Januar 2020
Januar 2020

Glasdach - geometrisch anspruchsvoll

Glas und Metall

Das bestehende Giebeldach hoch über der Kirche der Kantonsschule Kollegium Schwyz war in die Jahre gekommen und musste ersetzt werden. Eingebettet zwischen dem runden Turm und dem Ziegeldach des angrenzenden Gebäudes, stellten die bedingte Zugänglichkeit sowie die Geometrie entsprechend hohe Anforderungen.


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Völlig Unspektakulär und unauffällig wirkte das alte, gläserne Giebeldach zwischen dem Rundturm und dem ebenfalls giebelförmigen Ziegeldach des angrenzenden Gebäudes. Mit seiner zusätzlichen Gitterkonstruktion, welche zum Schutz vor grossen Schneelasten und zur Verhinderung des Besteigens angebracht wurde, wirkte es schon beinahe idyllisch. Dass das Dach schon mehrere Anpassungen erfahren hatte, bewies die Tatsache, dass die alten Drahtgläser teilweise weit in das Mauerwerk hineingeführt wurden und ergänzende Abdichtungen verschiedenster Arten erkennbar waren.

Dach schützt nostalgische Kuppelverglasung
Obschon der direkt darunterliegende Raum nicht beheizt ist und kaum genutzt wird, war und ist das Dach für diesen Gebäudetrakt von höchster Bedeutung. Es liegt rund 25 m über dem Boden der grossen Kirche des Kollegiums und bildet die Aussenhaut. Direkt, nur rund
4 m tiefer, befindet sich eine der nostalgischen und geschichtlich wertvollen Dachkuppelverglasungen. Ein wesentlicher Anteil der natürlichen Belichtung der Kirche wird durch die Lichteinstrahlung durch diese beiden Verglasungen hindurch generiert.

Neues Glasdach, neuer Boden
Um die künftige Begehung dieses nur sekundär genutzten Raums sicherer und bequemer zu gestalten, entschied sich die Bauherrschaft, parallel zum neuen Glasdach auch einen neuen Boden aus Gitterrosten einzubauen.
«Die anspruchsvolle räumliche Geometrie der Gegebenheiten für das Glasdach, verbunden mit der beschränkten Zugänglichkeit sowie die unregelmässigen Radien und Höhenunterschiede für den Gitterrostboden, erforderte einige Gedankengänge zur Realisation», erklärte Stefan Weber, Inhaber und Geschäftsleiter der Paul Weber AG in Seewen bei Schwyz. «Eine weitere Herausforderung bestand darin» – so Weber weiter – «dass die alte Dachkonstruktion erst rückgebaut werden durfte, als die neuen Bauteile vor Ort waren, und somit Sondieröffnungen oder Ähnliches für die Massaufnahmen nicht in Frage kamen. Da der Innenraum gut zugänglich war und die vertikalen Konturen des äusseren Mauerwerks die Dachebene gegen innen durchdrangen, entschieden wir uns, die Massaufnahmen auf der Innenseite mit einem 3D-Laserscanner vornehmen zu lassen. So konnten alle zugänglichen, relevanten Punkte für das Dach sowie den Gitterrostboden dreidimensional aufgenommen und für die Ausführungsplanung aufbereitet werden.»