Gruppe, die eines verbindet: Die meisten haben in Basel die Schulbank gedrückt. Schnell bekommt man einen Eindruck davon, was die 100-jährige Geschichte der Schule alles hervorgebracht hat. Mit an Bord sind ebenfalls die Sponsoren, die auf einem Dutzend Ständen ihre Produkte vorstellen.
Vorwärts in die Zukunft
Gegründet wurde die Schule 1926 als «Fachschule für Schlosserei, Kunstschmiedearbeiten und Eisenkonstruktionen». Ab den 1970er-Jahren richtete sich der Fokus zunehmend auf den Metall- und Fassadenbau. Wo einst die Esse zum Schmieden war, entstanden mit der Zeit moderne Arbeitsplätze. Verändert hat sich vieles, geblieben ist der Anspruch, eine Ausbildung zu bieten, die sich an den Anforderungen der Branche und am neuesten Stand der Technik orientiert. Thomas Achermann, Leiter der SMT, dazu: «Dass sich die Schule im Lauf der Jahre immer wieder verändert und dabei ihren Charme nie verloren hat, zeigt sich auch in den Gesprächen an diesem Abend. Überall wird über vergangene Geschichten und aktuelle Ereignisse diskutiert, Erfahrungen ausgetauscht und Erinnerungen aufgefrischt. Es ist fast wie eine Familie», meint Achermann.
Grosse und kleine Geschichten
Einen besonderen Stellenwert nimmt die Studentenverbindung Traverse SMT Basel ein, diese existiert praktisch seit Gründung. Neben den beruflichen und unternehmerischen Vorteilen sind es vor allem die persönlichen Anekdoten, die bis heute verbinden.
Von einem solchen Erlebnis kann auch Thomas Achermann berichten. Als Student, der sein knappes Budget schonen wollte, stieg er gemeinsam mit anderen Mitgliedern der Traverse ohne gültigen Fahrschein ins Basler Tram: «Mit meiner Begründung, ein Tram fahre schliesslich auch ohne Ticket, konnte ich bei der Fahrscheinkontrolle wohl nicht überzeugen», sinniert Achermann. Die Busse sprengte sein Budget deutlich und brachte ihm seinen Spitznamen «Ticket» ein, den ihn heute, 25 Jahre später, immer noch begleitet.
Auf die nächsten 100 Jahre
Die Schifffahrt über den Rhein führt weiter zum Eventlokal Rhypark. Bei einem Galadinner, begleitet von einem musikalischen Höhepunkt mit Sänger Zian und der Trommelgruppe Stickstoff, lassen die Gäste den Abend in festlicher Atmosphäre ausklingen. In zwei Talkrunden diskutierten Marco Zimmermann, OK-Präsident der Jubiläumsfeier, Dominique Mouttet, Direktor der Allgemeinen Gewerbeschule Basel, und Thomas Achermann über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Aus- und Weiterbildung. Neben persönlichen Anekdoten aus dem Schulalltag stand eine Frage im Zentrum: Wie soll die Schule für die kommenden Jahre aufgestellt sein?
«Mir ist es ein Anliegen, die Schule stetig weiterzuentwickeln. Und dabei den Austausch und die Präsenz mit und in der Branche noch weiter zu vertiefen», sagt Thomas Achermann.
Die Handlungskompetenzen der Schülerinnen und Schüler weiter zu stärken und die Ausbildung laufend an die Bedürfnisse der Branche anzupassen, steht für alle an erster Stelle. Mit dem klaren Ziel, dass auch in 100 Jahren wieder ein Schiff voller bestens ausgebildeter Berufsleute aus der Metallbaubranche über den Rhein fährt. ■


