Januar 2017
Januar 2017

Komplexe Fronten für den Hauptbahnhof Zürich

GLAS UND METALL

Der Hauptbahnhof Zürich steht in einem ständigen Wandel. Auf verschiedenen Ebenen in diversen Trakten sind während der vergangenen Jahre modernste Erschliessungen und Ausbauten entstanden. Die Blaser Metallbau AG hat – zum Teil in Arbeitsgemeinschaft mit R+G Metallbau AG – im Bereich Bahnhof Löwenstrasse riesige Flächen anspruchsvollster Metall- und Glasabschlüsse geliefert und montiert.


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Der unterirdische Durchgangsbahnhof Löwenstrasse im Hauptbahnhof Zürich bringt nicht nur räumliche Entlastung innerhalb der grössten Verkehrsdrehscheibe der Schweiz. Mit seinen beinahe 40 Geschäften bietet er auch attraktive Einkaufsmöglichkeiten für die gegen 400 000 Personen, die täglich ankommen, abreisen und umsteigen. Für die hellen Passagierbereiche baute die ARGE Blaser Metallbau AG / R+G Metallbau AG mehr als 2500 m2 edel wirkende Verkleidungen und Abschlüsse. Während die grossflächigen Wandverkleidungen ausschliesslich aus emaillierten Aluminiumblechen hergestellt sind, kamen für die Verkleidungen im Bereich der Verkaufsgeschäfte geschliffene Edelstahlbleche in Kombination mit verglasten Schaufenstern und Türen zur Anwendung.
Ein anspruchsvoller, umfangreicher Auftrag
«Als die Ausschreibung bei uns auf dem Tisch lag und wir deren Inhalt ein erstes Mal sichteten, war uns sehr bald klar, dass dieser Auftrag nicht allein mit einem preislichen Angebot zu gewinnen ist», erläuterte Heier Blaser, Mitinhaber und Geschäftsführer der Blaser Metallbau AG, gegenüber der «metall». Weiter fügte er an: «Die technischen und die logistischen Anforderungen für diese komplexen Bauteile waren sehr hoch. Somit entschieden wir uns, den zu offerierenden Auftrag möglichst genau zu beurteilen und uns so ein Gesamtbild zu verschaffen. Mit dem erworbenen Background entwickelten wir bereits in der Angebotsphase – in ARGE mit der R+G Metallbau AG – einzelne wichtige Lösungen. So waren wir in der Lage, der Bauherrschaft nicht nur unser finanzielles Angebot zu unterbreiten, sondern dieses zusammen mit einem Gesamtkonzept einzureichen. Das Gesamtkonzept beinhaltete unter anderem die technische Machbarkeit, die logistischen Lösungen, die beschaffungstechnischen Angelegenheiten und auch unsere Strategie zur Einhaltung der Ecktermine. Rückblickend darf ich sagen, dass uns die Ausarbeitung dieses ganzheitlichen Angebots schliesslich den Weg zum Auftrag ebnete.»
Festverglasungen Pfosten-Riegel
Sämtliche transparenten, nicht beweglichen Fronten sind als Pfosten-Riegel-Konstruktionen ausgebildet. Diese stehen unten auf dem Betonboden und sind oben höhendilatierend an die Betondecke befestigt. Hier und auch bei allen anderen Bauteilen legten die Architekten höchsten Wert darauf, dass keinerlei Teile, Ecken oder Kanten vorstehen. Sie könnten in den hochfrequentierten Passagierbereichen zu Problemen oder gar Unfällen führen. Diese Vorgabe ist mit ein Grund, weshalb alle Pfosten-Riegel-Fronten frei von Deckschalen SSG-verglast sind. Hierfür kam ein 2-Fach-Isolierglas, aussen ESG 8 mm mit Heat-Soak-Test und innen ein Verbundsicherheitsglas (VSG) P6B für Einbruchwiderstandsklasse RC 4 zur Anwendung. Der geforderte Ug-Wert lag bei 1,1 W/m2K.
Das verwendete Pfosten-Riegel-System ist eine eigens für dieses Projekt entwickelte Lösung. Es besteht aus stranggepressten, mit integriertem Flachstahl verstärkten Aluminiumprofilen mit lediglich 36 mm Ansichtsbreite (innen) und 176 mm Bautiefe. Aussen zeichnen schwarze, nur 20 mm breite Fugen den Elementraster. Die rund 150 mm hohen Sockelbleche sowie die seitlichen Anschluss- und Übergangsprofile sind aus geschliffenen Edelstahlblechen hergestellt und vertiefen durch ihre Optik das edle Erscheinungsbild der Fronten.