Februar 2019
Februar 2019

Zuversichtlich, digital und international in die Zukunft

INTRO

Und trotzdem – so scheint es – dürfen wir uns
zuversichtlich geben, dass sich die Auftragsbücher
auch 2019 füllen lassen.

Vor knapp einem Monat ist die grösste Baumesse Europas, die Bau 2019 in München, zu
Ende gegangen. Obwohl es sich dabei nicht um eine Schweizer Messe handelt, darf sie – so denke ich – mit gutem Gewissen als erweiterter Wirtschaftsbarometer für die Schweiz betrachtet
werden. Messe-Gesch.ftsführer Reinhard Pfeiffer blickt offenbar sehr zufrieden auf die Messe
zurück. Das starke Besucherinteresse in den Bereichen Gebäudeautomation sowie Bau-IT
zeige klar – so Pfeiffer –, dass die Digitalisierung weiter Fahrt aufnimmt und endgültig in der Baubranche
angekommen ist. In bauwirtschaftlicher Hinsicht zogen die Verantwortlichen ebenfalls
eine positive Bilanz. So würden 94 Prozent der Aussteller die aktuelle wirtschaftliche Situation
als ausgezeichnet beurteilen. Im Jahr 2017 lag die Zahl bei 91 Prozent. Diese Auswertungen deuten doch darauf hin, dass die Unternehmungen
in der Baubranche positiv gestimmt
sind und Bereitschaft zeigen, in die Zukunft zu
investieren.
Der hohe Besucheranteil aus östlich gelegenen
Staaten wie Russland (4000) und China (3500)
deutet darauf hin, dass die Märkte einer zunehmenden
Internationalisierung ausgesetzt sind
und diese auch für Schweizer Unternehmungen
verstärkt spürbar sein wird.
Und trotzdem – so scheint es – dürfen wir uns
zuversichtlich geben, dass sich die Auftragsbücher
auch 2019 füllen lassen.
Die vorliegende Ausgabe der «metall» setzt
sich mit den Schwerpunktthemen Stahlbau,
Brückenbau und Schweisstechnik auseinander.
Die Reportage über die schwimmende
Stahlplattform auf einem Schweizer Bergsee
zeigt auf eindrückliche Weise, dass auch kleine
Stahlbauten in technischer sowie logistischer
Hinsicht höchste Anforderungen stellen können.
Wenn Sie erfahren möchten, wie die Dichtheit
der Schweissnähte an den Hohlkörpern geprüft
wurde, so empfehle ich Ihnen, die Seite 4 aufzuschlagen.
Dass die Verarbeitung von Edelstahl eine gewisse
Erfahrung und natürlich auch Wissen
voraussetzt, ist ein offenes Geheimnis. Worauf
bei der Erstellung von Edelstahl-Konstruktionen
und auch bei der Materialbestimmung zu achten
ist, dies erfahren Sie im Beitrag Seite 22.
Die Unternehmer unserer Branche sitzen – global
betrachtet – alle im selben Boot. Alle setzen
sich täglich mit denselben oder ähnlichen
Fragen und Herausforderungen auseinander.
Für entsprechende Inspirationen von Unternehmer
zu Unternehmer empfehle ich Ihnen das
Unternehmer-Interview Seite 32.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen Bereicherung
beim Lesen der «metall».
René Pellaton