«Die Gesamtrevision der höheren Berufsbildung kann nun tatsächlich als abgeschlossen betrachtet werden.»
Was lange währt, wird endlich gut
Neben technischen Inhalten widmet sich diese Ausgabe der «metall» schwerpunktmässig dem Thema Weiterbildung im Metallbau. Verschiedenste Bildungsinstitute stellen ihre Dienstleistungen vor und geben Einblick in ihre Organisationen. Darum ist diese Ausgabe der richtige Moment, den erfolgreichen Abschluss der Gesamtrevision zu würdigen und Revue passieren zu lassen:
Ja, lange hat es gedauert. Doch mit der Einreichung der vorläufig letzten Dokumente der Höheren Fachprüfung (HFP) an das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) kann die Gesamtrevision der höheren Berufsbildung nun tatsächlich als abgeschlossen betrachtet werden.
Alles begann im September 2017. Der Druck, unser berufliches Weiterbildungssystem nach über 25 Jahren endlich an die heutige Zeit anzupassen, nahm stetig zu – nicht nur seitens der Behörden, sondern insbesondere aus den eigenen Reihen.
Die Einberufung einer mit der Revisionsarbeit betrauten Subkommission erfolgte noch unter der Leitung des inzwischen pensionierten Leiters Bildung Siegfried Dauner. Aufgrund des erwarteten hohen zusätzlichen Milizaufwands musste bald auch über eine Neuorganisation nachgedacht werden: einerseits über die operativ für die Sicherstellung der eidgenössischen Schlussprüfungen zuständige Qualitätssicherungskommission (QSK), andererseits über eine zusätzliche strategisch tätige Kommission.
Das war sprichwörtlich die Geburtsstunde der Weiterbildungskommission (WBK).
Unsere Vision einer neu ausgerichteten Weiterbildung im Metallbau wurde im verabschiedeten Strategiepapier 2019 verankert. Mit wenigen Abweichungen konnten die damals festgehaltenen Ziele mehrheitlich umgesetzt werden.
Mein ausserordentlicher Dank gilt den vielen Beteiligten, die sich neben ihren täglichen Aufgaben in Betrieben und Schulen engagiert, verantwortungsvoll und mit grossem Einsatz für die nachhaltige Revision unserer beruflichen Weiterbildung eingesetzt haben – trotz zahlreicher Herausforderungen.
Der berechtigte Stolz über den gemeinsamen Abschluss der Revisionsarbeiten darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass – wie überall, besonders aber in der Weiterbildung – nichts für die Ewigkeit geschaffen ist. Denn es gilt auch hier: «Nach der Revision ist vor der Revision.»
Die ersten Schlussprüfungen im Weiterbildungsmodul mit Verbandszertifikat und die erste Berufsprüfung nach neuer Prüfungsordnung und Wegleitung haben bereits stattgefunden. Rückmeldungen aus gemeinsamen Gesprächen, von Erfahrungstagungen sowie von Dozierenden und Ausbildungsträgern liegen vor. Wie erwartet zeigt sich punktueller Anpassungsbedarf in der Konzeption sowie in einzelnen Ausbildungs- und Lerninhalten.
Der bereits erfolgreich gestartete kontinuierliche Verbesserungsprozess wird nach Inkraftsetzung des letzten Puzzlesteins – der neuen HFP-Ausbildung per 1. Januar 2027 – zur prioritären Hauptaufgabe der neu strukturierten WBK-Kommission. Gemeinsam mit der QSK und den Ausbildungsträgern gilt es, die Weiterentwicklung fortlaufend und nachhaltig umzusetzen. ■