April 2015
April 2015

Hightech-Fassade für ein Bürohaus

TRENDS IM FASSADENBAU

Umweltkriterien haben heutzutage beim Bau von Bürogebäuden eine hohe Priorität. Der Wunsch nach ästhetisch ansprechender Architektur, umgesetzt in hoch energieeffizienten Gebäudehüllen, bestimmt zunehmend die Arbeitswelt von morgen. Dass anspruchsvolle architektonische Konzepte sich auch in nachhaltig bewirtschafteten Gebäuden realisieren lassen, zeigt das «Lux Building» im Norden Zürichs. Auf halber Strecke zwischen Flughafen und Stadtzentrum gelegen, setzt das vom Architekten Roger Nussbaumer entwickelte Projekt auf eine klimaschonende Bauweise, die den strengen Kriterien des Schweizer Minergie-Standards entspricht.


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Mit einer Höhe von 36 Metern erweist sich das Bürohaus als weithin sichtbare Landmarke. Die rundum vollverglaste Fassade verspricht nicht nur ein einladendes, lichtdurchflutetes Ambiente in Arbeits- und Besprechungsräumen, sie ist zugleich ein wesentlicher Baustein des Energiekonzepts: Die Verglasung lässt einerseits viel natürliches Tageslicht einfallen ohne zu blenden und ermöglicht es dem Nutzer andrerseits, einzelne Fensterelemente zu öffnen. Damit sind entscheidende Kriterien für eine hohe Zufriedenheit am Arbeitsplatz gegeben. Flächenbündiger Glasmantel über ganze Gebäudehöhe Die Erschliessung der Büroetagen erfolgt über das Erdgeschoss, das mit fünf Meter Raumhöhe deutlich höher ist als die Büroetagen. In diesem Bereich besteht die Fassade aus einer Pfosten-Riegel-Konstruktion aus Stahlrohrprofilen und einer Aufsatzkonstruktion. Die Dreifach-Isoliergläser mit integrierten Storen sowie die Türen wurden mittels Structural Glazing als Einsatzelemente in die Tragstruktur gesetzt. Darin unterscheidet sich die Fassade im Erdgeschoss von den darüber liegenden Fassaden der Büroetagen, die flächenbündig mit den Stirnseiten der Betonböden verlaufen. In den rund drei Meter hohen Büroetagen wurde eine innere Fassade aus Aluminiumprofilen in Pfosten-Riegel-Bauweise auf die Primärstruktur aufgesetzt und mit Dreifach-Isoliergläsern (U-Wert 0,6 W/m2K) geschlossen. Sie ist mit raumhohen Fensterflügeln zum Öffnen ausgestattet. Auf der Aussenseite wurde - bündig mit den Betonstirnen - eine Vorverglasung aus Verbund-Sicherheitsglas aufgebracht, die mittels Glashaltepunkten und Längsprofilen mit dem Baukörper verbunden ist. Im geschützten Zwischenraum verläuft der bewegliche Sonnenschutz aus elektrisch bedienbaren Flachlamellenstoren. Die objektspezifisch angefertigte, filigrane Befestigung trägt wesentlich zum eleganten Erscheinungsbild der Fassade bei. Minergie-Standard und erhöhter Schallschutz Neben dem hohen Anspruch an ein ästhetisches Erscheinungsbild erfüllt die Fassadenkonstruktion die Richtlinien des Minergie-Standards; dazu dient der über die Fensterelemente erreichte Gesamt-U-Wert von ≤ 0,81 W/m2K. Angesichts des nahen Flughafens war darüber hinaus ein erhöhter Schallschutz im eingebauten Zustand von R'w = min. 42 dB gefordert, wobei speziell dem Spektrum des Fluglärms Rechnung getragen wurde