Juni 2026
Juni 2026

Erweiterte Umfrage

 

Revision Metallbaukonstrukteurin EFZ / Metallbaukonstrukteur EFZ

Die Revision der beruflichen Grundbildung Metallbaukonstrukteurin EFZ / Metallbaukonstrukteur EFZ schreitet weiter voran. Die interne Anhörung der Trägerschaft zeigt eine breite Zustimmung zu den Entwürfen von Bildungsverordnung und Bildungsplan. Einzelne zentrale Fragestellungen werden nun im Rahmen einer erweiterten Umfrage nochmals vertieft.

Text: Nicole Dalmus, Metaltec Suisse

Die berufliche Grundbildung Metallbaukonstrukteurin EFZ / Metallbaukonstrukteur EFZ befindet sich in der Totalrevision. Im Rahmen des Berufsentwicklungsprozesses des SBFI wurde die interne Anhörung der Trägerschaft durchgeführt. Insgesamt nahmen 167 Personen aus Lehrbetrieben, üK-Zentren und Berufsfachschulen an der Online-Befragung teil.
Die Ergebnisse zeigen eine breite Zustimmung zur Stossrichtung der Revision. Der Entwurf der Bildungsverordnung wurde von 88,07% der Teilnehmenden unterstützt, der Bildungsplan von 96,47%. Auch die Übersicht der Handlungskompetenzen stiess mit 97,65% Zustimmung auf eine sehr positive Resonanz. Damit wird deutlich, dass die stärkere Ausrichtung auf Handlungskompetenzen in der Branche grundsätzlich mitgetragen wird.
Ein zentrales Thema bleibt die Anzahl Lektionen im Bereich Berufskenntnisse. Aufgrund der gestiegenen fachlichen und methodischen Anforderungen soll diese gemäss geplanter Lektionentafel auf insgesamt 1800 Lektionen erhöht werden. Vorgesehen sind im 1. Lehrjahr zwei Schultage pro Woche und im 2. bis 4. Lehrjahr je ein Schultag pro Woche. Die Umsetzung ist mit der Berufsmaturität vereinbar und führt im 1. Lehrjahr zu keinen zusätzlichen Schultagen, da Lernende mit Berufsmaturität bereits heute zwei Tage pro Woche die Berufsfachschule besuchen. Bereits in der ersten Anhörung sprachen sich 90 % der Teilnehmenden für diese Lösung aus.
Ein weiterer Punkt betrifft die Integration sicherheitsrelevanter Inhalte in die überbetrieblichen Kurse. Vorgesehen ist, PSAgA im üK 2 und Hubarbeitsbühnen im üK 3 zu behandeln. Während PSAgA weiterhin Bestandteil der überbetrieblichen Kurse sein soll, wird die Integration der Hubarbeitsbühnen aufgrund der eingegangenen Rückmeldungen in der erweiterten Umfrage nochmals separat aufgenommen.
Auch die künftige Berufsbezeichnung wird nochmals vertieft betrachtet. Die Arbeitsgruppe empfiehlt die Bezeichnung Metallbau- und Fassadenplanerin EFZ / Metallbau- und Fassadenplaner EFZ. In der ersten Anhörung bevorzugten 56,63% der Teilnehmenden diese Variante, während 43,37% die kürzere Bezeichnung Metallbauplanerin EFZ / Metallbauplaner EFZ unterstützten. Aufgrund dieses knappen Ergebnisses soll die Einschätzung der Branche nochmals gezielt eingeholt werden.
Mit der erweiterten Umfrage sollen die offenen Punkte transparent geklärt und breit abgestützt werden. Die Resultate fliessen in die weitere Bearbeitung der Bildungsverordnung und des Bildungsplans ein. Ziel der Revision ist eine zukunftsgerichtete, praxisnahe und schweizweit abgestimmte berufliche Grundbildung für Metallbaukonstrukteurinnen und Metallbaukonstrukteure EFZ.  ■

Zur Online-Umfrage: Hier