Juli 2016
Juli 2016

Mittendrin statt nur dabei

GELÄNDERBAU

Seit Mitte des letzten Jahres hat in Wetzikon ein markanter Neubau dem alten Turnhallengebäude der Sekundarschule aus den Siebzigerjahren Platz gemacht. Im Innern des Gebäudes sticht das Ganzglasgeländer auf der Zuschauertribüne ins Auge -und besticht durch seine hohe Transparenz und Einfachheit.


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Unter der Bauherrschaft der Sekundarschulgemeinde Wetzikon-Seegräben konnte 2015 die neue Mehrzweckhalle Egg eingeweiht werden. Der markante Neubau besticht dabei nicht nur durch seine architektonischen Komponenten, sondern auch durch die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten. Die Halle bietet Raum für den Turnunterricht der Schulklassen und bietet auch zeitgemässe Infrastrukturen für die Sportvereine. Für die Sportveranstaltungen verfügt sie über eine spezielle Tribüne. Die Zuschauer sind in Wetzikon mittendrin im Geschehen und nicht nur dabei. Denn von ihren Sitzplätzen aus haben sie freie Sicht. Das Ganzglasgeländersystem Vitrobar, eine Eigenmarke der Pestalozzi und Co AG, macht es möglich.
Nur ein Produkt kam in Frage
«Von den Architekten war eine Ganzglaslösung konzipiert worden und diese war dann auch so in der Ausschreibung festgelegt», erinnert sich Roman Rüttimann, Geschäftsführer der Ernst Weber AG in Wetzikon. Der Metallbauer, der für die Ausführung der Arbeiten offerierte, war damals auf der Suche nach dem idealen Produkt. Die Herausforderungen bei Gebäuden der öffentlichen Hand sind weit grösser als bei Wohn- oder Geschäftshäusern. Die Lastanforderungen an die Ganzglasgeländer waren demnach weit über den Kapazitäten der handelsüblichen Produkte - 1,6 kN/m
Linienlast waren gefordert. Und dies nicht etwa bei einer Standardhöhe von 1m. Aufgrund der gleich hinter dem Ganzglasgeländer platzierten, treppenartig aufsteigenden Tribüne mussten die Gläser 1,32 m aus dem Boden ragen. Und dabei an der Oberkante die 1,6kN/m Linienlast aushalten.
«Wir haben uns also auf dem Markt umgesehen und einige Firmen angefragt. Es stellte sich dann schnell heraus: Die Pestalozzi-Gruppe war die einzige, die uns ein Produkt anbieten konnte, das unsere Anforderungen erfüllte», sagt Rüttimann. «Die Anfrage kam genau zur richtigen Zeit», erinnert sich Urs Bopp, Leiter Systemtechnik bei der Pestalozzi und Co AG. «Wir tüftelten gerade an einem Produkt, das weit mehr aushalten kann als die handelsüblichen Alternativen.» Vitrobar kam zum Einsatz.
Die technische Machbarkeit und die ästhetischen Wünsche der Architekten kollidieren oft. Bei der Mehrzweckhalle Egg konnten dank dem innovativen Ganzglasgeländersystem aber für einmal beide Bedürfnisse befriedigt werden und Roman Rüttimann war bereit, mit seinem Team die Ausführungsplanung aufzunehmen. «Wir standen unter Zeitdruck und das Produkt konnte noch keinen Statikbericht liefern», erzählt der Metallbauer und fügt an: «Doch gemeinsam mit Ingenieur Corsin Roffler und der Pestalozzi Stahltechnik war auch das letzte Puzzlestück schnell beschafft und wir konnten loslegen.» Das Resultat kann sich sehen lassen!
Schnell und einfach montiert
Ganzglasgeländersysteme existieren nun schon seit einigen Jahren. Viele von ihnen hatten lange mit Kinderkrankheiten zu kämpfen. Die Entwässerung war beispielsweise bei einigen nicht geregelt - die Schäden dementsprechend hoch. Diese Kinderkrankheiten sind nun aber ausgemerzt. «Die Pestalozzi-Gruppe war mit ihrem System schon damals am weitesten vorangeschritten», erinnert sich Rüttimann.
Und auch heute noch liegen die Vorteile des Ganzglasgeländersystems der Pestalozzi Stahltechnik auf der Hand. Durch die Trockenverglasung entfällt ein mühsamer Montagevorgang, das System wird mit dem üblichen Werkzeug und in einem Arbeitsgang platziert. «Auch die Glaswinkelkompensation macht Vitrobar zu dem Top-Produkt», sagt Bopp. Und in der Tat, bei vielen Systemen ist die Nachjustierung der Gläser schwierig, wenn nicht gar unmöglich. Dies ist für den Verbauer äusserst mühsam und erfordert millimetergenaues Arbeiten. «Vitrobar ist sehr schnell und sehr einfach montiert und mit wenigen, einfachen Schritten erhält man eine pfeilgerade Kante», erzählt Rüttimann. «Ich kann mich nicht belügen»
In einer Branche, die tagtäglich unter grossem Preisdruck steht, sind jedoch auch immer die Kosten massgebend. Auch hier kann das Produkt mithalten - wenn auch erst auf den zweiten Blick. Rüttimann setzt grossen Wert auf genaue Kalkulationen und weiss deswegen genau, was Sache ist. «Ich kann und darf mich nicht belügen», sagt er. «Ich muss bei jedem Auftrag auch die Stunden meiner Arbeiter seriös einrechnen.» Durch die schnelle und einfache Montage punktete Vitrobar. Und auch in der Nachhaltigkeitsfrage ist das System Spitzenreiter. Durch die Trockenverglasung entstehen keine giftigen Verbundwerkstoffe, geht einmal eine Scheibe zu Bruch, kann sie problemlos ersetzt werden. Ein System also, das Design und Technik verbindet und sowohl für Architekten als auch für Metallbauer seinen Reiz hat. Vitrobar ist Leichtigkeit gepaart mit Eleganz, das Sicherheit und Wirtschaftlichkeit in sich vereint. Und schon bald legt die Pestalozzi + Co AG noch eine Schippe drauf. Im September 2016 wird das neuste Produkt in der Vitrobar-Reihe marktreif sein: Vitrobar 20. Ausgestattet mit einem Profilsystem für 20 mm dünne Gläser und mit allen Vorteilen des bewährten Systems.