April 2016
April 2016

Streckmetallfassade für Bruno's Best

KALTFASSADEN

In Sarnen, direkt an der Bahnlinie der Zentralbahn, steht das neue Produktionsgebäude der Bruno's Best AG. Der Neubau ist für die Produktion von verschiedenen Saucen vorgesehen und beinhaltet Abfüllanlangen, Hochregallager sowie verschiedene Räume für die administrative Abwicklung und die Verwaltung. Die Gebäudehülle wird geprägt von einer eindrücklichen, über 1400 m2 umfassenden Streckmetallfassade und besticht durch die interessante architektonische Gestaltung.


Login mit Magazin-Passwort

Danke für Ihr Interesse an unseren Inhalten. Abonnenten der Fachzeitschrift metall finden das Passwort für den Vollzugriff im Impressum der aktuellen Printausgabe. Das Passwort ändert monatlich.

Sollten Sie als interessierte Fachkraft im Metall-, Stahl- und Fassadenbau die Fachzeitschrift metall tatsächlich noch nicht abonniert haben, verlieren Sie keine Zeit und bestellen Sie Ihr persönliches Abonnement gleich hier.


Login als registrierter Benutzer

Jetzt registrieren und lesen.
Registrieren Sie sich um einzelne Artikel zu lesen und einfach per Kreditkarte zu bezahlen. (CHF 5,- pro Artikel)
Als registrierter Benutzer haben Sie jederzeit Zugriff auf Ihre gekauften Artikel.

Bei den ersten Gesprächen mit den Architekten wurden die Wünsche der Fassadengestaltung schnell auf den Punkt gebracht. Die Idee war, der Fassade einen modernen, homogenen Charakter zu verleihen und diese im metallischen Glanz einer repräsentativen Farbe des Saucen-Herstellers Bruno's Best erscheinen zu lassen. Die vorgesehenen Fassadenelemente hatten auch zwingend einen gewissen Lichtdurchlass zu gewähren, so dass die hinter der Fassadenverkleidung angeordneten Fenster genügend Licht bekommen, um das Gebäudeinnere mit Tageslicht zu durchfluten.Der farbliche Ausdruck sowie die Anforderungen an das Material und dessen Eigenschaften waren dem Architektenteam CAS Architekten in Willisau ein wichtiges Anliegen. In Anbetracht der hohen und vielseitigen Anforderungen fiel die Wahl der Materialisierung ziemlich schnell auf Streckmetall und somit auf die entsprechenden Anbieter, um die Gebäudehülle zu verwirklichen.Vertikale UnterkonstruktionDie Unterkonstruktion besteht aus vertikal laufenden Aluminiumprofilen, die mit Flachprofilhalterungen in einem Raster, der den vorgesehenen Tafelbreiten entspricht, an das Mauerwerk befestigt sind. Die Streckmetalle sind von aussen her auf die Profile geschraubt. Eine spezielle Schraubverbindung gewährleistet, dass die Anziehkraft variiert werden kann und dadurch die Maschen nicht durch zu starkes Anziehen der Schrauben auf die Profile gedrückt und somit verformt werden. Dadurch könnte sich der einzelne Neigungswinkel verändern, was bei Sonnenschein und entsprechendem Lichteinfall gut ersichtlich wäre.Um die notwendige Stabilität zu gewährleisten, empfahl die beauftragte Firma Sprich AG Maschenstrukturen, die einst vorgesehene Matrialdicke der Streckmetalle von 2 mm auf 3 mm zu erhöhen, was sich schlusslich als richtig herausstellte. Diese Anpassung führte auch dazu, dass die vertikale Rasterung der Grundkonstruktion und somit der Elementbreiten von 600 mm auf 1200 mm ausgedehnt werden konnte. Diese Massnahme ersparte zusätzlich auch Kosten und reduzierte die Montageaufwände. Dies insbesondere darum, weil die Isolation für die Befestigung der nun reduzierten Wandkonsolen alle ausgeschnitten werden mussten. Die Unterkonstruktionen sowie die Montage der Streckmetallelemente erfolgte durch die Firma Werth AG in Kägiswil. Die genaue Rastereinteilung der Unterkonstruktion basiert auf den Breitenmassen der Streckmetallmaschen, so dass die einzelnen Tafeln rechts und links «geschlossene ganze Maschen» aufweisen und somit bei den Stössen vertikal ein sauberer Übergang zwischen den Maschen entsteht. Oben und unten sind die Streckmetallmaschen auf «geschlossene ganze Maschen» produziert und gewähren dadurch eine harmonische Ansicht.Streckmetallfassade mit minimalen ToleranzenUm der Fassade ein möglichst grobes und charakteristisches Aussehen zu verleihen, wurde eine der grösseren Streckmetallmaschen verwendet. Die Wahl der Masche viel auf eine150-mm-Masche mit breitem Knoten, die in der modernen Architektur oft zum Einsatz kommt. Um die geforderte Präzision der Maschen zu gewährleisten, kamen für die Herstellung Aluminiumbleche zur Anwendung. Zu den grössten produktionstechnischen Herausforderung zählte die Anforderung, die maximal 1200 mm ² 4765 mm messenden Elemente mit kleinstmöglichen Masstoleranzen herzustellen. Schliesslich gelang es der Sprich AG, Maschenstrukturen, diese langen Tafeln mit geringster Toleranz von nur +/– 7 mm in der Länge, auf geschlossene Maschen zu produzieren.Für die Gebäudehülle sollte eine Farbe gewählt werden, welche die Produkte von Bruno's Best widerspiegelt. Nach mehreren Bemusterungen von verschiedenfarbigen, grossen Streckmetalltafeln fiel die Wahl auf die Farbe auf IGP-Dura xal-classic 33, die optisch einer Sauce aus dem Repertoire von Bruno's Best entspricht. Zudem gilt diese IGP-Farbe als qualitativ hochstehend und sehr beständig. Wie bereits erwähnt, zählte die optimale Lichtdurchlässigkeit der Fassade zu den wichtigen Anforderungen. Mit dem Produkt Streckmetall wurden alle diese Anforderungen sehr gut erfüllt. Bei einer Ansicht von 90 Grad auf das Streckmetall wird ein offener Anteil dieser geschlossenen Masche von rund 30 Prozent erreicht. Doch bei einer schrägen Ansicht wird im optimalen Neigungswinkel eine freie Fläche von ca. 60–70 Prozent erreicht. Dieser sehr hohe Wert der freien Fläche der Streckmetalle lässt viel Tageslicht durch und erfüllt die Anforderung, genügend Licht in die Innenräume zu führen, bestens. Der weitere Vorteil besteht darin, dass die dahinter liegenden Fenster keine direkte Sonneinstrahlung erhalten und Meteorwasser durch die lamellenförmige Struktur des Streckmetalls nach aussen abgeleitet wird.FazitEinmal mehr ist es gelungen, mit Streckmetall und den entsprechenden Fachpartnern ein eindrucksvolles und imposantes Bauwerk zu verkleiden. Es zeigt die hohe Funktionalität, die kein anderes Material so erfüllt. Die Gebäudehülle entfaltet eine hochkarätige Wirkung von architektonischen Werten in zukunftsweisender Richtung.