April 2019
April 2019

Schneller und besser durch Vorfertigung

FENSTER / FASSADEN

Viel Aluminium und Glas, die gradlinige, moderne Architektur sowie eine drei- und fünfeckige Gebäudeform sorgen für den speziellen Blickfang bei zwei neuen Bauten am Universitätsspital in Lausanne (CHUV).


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Das Altdorfer Metallbauunternehmen Ruch produzierte für die Büro- und Sprechstundengebäude des CHUV in Lausanne die Elementfassaden
aus Aluminium und Glas sowie eine Pfosten-Riegel-Fassade aus Stahl für die
Eingangsbereiche der Häuser. Weil sich die Gebäude unmittelbar bei der Autobahnausfahrt befinden, wurde bei der Fassade auf eine hohe
Schalldämmleistung Wert gelegt. Auch bezüglich Nachhaltigkeit überzeugen die Bauwerke:
Sie erfüllen den Minergie-Standard und sind mit Recycling-Beton gebaut.
Ruhiger Rhythmus
Durch ihre terrassenförmigen Ebenen und die mit Erkern unterbrochenen Fronten wirken die Gebäude speziell. Weil alle Elemente gleich aufgebaut sind, ist der architektonische Rhythmus ruhig. Das Attikageschoss ist zurückversetzt
und bietet einen imposanten Blick auf die Stadt Lausanne und den Genfersee.
Vorproduziert wurden die Elementfassaden in den Produktionshallen von Ruch in Altdorf.
Einerseits konnte mit diesem Vorgehen die Qualität besser überwacht, andrerseits die
Montagezeiten auf der Baustelle massiv reduziert werden. Die spezielle Architektur verlangte unterschiedliche Fassadenelemente: Elemente
mit Lüftungsflügeln und äusserem Sonnenschutz, mit Türen oder ausschliesslich mit Glas und einem Paneel. Speditive Fertigungsprozesse und Logistik
Ein sechsköpfiges Team fertigte 365 Elemente einbaufertig vor. Als Erstes wurden auf dem Stabbearbeitungscenter die isolierten Sonderaluminiumprofile
gefertigt. Danach erfolgten
der Zusammenbau, die Verglasung und das
sorgfältige Verladen auf die speziell tief liegenden
Wechselpritschen.
Weil die bis 800 Kilogramm schweren
Bauteile in den Produktionshallen viel Platz
beanspruchten, waren clevere Prozesse, eine
sorgfältige Planung, die speditive und präzise
Fertigung sowie das optimale Timing bei der
Auslieferung und der Zwischenlagerung in
Avenches entscheidend für den Projekterfolg.
Das Zwischenlager in der Romandie funktioniere
als «Puffer» wegen der engen Platzverhältnisse
in Altdorf und auf der Baustelle in
Lausanne. Dort sorgte ein vier- bis sechsköpfiges
externes, französischsprechendes Team für
die reibungslosen Montagearbeiten in hoher
Kadenz. Sobald wieder «Nachschub» nötig
war, konnte der Chefmonteur die Elemente
«just in time» aus dem Zwischenlager in Avenches
abrufen.
«Dank der sehr guten Planung und Vorbereitung
haben wir dieses doch herausfordernde
Projekt trotz des engen Terminkorsetts, der
unterschiedlichen Sprachen und der grossen
Distanzen erfolgreich abschliessen können»,
meint Inhaber und CEO Andreas Ruch zusammenfassend
zu den gelungenen Arbeiten. Er
doppelt nach: «Und das Wichtigste ist: Alle
Beteiligten sind zufrieden.»