Januar 2018
Januar 2018

Solargeländer - eine sinnvolle Investition

ENERGIE UND METALLBAU

Auf Hausdächern zählen Solaranlagen mittlerweile zum Standard. Weniger bekannt und verbreitet ist die Option, Solarpanels im Geländer zu integrieren. Ob sich eine solche Investition auch finanziell lohnt oder gar eine Rendite abwirft, dies erfahren Sie im Beitrag


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Am Mehrfamilienhaus De Vios in Fiesch waren die bestehenden Geländer in die Jahre gekommen und eine Sanierung drängte sich auf. Nach entsprechenden Abklärungen entschied sich die Bauherrschaft, die alten, massigen Geländer durch leicht wirkende Glas-Metall-
Geländer zu ersetzen. Zudem sollten diese auch
Strom erzeugen. Für die technische Umsetzung kontaktierte die Bauherrschaft die P. Imhof AG Metallbau in Lax. Die Laxer Metallbauunternehmung ist Mitglied bei Solar-Metall-
bau, einer Vereinigung von erfahrenen Anbietern im Bereich Solartechnik und Metallbau.
Vertikalpanels an den Geländern
Die Panels in den Balkongeländern sind vertikal montiert. Das gibt gegenüber schräg liegenden Dachpanels wohl einen weniger hohen Spitzenertrag im Sommer, wenn die Sonne hoch steht. Dafür ist der Ertrag im Winter bei flachem Einstrahlwinkel wesentlich besser. Auch die Tageskurve kann viel breiter sein, da an zwei oder gar drei Balkonseiten Solarpanels eingesetzt werden können. Zudem sind Geländerpanels nie eingeschneit und die Verschmutzung ist wesentlich geringer.
Wie weit sich eine solche Investition in rein finanzieller Hinsicht rechnet, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dabei gilt es zu beachten, dass sich heute nicht alle Zahlen für die nächsten 25 Jahre genau vordefinieren lassen. Gewisse Annahmen - wie beispielsweise für die Entwicklung der Vergütungssumme für die Einspeisung in das öffentliche Netz - müssen getroffen werden.
Realistische Kalkulation
Am Mehrfamilienhaus De Vios in Fiesch sind drei neue Balkongeländer mit je acht PV-Panels von 5,85 kWp angebracht worden. Diese ergeben einen geschätzten Jahresertrag von 3600 kWh und einen im Voraus berechneten Jahresertrag von 4129 kWh. Im ersten Jahr konnte jedoch ein effektiver Ertrag von 4665 kWh erreicht werden. Nun stellt sich die Frage: Wird der gewonnene Strom in das öffentliche Netz eingespeist oder kann die gewonnene Energie im eigenen Gebäude über Speicheranlagen genutzt werden. Wird der Strom in das öffentliche Netz gespeist, lässt sich über einen Zeitraum von 25 Jahren (Leistungsgarantie der Panel-
hersteller) folgende Rechnung erstellen: Die generierten 4665 kWh pro Jahr werden zu 7,55 Rp vergütet. Dies ergibt pro Jahr Fr. 350.-. Die Hochrechnung für 25 Jahre, minus Sicherheitsfaktor 10% (Faktor 0,9) ergibt eine Vergütung von Fr. 7875.- für die 25 Jahre. Kann der gewonnene Strom jedoch im eigenen Hause genutzt werden, reduziert sich der teurere Fremdbezug entsprechend: Es lässt sich folgende Rechnung erstellen: Der externe Strombezug lässt sich um die gewonnenen 4665 kWh pro Jahr reduzieren. 4665 kWh à 14,00 Rp ergeben pro Jahr Fr. 653.-. Die Hochrechnung für 25 Jahre, minus Sicherheitsfaktor 10% (Faktor 0,9) ergibt eine Vergütung von
Fr. 14 692.- für die 25 Jahre. Auf-
grund der berechneten Erlöse von
Fr. 7875.- bei Einspeisung in das
öffentliche Netz oder Fr. 14 692.-
bei Eigennutzung lassen sich die folgenden Kalkulationen erstellen: Die Gesamtkosten für die neuen Solargeländer belaufen sich auf Fr. 30 370.-. Ein Standardgeländer mit Füllung aus Verbundsicherheitsglas würde gemäss Kalkulation der P. Imhof AG Fr. 18 940.- kosten. Dieser Betrag wird vom Gesamtpreis abgezogen. Der Betrag von Fr. 5368.- für die Einmalvergütung (EiV) Swissgrid kann ebenfalls in Abzug gebracht werden. Somit kann bei der Variante Eigennutzung ein Gewinn von
Fr. 8630.- und bei der Variante mit Einspeisung ins Netz ein Gewinn von Fr. 1813.- realisiert werden (siehe Tabelle).