Juni 2015
Juni 2015

Fussgängerbrücke über den Ticino

FOOTBRIDGE 2014

Die als schweizweit einziges Projekt ausgewählte, 200 Meter lange Fussgängerbrücke wurde mit der «Nomination - Footbridge 2014» ausgezeichnet. Das Werk stellte in planerischer, ausführungstechnischer und logistischer Hinsicht höchste Ansprüche. Diese Auszeichnung ist der Beweis, dass sich die Planer und Unternehmen des Tessins dank ihrer planerischen Kreativität und Ausführungsqualität auch auf internationaler Ebene behaupten.


Login mit Magazin-Passwort

Danke für Ihr Interesse an unseren Inhalten. Abonnenten der Fachzeitschrift metall finden das Passwort für den Vollzugriff im Impressum der aktuellen Printausgabe. Das Passwort ändert monatlich.

Sollten Sie als interessierte Fachkraft im Metall-, Stahl- und Fassadenbau die Fachzeitschrift metall tatsächlich noch nicht abonniert haben, verlieren Sie keine Zeit und bestellen Sie Ihr persönliches Abonnement gleich hier.


Login als registrierter Benutzer

Jetzt registrieren und lesen.
Registrieren Sie sich um einzelne Artikel zu lesen und einfach per Kreditkarte zu bezahlen. (CHF 5,- pro Artikel)
Als registrierter Benutzer haben Sie jederzeit Zugriff auf Ihre gekauften Artikel.

Der Bau einer Fussgängerbrücke über den Fluss Ticino zwischen Bellinzona und Monte Carasso ist im regionalen Verkehrsplan (PAB) niedergelegt und soll das Netzwerk für den Langsamverkehr verbessern. Die Trasse dieser neuen Verbindung, deren primäre Komponente die über 200 Meter lange Fussgängerbrücke bildet, wurde durch verschiedene Projekteinschränkungen wesentlich geprägt. Dabei bestimmt die gebogene Form der Fahrbahnplatte die strukturelle Konzeption. Die als schweizweit einziges Projekt ausgewählte Fussgängerbrücke wurde mit der «Nomination - Footbridge 2014» ausgezeichnet. Die Auszeichnung wurde im vergangenen Sommer beim gleichnamigen internationalen Symposium der Universität Imperial College in London verliehen - ein Event, an dem die renommiertesten Experten für die Planung von Fussgängerbrücken zusammengekommen sind. Die Auszeichnung ist der Beweis, dass sich die Planer und Unternehmen des Tessins dank ihrer planerischen Kreativität und Ausführungsqualität auch auf internationaler Ebene behaupten. Nicht das Ziel zählt, sondern der Weg Der planimetrische Versatz zwischen den beiden äusseren Verbindungspunkten war für die Bestimmung der neuen Trasse ausschlaggebend. Dem planerischen Ansatz zufolge wurde auf eine gerade Überquerung (mit erschwerter Integration in das Landschaftsbild und das Gebiet) zugunsten eines «freien geometrischen Verlaufs» verzichtet, wobei das Kriterium der senkrechten Überquerung am mittleren Abschnitt des Flusskanals weiterhin massgebend war. Der gewundene Verlauf der Lauffläche erzeugt eine verspielte Streckenführung, die neugierig macht und überrascht: Der Zielpunkt auf der gegenüberliegenden Seite ist erst zu sehen, wenn ein Grossteil der Fussgängerbrücke und der mittlere Kanal überquert wurden. Damit soll eine ansprechende, harmonische Linienführung geschaffen werden, welche die Bilder der Vergangenheit neu aufleben lässt und sich jenen Raum wieder zu eigen macht, der nach der Sanierung des Flussbetts verloren gegangen ist, in dem sich das Wasser frei durch die Mäander schlängelte. Die Festlegung der Trasse besass daher einen hohen Stellenwert, denn sie musste sich gleichzeitig in eine kompatible Projektform integrieren.