November 2018
November 2018

Hochhausensemble Tower und Cube

FASSADENBAU

Im Jahr 2011 begann die Entwicklung des Areals «WestLink» in Zürich mit dem Bau des Veloparkhauses «Connex» und dem «Plaza». Nun sind auch «Tower» und «Cube» im Auftrag der SBB realisiert worden. Die beiden – von Burkhard Meyer Architekten geplanten – Bauten sind mit Elementfassaden aus Glas und Schüco-Aluminiumprofilen eingekleidet.
Die Ausführung realisierten die ARGE Aepli Metallbau AG und die Ernst Schweizer AG.


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Anforderungen in eine elegante Form übersetzt. Gestalterisch verkörpert die Fassade die Idee eines «Gewebes», das das Gebäude bekleidet: Die horizontal durchlaufenden Hauptsimse bilden die vorgespannten «Kettfäden», an den durchbrochenen Zwischensimsen wechseln die «Schussfäden», die Sonnenstoren, ihre Richtung von konkaver zu konvexer Wölbung.
Die 16 600 m2 grosse Fassadenfläche des Towers besteht aus rund 3200 Fensterelementen und Festverglasungen. Die Planer entschieden sich für das hochwärmedämmende Aluminiumprofilsystem Schüco AWS 75 BS.HI in Verbindung mit dem Schüco Sonnenschutz CTB: Nicht nur, weil sich damit Fenster und Festverglasungen in gleicher Aussenansicht herstellen lassen, sondern auch, weil die aufeinander abgestimmte Kombination von Fassaden- und Sonnenschutzsystem in vielerlei Hinsicht Synergieeffekte bietet. Der extrem windstabile, aussenliegende Sonnenschutz Schüco CTB wurde vollständig in die Fenster- und Fassadenelemente integriert. Die einzelnen Elemente haben ein Format von 1350 ³ 3045 mm und wiegen bis zu 400 kg; sie wurden komplett vorgefertigt und rundum formschlüssig am Rohbau montiert. Aufgrund der sehr begrenzten Möglichkeiten der Elementfassade – Toleranzen im Rohbau aufzunehmen – wurde der Rohbau während der Erstellung fortlaufend geschossweise vermessen und Abweichungen korrigiert. Dadurch konnten die für ein Hochhaus relevanten Anforderungen an Schlagregensicherheit und Luftdichtigkeit sichergestellt werden.
Neben den Rohbautoleranzen und Rohbauverformungen lag eine grosse Herausforderung darin, mit einer einschichtigen Fassade das bewertete Schalldämmmass von R‘w + Ctr 42 dB zu erreichen. Das erforderte, neben einer sorgfältigen Planung und Fertigung, eine vorgezogene Schallmessung bei der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (EMPA), um die Konstruktion für die Serienfertigung freigeben zu können. Alle Fassadenelemente wurden grundsätzlich nach dem gleichen Konstruktionsprinzip gefertigt und den unterschiedlichen bauphysikalischen und schalltechnischen Anforderungen von Tower und Cube entsprechend adaptiert. Zur integralen Qualitätssicherung wurde darüber hinaus im PQM die Ausführung der Schnittstellen definiert und kontrolliert, um Schallnebenwege auszuschliessen. Ist dies schon bei der Fertigung in der Werkstatt eine Herausforderung, so erst recht bei der Montage vor Ort – zumal wenn die Arbeiten zügig vorangetrieben werden sollen. Der sehr ambitionierte Gesamtbauzeitenplan erforderte von der ARGE, bestehend aus zwei renommierten Schweizer Fassadenbaufirmen, eine standortübergreifende Prozess-, Termin- und Logistikkoordination. In der Verantwortung der Aepli Metallbau AG, Gossau, lagen die Planung, Fertigung und Montage des Cube, der EG-Fronten sowie der Stirnseiten des Towers.