April 2021
April 2021

Gesicherte und überwachte Hauseingänge

Türen / Sicherheit / Briefkästen

Der Haupteingang gehört zu den Aushängeschildern des Hauses. Er repräsentiert das Innenleben gegen aussen und sollte entsprechend einladend wirken. Zudem müsste dieser Aussenabschluss ungebetene Gäste fernhalten, den berechtigten Personen jedoch den Zutritt auf einfache Art und Weise ermöglichen.


Login mit Magazin-Passwort

Danke für Ihr Interesse an unseren Inhalten. Abonnenten der Fachzeitschrift metall finden das Passwort für den Vollzugriff im Impressum der aktuellen Printausgabe. Das Passwort ändert monatlich.

Sollten Sie als interessierte Fachkraft im Metall-, Stahl- und Fassadenbau die Fachzeitschrift metall tatsächlich noch nicht abonniert haben, verlieren Sie keine Zeit und bestellen Sie Ihr persönliches Abonnement gleich hier.


Login als registrierter Benutzer

Jetzt registrieren und lesen.
Registrieren Sie sich um einzelne Artikel zu lesen und einfach per Kreditkarte zu bezahlen. (CHF 5,- pro Artikel)
Als registrierter Benutzer haben Sie jederzeit Zugriff auf Ihre gekauften Artikel.

Der Haupteingang repräsentiert das Gebäude. Sicherheit, Ästhetik, und Nutzerfreundlichkeit bilden die Hauptbedürfnisse.
Der Haupteingang repräsentiert das Gebäude. Sicherheit, Ästhetik, und Nutzerfreundlichkeit bilden die Hauptbedürfnisse.

Türen / Sicherheit / Briefkästen

Gesicherte und überwachte Hauseingänge

Der Haupteingang gehört zu den Aushängeschildern des Hauses. Er repräsentiert das Innenleben gegen aussen und sollte entsprechend einladend wirken. Zudem müsste dieser Aussenabschluss ungebetene Gäste fernhalten, den berechtigten Personen jedoch den Zutritt auf einfache Art und Weise ermöglichen.

Text und Bilder: Redaktion

Bei der Planung eines neuen Hauseingangs sollten alle Nutzerbedürfnisse eruiert und bewertet werden. Dass sich diese je nach Gebäudeart stark unterscheiden können, liegt auf der Hand. Ein komplexes Geschäftshaus oder eine Bank stellen ganz andere Ansprüche als beispielsweise ein Mehrfamilienhaus. Trotzdem – eine sorgfältige Eruierung der Bedürfnisse und eine entsprechende Umsetzungsplanung sollten sein.

Elektronische Systeme regeln den erteilten Berechtigungen entsprechend den Eintritt. Zutritte lassen sich auch zeitlich eingrenzen.
Elektronische Systeme regeln den erteilten Berechtigungen entsprechend den Eintritt. Zutritte lassen sich auch zeitlich eingrenzen.

Schutz vor Einbruch und Einschleichung

Für grössere, komplexe Geschäftshäuser wird üblicherweise durch den Fachplaner ein massgeschneidertes Sicherheitskonzept mit Zutrittskontrolle erstellt. Bei Mehr- oder Einfamilienhäusern wird jedoch gerne der beauftragte Metallbauer als Berater konsultiert. Dabei sollten die einzelnen Tür- und Fensterabschlüsse nicht nur isoliert beurteilt werden. Wichtig ist, dass die zusammengehörenden Sicherheitsbereiche als Einheit funktionieren. Dabei sollte nicht nur vor gewaltsamem Einbruch geschützt werden, sondern auch vor Einschleichung und den damit verbundenen Diebstählen oder Beschädigungen. Somit verdienen auch Türen und Fenster zu Tiefgaragen Kellern etc. Beachtung.

Bei Hauseingangstüren an Mehrfamilienhäusern ist es nicht immer einfach, für jede Situation das richtige Sicherheitssystem zu finden. Einerseits sollte die Türe den Bewohnern auf einfache Weise den Zutritt gewähren, andererseits aber unerwünschten Gästen den Zutritt in jedem Fall verwehren.
Hier haben rein mechanische Systeme genauso ihre Berechtigung wie elektronisch gesteuerte Komponenten. Wenn sich die Eingangsbereiche nicht oder nur bedingt mit elektrischen Zuleitungen bestücken lassen, bewährte sich in den vergangenen Jahren ein mechanisches, selbstverriegelndes Fluchttürschloss mit elektrischem Türöffner.

 

Die Auswahl an Sicherheitsschlössern und Beschlägen ist gross. Bei Mehrfamilienhäusern kann sich ein mechanisches, selbstverriegelndes Fluchttürschloss, allenfalls auch in Kombination mit einem elektrischen Türöffner, bewähren.
Die Auswahl an Sicherheitsschlössern und Beschlägen ist gross. Bei Mehrfamilienhäusern kann sich ein mechanisches, selbstverriegelndes Fluchttürschloss, allenfalls auch in Kombination mit einem elektrischen Türöffner, bewähren.


Mit diesem System sind Türen von aussen grundsätzlich verschlossen. Das Gebäude kann aber dank Panikfunktion von innen ohne Schlüssel jederzeit verlassen werden – bei Gefahr und im «Normalbetrieb». Ausserdem können die Türen über eine Gegensprechanlage oder ein Zutrittskontrollsystem geöffnet werden, auch wenn sie permanent durch die Selbstverriegelung verschlossen sind.
Bei komplexen Schlössern und Beschlägen helfen oftmals aufgedruckte QR-Codes. Darüber lassen sich Installationsinstruktionen und entsprechende Videos direkt herunterladen.

In Geschäftshäusern sollte neben den Kombinationen mit Motorschlössern oder elektrischen Türöffnern auch netzunabhängige mechatronische Zylinder mit Schlüssel- oder Badge-Systemen geprüft werden.

  

 

«Bei komplexen Schlössern und Beschlägen helfen oftmals aufgedruckte QR-Codes.»  

 

Zutrittskontrolle bei komplexen Geschäftshäusern

Zutrittskontrolle steuert den Zutritt über ein vom Betreiber festgelegtes Regelwerk, «Wer darf wann wohin». Somit erhalten nur berechtigte Personen Zugang zu den für sie freigegebenen Bereichen in Gebäuden. Die erteilten Zutrittsberechtigungen können zeitlich begrenzt werden. Die Ansteuerungen, Überwachungen und Freischaltungen erfolgen über eine netzwerkfähige Software. Diese von den Anbietern meistens eigenentwickelten Tools ermöglichen für die Zutrittskontrolle individuelle Kundenlösungen.

Die meisten auf dem Markt erhältlichen Systeme zeichnen sich durch einfache Handhabung und eine übersichtliche Oberfläche aus. Der Anwender kann sämtliche Zutritts- und Systemereignisse auf einen Blick einsehen und entsprechende Anpassungen vornehmen. Die Überwachung von Türen und Fenstern (offen, geschlossen, verriegelt) erfolgt über die Rückmeldung von elektronischen Schlössern, Riegel- und Magnetkontakten, Türöffnern und weiteren angeschlossenen Komponenten. Dadurch werden Manipulierungs- und Einbruchsversuche erkannt und Alarm ausgelöst.

Verschiedenste Identifikationsmittel: Es kommen Magnetkarten, Zahlencodes, biometrische Merkmale wie Fingerleser, Gesichts- oder Iriserkennung sowie Smartphones und weitere in Frage.
Verschiedenste Identifikationsmittel: Es kommen Magnetkarten, Zahlencodes, biometrische Merkmale wie Fingerleser, Gesichts- oder Iriserkennung sowie Smartphones und weitere in Frage.

 

Zur Erlangung des Zutritts wird ein Identifikationsmittel benötigt. Hierfür kommen Magnetkarten, Zahlencodes oder biometrische Merkmale wie Fingerleser, Gesichts- oder Iriserkennung sowie Smartphones und weitere in Frage. Die erlangten Informationen werden dann an die Zutrittskontrollzentrale zur Auswertung weiterleitet. Die Zutrittskontrollzentrale prüft die Zutrittsberechtigung und erteilt oder verweigert die Türfreigabe auch ohne permanente Verbindung zur übergeordneten Zutrittskontrollapplikation. Nach positiver Prüfung gibt dann ein elektrischer Türöffner, ein Motorschloss oder allenfalls ein elektrischer Türantrieb den Zugang frei.
  

Auch Türen und Fenster zu Tiefgaragen, Kellern etc. sollten bei der Sicherheitsplanung berücksichtigt werden.
Auch Türen und Fenster zu Tiefgaragen, Kellern etc. sollten bei der Sicherheitsplanung berücksichtigt werden.

 

Briefkastenanlage am richtigen Ort

Der Hauseigentümer ist verantwortlich, dass für jede Zustelladresse ein frei zugänglicher Briefkasten mit Brief-­ und Ablagefach eingerichtet wird. Bei Häusergruppen sowie bei Ein-­ und Zweifamilienhäusern sollen die Briefkästen an der Grundstücksgrenze beim Zugang zum Haus bzw. zur Häusergruppe aufgestellt werden wie beispielsweise am Standort, der am nächsten an der vom Zustelldienst befahrenen Strasse liegt.
Für die Beschaffung und die Installation einer Briefkastenanlage müssen gewisse Vorgaben zu Standort und Abmessungen beachtet werden. Dafür gelten die Vorschriften gemäss Postgesetz und Postverordnung vom 29. August 2012. Die Unterlagen können unter  www.postcom.admin.ch heruntergeladen werden.
In diesen Unterlagen sind auch Informationen über die Platzierung, Mindestmasse, Ausbildung, Beleuchtung, Materialien, Beschriftung und Einwurföffnung zu finden.
 

Briefkastenanlage in Kombination mit Paketboxen (unten).    Bild: Ernst Schweizer AG.
Briefkastenanlage in Kombination mit Paketboxen (unten).    Bild: Ernst Schweizer AG.

Paketboxen

Paketboxen sind verschliessbare Ablagefächer, die den Empfängern von Paketen den Gang zur Filiale ersparen. Sie können zusätzlich zu Briefkästen mit Brief-­ und Ablagefach eingesetzt werden. Paketboxen werden in verschiedenen Ausführungen auf dem Markt angeboten. Von der Post empfohlene Hersteller halten sich dabei an die Vorgaben und Vorschriften der Post. Grundsätzlich stellen Briefkasten, Ablagefach und Paketbox eine Einheit dar und müssen zusammen aufgestellt werden. Ideal ist mindestens eine grosse Paketbox für jeweils fünf bis sechs Haushalte. Unter www.post.ch / paketboxen sind die wesentlichen Informationen sowie eine Liste mit verschiedenen Herstellern zu finden. Das elektronische Schliesssystem der Paketboxen wird zur Sicherheit von der Post programmiert. Gegen eine kleine Gebühr übernimmt die Post auch den rechtzeitigen Ersatz der Batterien.  ■

Das Fachregelwerk Metallbauerhandwerk – Konstruktionstechnik enthält im Kap. 2.3.1 wichtige Informationen zum Thema «Metalltüren».