Mai 2019
Mai 2019

Square – Formvollendung in Glas und Stahl

KONSTRUKTIVER GLASBAU

Auf dem Campus eines globalen pharmazeutischen Unternehmens mit Sitz in der Region Basel realisierte Ruch im Rahmen des Projekts Square einen vollverglasten Pavillon sowie ein elegantes Treppenhausdach in Stahl. Die formschönen Objekte bilden dabei wichtige Gestaltungselemente in einer ästhetisch einladenden Parkanlage.


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 Elegant, leicht, schlicht und funktional – mit diesen Attributen lässt sich der vollverglaste Pavillon beschreiben. Der Stahl-Glas-Bau hat eine Rahmenkonstruktion mit schlanken, eleganten Stützen. Im Park harmonisch eingebettet, ist er ein Ort der Begegnung und ideal für die Durchführung von Anlässen. Sein Glasdach über dem zentralen Aufgang zum Untergeschoss bietet Schutz vor Wind und Wetter. Der darunterliegende multifunktionale Keller dient in erster Linie als Einstellhalle für Fahrräder.
Innovation durch Interdisziplinarität
Damit die hohen gestalterischen und funktionalen Ansprüche erfüllt werden konnten, war bereits bei der Planung durch EBP eine bereichsübergreifende Arbeitsweise zwischen den Fachleuten aus den Bereichen Fassaden- Engineering, Bauingenieurwesen sowie Elektro- und Sanitärplanung ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Diese wurde durch die Ausführungskompetenz von Ruch optimal ergänzt.
Die Verschmelzung der Innen- mit der Aussenwelt
Die ausgereiften Lösungen zeigen sich in vielfältiger Weise. Zum Beispiel sind die längsseitigen Glaswände geschuppt ausgebildet und können ineinander zusammengeschoben werden. Damit lässt sich der Pavillon seitlich öffnen. Beim Entwicklungsprozess galt es zu experimentieren, mit welchem Schuppungswinkel die Glasschiebewände ineinandergleiten können, um maximale seitliche Öffnungsgrössen zu erreichen. Dabei musste der gleiche Winkel in der Ecke um einen bestimmten Radius «gedreht» werden, ohne dabei die Glasabstandsmasse zu verändern. Bei diesem Konzept handelt es sich um eine Eigenentwicklung von EBP nach gestalterischen Vorgaben von Good Form Studio, welche von Ruch weiter verfeinert und optimiert wurde.
Speziell zu berücksichtigen waren Sicherheitsaspekte, da der Pavillon über dem Notausgang der Einstellhalle steht. Die beiden Ganzglas-Fluchtwegtüren wurden so gestaltet, dass sie sich visuell möglichst wenig von den Glasschiebewänden unterscheiden und trotzdem den Normanforderungen genügen. Ein wichtiges funktionales Element sind zudem die Führungsschienen unter den Glaswänden, die zugleich als Entwässerungsrinnen dienen.
Das Resultat überzeugt, die Mission ist erfüllt. Dank der sechs Meter langen seitlichen Öffnungen können das Aussenleben, der Sonnenschein und der Duft der Pflanzen im Gebäude unmittelbar wahrgenommen werden.
Weil Luft durch die offenen Fugen der Glaswände und des Dachs in den Pavillon dringt und so auf natürlich Art zirkulieren kann, wird eine Überhitzung im Raum verhindert. Auf dem Dach schützt eine Gegenzug-Wintergartenmarkise ohne seitlichen Lichteinfall und mit windstabilen Führungsschienen vor den Sonnenstrahlen und grellem Licht. Die ganze Technik wurde in den umlaufenden Dachrand und die Leitungsführung (Elektro und Wasser) in den Stahlbau integriert – jederzeit zugänglich und trotzdem unsichtbar.