Diplomarbeiten mit echtem Mehrwert
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An der gibb Berufsfachschule Bern hat praxisorientierter Unterricht einen hohen Stellenwert. Studierende arbeiten nicht nur an theoretischen Fallbeispielen, sondern auch an realen Aufgabenstellungen aus dem Alltag. Besonders sichtbar wird dieser Ansatz in den Diplomarbeiten, die konsequent auf konkrete Herausforderungen ausgerichtet sind. Der Campus im Lorrainequartier steht aufgrund von Temperaturherausforderungen immer wieder im Fokus der öffentlichen Diskussion. Anstatt diese Thematik ausschliesslich extern zu bearbeiten, haben wir sie bewusst als Lern- und Entwicklungsfeld genutzt und unsere eigenen Studierenden mit der Erarbeitung praxisnaher und umsetzbarer Lösungsansätze betraut.
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Diplomarbeiten mit echtem Mehrwert
An der gibb Berufsfachschule Bern hat praxisorientierter Unterricht einen hohen Stellenwert. Studierende arbeiten nicht nur an theoretischen Fallbeispielen, sondern auch an realen Aufgabenstellungen aus dem Alltag. Besonders sichtbar wird dieser Ansatz in den Diplomarbeiten, die konsequent auf konkrete Herausforderungen ausgerichtet sind. Der Campus im Lorrainequartier steht aufgrund von Temperaturherausforderungen immer wieder im Fokus der öffentlichen Diskussion. Anstatt diese Thematik ausschliesslich extern zu bearbeiten, haben wir sie bewusst als Lern- und Entwicklungsfeld genutzt und unsere eigenen Studierenden mit der Erarbeitung praxisnaher und umsetzbarer Lösungsansätze betraut.
Aus der Lernchance entstand ein konkretes Ausbildungsprojekt in der diesjährigen Diplomarbeit des Studiengangs HF Metallbau und Fassadenbau. Auf der Basis einer internen Aufgabenstellung entwickelten die Studierenden praxisnahe und innovative Lösungsansätze und verbanden so Ausbildung, Verantwortung und konkrete Problemlösung miteinander.
Der Architekt des Campus, Frank Geiser (1935–2024), galt als einer der bekanntesten Vertreter des Schweizer Stahlbaus. «Heute, wo alles offengelegt wird, muss ein öffentlicher Bau einen entsprechenden Ausdruck haben», war Geiser überzeugt. Das Glashaus hinter den Bäumen erweist sich als raumbindende Architektur. Freiräume sind in diesem Konzept keine Leerräume, sie übernehmen klare Aufgaben. Sie binden ein und vermitteln zwischen Elementen, die sich eigentlich unversöhnlich gegenüberstehen müssen. Alt und Neu, Glas und Mauer, Gebäude und Natur stehen sich respektvoll gegenüber.
Von der Analyse zur umsetzbaren Lösung
Die Grundstruktur des Stahlskelettbaus mit seinen grossflächigen Glasfassaden, den Raumabtrennungen in Leichtbauweise und der konsequenten Systemtrennung der sichtbaren Haustechnik lässt eine hohe Flexibilität sowie die Möglichkeit zur nachträglichen Umnutzung zu. Diese Vielseitigkeit hat jedoch auch eine Kehrseite. Das inzwischen fast 30-jährige Gebäude weist im Bereich Raumklima, Wärme- und Kälteschutz, Schallschutz, aber auch in Bezug auf sich verändernde Anforderungen an Lernräume erhebliche Mängel auf. Im Vordiplom (Diplom) werden – thematisch getrennt nach den Höheren Fachschulen sowie allfälligen Schwerpunkten – verschiedene Szenarien durchgespielt. «Der inhaltliche Schwerpunkt liegt dabei nicht auf reinen Sanierungsmassnahmen beim Status quo, sondern das Gebäude soll insgesamt flexibler für verschiedenartige Nutzungsmöglichkeiten und damit nachhaltiger werden. Die Berücksichtigung ökologischer Aspekte in Verbindung mit einem wirtschaftlich tragbaren und ablauftechnisch umsetzbaren Konzept sind ebenfalls Schwerpunkte dieser Arbeit», sagt Martin Oppliger, Chefexperte der HF Metall- und Fassadenbau der gibb Berufsfachschule Bern.
Praxisnahe Umsetzung im Diplomprojekt
Im Rahmen ihrer Diplomarbeit übernahmen die Studierenden eine anspruchsvolle Sanierungsaufgabe am Schulgebäude. Sie analysierten die bestehende Situation und erarbeiteten fundierte technische und terminliche Vorschläge zur Veröffentlichung in einer öffentlichen Ausschreibung, ergänzt durch konkrete Empfehlungen für die Gebäudesanierung. Diese umfassten unter anderem Vorschläge zur Fassadenkonstruktion, den Einsatz neuer Isolierverglasungen unter Berücksichtigung von Schallschutz und Sicherheit sowie die Entwicklung einer geeigneten Beschattungsanlage. Ergänzend wurden die Integration von Brandschutzanforderungen und Steigzonen, die Sanierung der Treppenanlagen sowie die konsequente Berücksichtigung von Nachhaltigkeit, Recycling und innovativen Materialien in allen Lösungsansätzen ausgearbeitet. Sebastian Gilgen, Diplomand des Bildungsgangs, sagt: «Die grösste Herausforderung war, ein bestehendes Gebäude ganzheitlich zu analysieren und normgerechte, realistische Lösungen zu entwickeln. Besonders anspruchsvoll war die Abstimmung von Bauphysik, Konstruktion und Brandschutz.» Manuel Schmidiger, ebenfalls Diplomand, ergänzt: «Die Arbeit zeigte, dass Architektur nicht immer technisch überzeugt. Sie fördert Selbstständigkeit und Praxisnähe.» Studierenden raten sie zu strukturiertem Arbeiten, kritischem Denken und Mut zu eigenen Lösungen. Andreas Kaeser, Bildungsgangleiter der HF Metall- und Fassadenbau, verdeutlicht: «Die gibb Berufsfachschule Bern steht für Lernen an realen Fragestellungen, die Übernahme von Verantwortung und für eine Ausbildung mit unmittelbarem Mehrwert für Praxis und Gesellschaft.» ■
Weitere Informationen:
gibb Berufsfachschule Bern
3000 Bern
www.gibb.ch