Mai 2021
Mai 2021

Flexible Datenübernahme in der Profilbearbeitung

Maschinenansteuerung

Die direkte Ansteuerung von Profilbearbeitungsmaschinen ab einer Metallbausoftware ist nicht neu und in der Schweiz weit verbreitet. Wird in 3D konstruiert, bieten sich jedoch noch zusätzliche Möglichkeiten, um die benötigte Zeit von der Konstruktion bis zum fertigen Bauelement zu reduzieren.


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Automatische Erkennung von Bearbeitungen aus 3D-CAD-Daten.
Automatische Erkennung von Bearbeitungen aus 3D-CAD-Daten.

Maschinenansteuerung

Flexible Datenübernahme in der Profilbearbeitung

Die direkte Ansteuerung von Profilbearbeitungsmaschinen ab einer Metallbausoftware ist nicht neu und in der Schweiz weit verbreitet. Wird in 3D konstruiert, bieten sich jedoch noch zusätzliche Möglichkeiten, um die benötigte Zeit von der Konstruktion bis zum fertigen Bauelement zu reduzieren.

Felix Hauser

Generell ist es das Ziel, Doppelspurigkeiten zu vermeiden. Bereits in 3D generierte Daten sollen möglichst flexibel weiterverwendet werden. Eine erneute Dateneingabe generiert neben Kosten auch unnötige Fehlerquellen.
Bei Emmegi wird diese Anforderung mit dem Driver-CAD gelöst. Dieser ermöglicht den Import von STEP- oder SAT-Dateien in die CAM-Software CamPlus. Damit ist auch die direkte Weiterverarbeitung der Daten in der gesamten Emmegi-Softwareumgebung möglich.

Flexibler Datenimport

Maschinen-Bearbeitungsdaten können manuell in der CAM-Software, über die Metallbausoftware oder direkt ab 3D-CAD erstellt werden. Die verschiedenen Datenherkünfte substituieren sich nicht, sondern ergänzen sich dabei flexibel.
Im üblichen Tagesgeschäft hat sich die Datenübernahme ab Programmen wie Logikal, Schücal etc. auf die Emmegi-Profilbearbeitungszentren etabliert und ist unbestritten. Der Weg mittels Direktimport über den 3D-CAD-Dongle bietet sich jedoch bei komplexen Baugruppen mit Hunderten verschiedener Elemente  an. Mit nur wenigen Klicks werden in CamPlus bei Einzelteilen oder gesamten Baugruppen automatisch die benötigten Bearbeitungen erkannt und die dazu notwendigen Fertigungsprogramme erstellt. Diese können anschliessend der gewünschten Profilbearbeitungsmaschine zugeteilt werden. Neben Emmegi und Tekna können im NCX-Format auch Maschinen anderer Hersteller angesteuert werden. Dadurch lässt sich der Programmieraufwand oft von Tagen auf wenige Minuten reduzieren. Gleiche Elemente werden kombiniert und stangenoptimiert an die Maschinen weitergegeben.

Weitere Anwendungsfelder des Imports ab 3D sind die Lohnfertigung und Herstellung von Prototypen. Bei diesen Tätigkeiten ist der Programmieranteil und somit die mögliche Zeitersparnis besonders hoch. Kombiniert kommt der Import ab 3D und Metallbausoftware beispielsweise bei komplexen Klinkungen an Fassadenfusspunkten zur Anwendung. Der Auftrag wird wie üblich über die Metallbausoftware abgearbeitet. Komplexe Bearbeitungen, welche in der Metallbausoftware nicht abgebildet werden können, werden parallel direkt ab 3D in die Emmegi- CamPlus-Software importiert und hier als Standardbearbeitung gespeichert. Die Metallbausoftware kann anschliessend auf diese Daten zurückgreifen und das manuelle Programmieren entfällt komplett.
 

«Der Weg mittels Direktimport über den 3D-CAD-Dongle bietet sich jedoch bei komplexen Baugruppen mit Hunderten verschiedener Elemente  an.» Felix Hauser, Inhaber und Geschäftsleiter der Bider Hauser AG

Abläufe optimieren

Die erstellten Daten können in einem nächsten Schritt zusätzlich dazu verwendet werden, die benötigte Bearbeitungszeit eines Auftrags exakt zu berechnen. Die Software Time-X simuliert die Bearbeitungen anhand realer Werkzeug- und Auftragsdaten. Die berechneten Fertigungszeiten erreichen eine Genauigkeit von +/–5%. Damit ist eine effektive Planung und nicht nur eine Schätzung der Produktionsauslastung möglich.
Um die Zeit von der Konstruktion bis zum fertigen Teil zu reduzieren, muss jedoch nicht nur der Datenfluss zur Maschine hin betrachtet werden. Eine Verbesserung ist auch mittels Darstellung und Analyse der Fertigungsdaten ab der Maschine möglich.
 

Mit MAC-X planen und optimieren.
Mit MAC-X planen und optimieren.

Echtzeit-Analyse

Um die Produktion effizienter gestalten zu können, werden grafisch aufbereitete Fertigungsdaten der Werkstattleitung zur Verfügung gestellt. Mit der Industrie-4.0-Plattform MAC-X wird die eigene Produktion in Echtzeit dargestellt. Sich in Bearbeitung befindende Aufträge und der Maschinenzustand sind im Leitstand jederzeit einsehbar. Anhand der gewonnenen Daten können exakte Nachkalkulationen durchgeführt werden. Informationen zur Auslastung, zu Auftrags-Wartezeiten sowie Maschinenstillständen ermöglichen Optimierungen im Prozessfluss basierend auf klaren Daten und nicht nur aufgrund von subjektiven Eindrücken.

Weitere Informationen: www.bider-hauser.ch     ■