Dezember 2020
Dezember 2020

Formvollendete Brandschutztüre für Staatsbibliothek Berlin

Brandschutzelemente

An der Erschliessungsachse von der offenen Eingangshalle Unter den Linden über den denkmalgeschützten Brunnenhof und die zentrale Treppenhalle in das Vestibül markiert eine zweiflügelige Brandschutztüre im zeitgemässen Design den Übergang vom Altbau in den Neubau mit dem Allgemeinen Lesesaal der Berliner Staatsbibliothek. Gefertigt wurde sie aus dem Stahlprofilsystem Janisol 2 von Jansen.


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Die zweiflügelige, transparente Brandschutztüre in zeitgemässer Formensprache aus dem Stahlprofilsystem Janisol markiert den Übergang vom Altbau in den Neubau.
Die zweiflügelige, transparente Brandschutztüre in zeitgemässer Formensprache aus dem Stahlprofilsystem Janisol markiert den Übergang vom Altbau in den Neubau.

Brandschutzelemente

Formvollendete Brandschutztüre für Staatsbibliothek Berlin

An der Erschliessungsachse von der offenen Eingangshalle Unter den Linden über den denkmalgeschützten Brunnenhof und die zentrale Treppenhalle in das Vestibül markiert eine zweiflügelige Brandschutztüre im zeitgemässen Design den Übergang vom Altbau in den Neubau mit dem Allgemeinen Lesesaal der Berliner Staatsbibliothek. Gefertigt wurde sie aus dem Stahlprofilsystem Janisol 2 von Jansen.

Text: Anne Marie Ring, München, Bild: Stephan Falk, Berlin

Als der kaiserliche Hofbaumeister Ernst von Ihne die Staatsbibliothek Unter den Linden über einer Grundfläche von 107 x 170 Metern plante, konzipierte er sie als eine Inszenierung von sich fortlaufend in ihrer repräsentativen Wirkung steigernden Räumen, die ihren Höhepunkt im Allgemeinen Lesesaal fand – dem seinerzeit grössten Kuppelbau Berlins. Zwischen 1903 und 1914 erbaut, wurde das Gebäude im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt und der zentrale Lesesaal mit seiner imposanten Kuppel vollständig zerstört. Notdürftig wiederhergestellt und seines architektonischen Zentrums beraubt, waren fortan auch die Funktionsabläufe innerhalb des Gebäudes stark beeinträchtigt. Eine grundlegende Sanierung mit Erweiterungsbau sollte Abhilfe schaffen.

Den im Jahr 2000 hierzu ausgelobten Architektenwettbewerb gewann das Stuttgarter Büro HG Merz Architekten Museumsgestalter – nicht zuletzt wegen seiner «weitgehenden Orientierung an den Charakteristika des Bestandsgebäudes», so die Jury. Nach seiner Planung wird das Baudenkmal seit 2004 in zwei Bauabschnitten und bei laufendem Bibliotheksbetrieb instandgesetzt und um Neubauten ergänzt. Im Jahr 2011 stieg BAL Bauplanungs- und Steuerungs GmbH, Berlin, in das Projekt ein und übernahm bis 2019 das Baumanagement für den zweiten Bauabschnitt.
Im zweiten Bauabschnitt wurde die südliche Hälfte instandgesetzt und modernisiert. Dabei galt es vor allem, die für das Gebäude charakteristische Erschliessungsachse von der offenen Eingangshalle Unter den Linden über den denkmalgeschützten Brunnenhof und die zentrale Treppenhalle in das Vestibül wieder zu beleben. Von hier aus werden Besucher künftig den Neubauteil mit dem Allgemeinen Lesesaal betreten, der dann, wie einst der Vorgängerbau, architektonischer Höhepunkt am Ende der zentralen Erschliessungsachse sein wird.

Brandschutztüre in zeitgemässer Formensprache

Den Übergang zwischen Altbau und Neubau markiert eine transparente Brandschutztüre. Anders als die übrigen Türen des Vestibüls und der Treppenhalle wurde sie nicht als historische Tür mit Erfüllung der Brandschutzanforderung (in dem Fall T30-2 RS) nachgebaut, sondern in zeitgemässer Formensprache aus dem Stahlprofilsystem Janisol 2 gefertigt. Auch wird das Halbrund über der 2800 x 3530 mm grossen, zweiflügeligen Drehtüre nicht mit Glas geschlossen, sondern mit gekälkten Paneelen, die ihre Entsprechung in der Kalkglätte der Wände des Neubaus finden.

 

«Mit Stahlprofilsystemen von Jansen lassen sich höchste Ansprüche formvollendet realisieren.»


Die Firma MTS Brandschutzsysteme GmbH realisierte die Türe nach Vorgaben des Bauherrn und in Zusammenarbeit mit weiteren Nachunternehmern als IBO-Türe mit Haftmagneten und RAS-Ansaugsystem. Wegen des Überformats wurde eine Zustimmung im Einzelfall erteilt. Mit der Entscheidung für eine moderne Form markieren die Architekten bewusst die Schnittstelle von Alt und Neu. Mit der Entscheidung für Stahlprofile von Jansen bekräftigen sie den hohen Anspruch, den auch das Unternehmen selbst an seine Produkte stellt: Mit Stahlprofilsystemen von Jansen lassen sich höchste Ansprüche formvollendet realisieren.

Bautafel / Panneau de chantier

Bauherrschaft:
Stiftung Preussischer Kulturbesitz, vertreten durch Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Berlin
Entwurf:
HG Merz Architekten und Museumsgestalter, Stuttgart
Metallbauer:
MTS Brandschutzsysteme GmbH, Gross Kreutz OT Bochow
Verwendetes Profilsystem:
Janisol 2
Systemlieferant:
Jansen AG, Oberriet

Das Fachregelwerk Metallbauerhandwerk – Konstruktionstechnik enthält im Kap. 1.13 wichtige Informationen zum Thema «Brandschutz».