September 2026
September 2026
Die Prämien der Suva richten sich nach dem Risiko. In der Berufsunfallversicherung zeigt sich seit Jahren eine positive Entwicklung.
Die Prämien der Suva richten sich nach dem Risiko. In der Berufsunfallversicherung zeigt sich seit Jahren eine positive Entwicklung.

 

Relevant für die Branche

Suva-Prämien 2027 bleiben auf historisch tiefem Niveau

Die Suva steht finanziell stabil da. Das gute Jahresergebnis 2025 von 308 Millionen Franken ist auf ein solides versicherungstechnisches Ergebnis und ein erfreuliches Anlagejahr zurückzuführen. Davon profitieren auch die versicherten Betriebe: Die Prämien bleiben 2027 in den meisten Tarifklassen auf historisch tiefem Niveau oder sinken leicht.

Text, Tabellen und Bild: Suva

Leicht tiefere Bruttoprämien im Jahr 2027

Auch im Prämienjahr 2027 profitieren die versicherten Betriebe von Erstattungen aus Überschüssen. Diese stammen aus versicherungstechnischen Ausgleichsreserven und Kapitalerträgen. Dadurch sinken die durchschnittlichen Bruttoprämiensätze leicht und bleiben insgesamt auf historisch tiefem Niveau.
Die durchschnittliche Prämiensenkung beträgt:
• –0,8 Prozent in der Berufsunfallversicherung (BUV)
• –0,7 Prozent in der Nichtberufsunfallversicherung (NBUV)

Weniger Berufsunfälle wirken sich positiv aus

Die Prämien der Suva richten sich nach dem Risiko. In der Berufsunfallversicherung zeigt sich seit Jahren eine positive Entwicklung. 2025 sank die Zahl der anerkannten Berufsunfälle und Berufskrankheiten um 0,9 Prozent auf rund 166 000 Fälle. Das Risiko von Berufsunfällen – neu registrierten Unfällen pro 1000 Versicherte – ist in den letzten zehn Jahren um 13 Prozent gesunken. Diese Entwicklung zeigt, dass Prävention und betriebliche Schutzmassnahmen wirken.

20 Prozent Prämienreduktion für alle versicherten Betriebe

Die Suva ist nicht gewinnorientiert. Überschüsse fliessen deshalb an die Versicherten weiter. Dank einer Anlageperformance von 4,3 Prozent im Jahr 2025 bleibt die finanzielle Lage der Suva stabil. Der Suva-Rat hat deshalb beschlossen, die Erstattung von Überschüssen aus Kapitalerträgen auch 2027 fortzuführen. Die Prämien in der Berufs- und der Nichtberufsunfallversicherung werden über alle Tarifklassen hinweg um 20 Prozent reduziert. Das entlastet die versicherten Betriebe um rund 709 Millionen Franken.

Verwaltungskostenzuschlag wird angepasst

Die Suva hat die durchschnittlichen Nettoprämien in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesenkt. Da sich die Verwaltungskosten über die Nettoprämien finanzieren, passt die Suva den Verwaltungskostenzuschlag ab 1. Januar 2027 an. So stellt sie sicher, dass sie ihre Leistungen auch künftig zuverlässig und in gewohnter Qualität erbringen kann.
Weitere Informationen finden Sie unter: suva.ch/verwaltungskosten

Sozialpartnerschaftliche Entscheidung über die Prämien

Über die Prämien entscheidet der Suva-Rat, das oberste Führungsgremium der Suva. Er ist sozialpartnerschaftlich zusammengesetzt: Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften sind gleichberechtigt vertreten und bringen die Interessen ihrer Mitglieder ein. Damit sind auch die Anliegen der Branchen und Betriebe direkt in die Festlegung der Prämien eingebunden.  ■

 

Wichtiger Hinweis

Die Suva ist nicht gewinnorientiert und erstattet den Versicherten derzeit Überschüsse aus Anlageerträge und Reserven. Deshalb fallen die Prämien ausserordentlich tief aus. Sind die Überschusserstattungen ausgeschöpft, erreichen die Prämien wieder das normale Niveau.

Die individuellen Prämiensätze der einzelnen Betriebe können allerdings vom Durchschnitt
der Klasse abweichen, weil diese von der Tätigkeit, dem Risikoverlauf und dem Prämienmodell abhängen. Bei Fragen steht Ihnen Ihre Suva-Agentur gerne zur Verfügung.

 

Prämienentwicklung in der Klasse «Stahl-, Metall- und Apparatebau, Montagebetriebe» (11C)

Unterschiedliche Entwicklung der Prämien in der Berufsunfallversicherung (BUV) per 1. Januar 2027
In der Berufsunfallversicherung der Klasse 11C «Stahl-, Metall- und Apparatebau, Montagebetriebe» liegt die Unfallhäufigkeit mit 127 Unfällen pro 1000 Vollbeschäftigte zwar unter dem Vorjahreswert. Die Kosten pro Unfall bleiben jedoch unverändert hoch. Da sich der Risikoverlauf in den einzelnen Unterklassenteilen (UKT) unterschiedlich entwickelt hat, verändern sich die Nettoprämiensätze je nach Unterklassenteil zwischen –9,6 Prozent und +7,6 Prozent. Dank der guten finanziellen Lage der Klasse können die Nettoprämiensätze auch in diesem Jahr unter dem eigentlichen Prämienbedarf festgelegt werden. Dadurch werden die Ausgleichsreserven der Klasse 11C weiter abgebaut.

*DPS: erwarteter durchschnittlicher Netto-Prämiensatz
*DPS: erwarteter durchschnittlicher Netto-Prämiensatz

 

Senkung der Prämien in der Nichtberufsunfallversicherung (NBUV) per 1. Januar 2027

In der Nichtberufsunfallversicherung bleibt der Risikoverlauf weiterhin stabil. Die finanzielle Lage der Klasse hat sich weiter verbessert und die Ausgleichsreserven liegen inzwischen über dem Sollwert. Dadurch kann der Basissatz für die NBUV um eine Stufe gesenkt werden. Dies entspricht einer Reduktion des durchschnittlichen Nettoprämiensatzes um rund 4,8 Prozent.

*Durchschnittlicher Netto-Prämiensatz DPS
*Durchschnittlicher Netto-Prämiensatz DPS