«Die Gebäudehülle schützt nicht nur – sie definiert Identität, Effizienz und Nachhaltigkeit eines Bauwerks.»
Transparenz, Technik, Zukunft
Glas und Metall prägen das Gesicht unserer Baukultur – klar, kraftvoll und hochpräzise. In dieser Ausgabe rücken wir die Gebäudehülle ins Zentrum – als intelligente Schnittstelle zwischen Innen und Aussen, als architektonisches Statement und als zunehmend aktiven Energieträger. Was heute geplant und montiert wird, muss weit mehr leisten als nur schützen. Es soll gestalten, Energie gewinnen, Ressourcen schonen – und dabei technisch bis ins Detail überzeugen.
Den Auftakt macht auf Seite 4 die Objektreportage über den Neubau der Raiffeisenbank in Savosa. Der transparente Kubus – der auch auf dem Titelbild zu sehen ist – steht für konsequent nachhaltiges Bauen und beeindruckt mit seiner klaren Geometrie und acht schräg angeordneten, sich nach oben verjüngenden Stützen. Das entkoppelte Tragwerk eröffnet flexible Nutzungen, während die präzise konzipierte Gebäudehülle höchste Anforderungen an Raumklima, Nachhaltigkeit und Ausführungsgenauigkeit erfüllt. Ein Projekt, das zeigt, wie Gestaltung und Technik eine Einheit bilden.
Wie viel Energie in Fassaden steckt, erfahren Sie auf Seite 20. Die Gebäudehülle entwickelt sich vom passiven Schutzsystem zum aktiven Kraftwerk. Gebäudeintegrierte Photovoltaik ersetzt klassische Materialien und verbindet Wetterschutz, Design und Stromproduktion. Zudem beleuchten wir die unterschiedlichen Produktionsleistungen von Solarfassaden und -dächern – ein Thema mit wachsender Relevanz für den Metallbau.
Dass Qualität auf klaren Grundlagen basiert, zeigt die Expertise auf Seite 27. Eine Balkonanlage mit gravierenden Mängeln führt vor Augen, welche Konsequenzen unpräzise Leistungsbeschriebe, fehlende Detailplanung und Abweichungen vom Stand der Technik haben können – und weshalb sorgfältige Planung und Kontrolle unverzichtbar sind.
Auf Seite 33 richten wir den Blick auf Versicherungs- und Vorsorgelösungen als strategischen Faktor im Wettbewerb um Fachkräfte. Attraktive Modelle stärken nicht nur die Mitarbeitenden, sondern auch die Zukunftsfähigkeit der Betriebe.
Rechtliche Klarheit ist auf Seite 36 gefragt: Zwei gesetzliche Grundlagen regeln Absenzen bei kranken Kindern – mit unterschiedlichen Voraussetzungen. Wer hier den Überblick behält, schafft Sicherheit für Betrieb und Belegschaft.
Und schliesslich beleuchten wir auf Seite 44 die Anwendung der EN 1090. Zwischen europäischen und nationalen Vorgaben bleibt die richtige Einordnung entscheidend. Normkonformes Fertigen und Dokumentieren schafft Stabilität – besonders mit Blick auf kommende Eurocodes.
Blättern Sie weiter! Ein beinahe endlos breites Fenster, Testobjekte im nördlichsten Eishotel und roboterunterstützte Anarbeitung von Metallprofilen zeigen die beeindruckende Bandbreite unseres Fachs.
Nun wünsche ich Ihnen – geschätzte Leserinnen und Leser – eine inspirierende Lektüre und viele neue Impulse beim Lesen der «metall». ■