«Metallbau zeigt seine Stärke dort, wo technische Kompetenz auf architektonische Ideen trifft.»
Technik im Dienst der Architektur
Ein Blick auf die Titelseite zeigt, wie selbstverständlich anspruchsvoller Metallbau wirken kann. Golden schimmernde Flächen rahmen filigrane Metall-Glas-Fronten, dunkle Profile zeichnen einen feinen Raster, transparente und geschlossene Felder spielen mit Licht und Einblicken.
Was leicht und elegant erscheint, verlangt im Hintergrund einiges an konstruktivem Know-how. Stahltragwerk, Aluminiumprofile, Glas, Paneele, Abdichtungen und Türtechnik müssen präzise zusammenspielen. Ab Seite 4 zeigen wir, was hinter diesen markanten Treppenhausfronten steckt.
Dass gerade Türen längst zu komplexen technischen Schnittstellen geworden sind, greift unser Beitrag zur Zutrittskontrolle auf. Smartphone, Badge, elektromechanisches Schloss, Fluchtwegfunktion und Gebäudeautomation eröffnen neue Möglichkeiten. Doch bei aller Digitalisierung gilt: Den physischen Widerstand gegen einen Einbruch schafft nach wie vor die Konstruktion. Warum Mechanik und Elektronik als Gesamtsystem gedacht werden müssen, lesen Sie auf Seite 10.
Wie wichtig richtiges Dimensionieren und sorgfältiges Abstimmen einzelner Komponenten ist, zeigt die Expertise ab Seite 14. Ein schweres Schiebetor, ein überforderter Antrieb und weitere, nicht fachgerecht gestaltete Komponenten führten dazu, dass die Anlage ihren Dienst verweigerte. Der Fall ist ein anschauliches Beispiel dafür, dass Funktionstüchtigkeit bereits bei Planung, Systemwahl und Dokumentation beginnt.
Technische Kompetenz allein entscheidet nicht über den Unternehmenserfolg. Angesichts knapper Fachkräfte und ausgelasteter Werkstätten stellt sich zunehmend die Frage, welche Leistungen tatsächlich selbst gefertigt werden müssen. Selber herstellen oder zukaufen? Am Beispiel von Geländern beleuchten wir ab Seite 18 die Make-or-Buy-Frage und zeigen, weshalb dabei nicht allein der Einkaufspreis zählen darf.
Einen anderen Blick auf den Wert von Metallbauteilen eröffnet Seite 22. Dort geht es nicht um Ersatz, sondern um Erhalt: Bestehende Aluminium-Fassadenelemente wurden demontiert, aufbereitet, neu eloxiert und wieder eingesetzt. Kreislaufwirtschaft wird damit vom Schlagwort zur konkreten technischen Aufgabe – und eröffnet dem Metallbau neue Möglichkeiten.
Und schliesslich lohnt sich der Blick auf Seite 29. Der Prix Acier 2026 führt eindrücklich vor Augen, welche gestalterische und konstruktive Vielfalt Stahl ermöglicht. Acht ausgezeichnete Projekte stehen für präzise, ressourceneffiziente und architektonisch überzeugende Lösungen.
Blättern Sie weiter. Diese Ausgabe zeigt einmal mehr: Guter Metallbau entsteht dort, wo Gestaltung, Technik, Wirtschaftlichkeit und Verantwortung zusammenfinden.
Nun wünsche ich Ihnen, geschätzte Leserinnen und Leser, eine anregende Lektüre und viele neue Impulse. ■