September 2021
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Die versicherten Betriebe der Suva profitieren 2022 von historisch tiefen Prämien

Stahl- und Metallbau

Im Corona-Jahr 2020 sind weniger Unfälle passiert. In vielen Branchen führte dies zu tieferen Kosten. Darüber hinaus hat die Suva im vergangenen Jahr erfreuliche Anlageerträge erzielt. Die Bruttoprämien im Stahl-, Metall- und Apparatebau sowie der Montagebetriebe sinken sowohl in der Berufs- als auch in der Nichtberufsunfallversicherung.


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Stahl- und Metallbau

Die versicherten Betriebe der Suva profitieren 2022 von historisch tiefen Prämien

Im Corona-Jahr 2020 sind weniger Unfälle passiert. In vielen Branchen führte dies zu tieferen Kosten. Darüber hinaus hat die Suva im vergangenen Jahr erfreuliche Anlageerträge erzielt. Die Bruttoprämien im Stahl-, Metall- und Apparatebau sowie der Montagebetriebe sinken sowohl in der Berufs- als auch in der Nichtberufsunfallversicherung.

Text und Grafik: Suva

Die Corona-Pandemie führte im vergangenen Jahr in vielen Branchen zu weniger Unfällen. Zwar stiegen die durchschnittlichen Kosten pro Fall leicht an, aber insgesamt resultiert ein deutlicher Überschuss in der versicherungstechnischen Rechnung. Da Überschüsse der Suva direkt den versicherten Betrieben zugute kommen, profitieren 2022 viele Kunden von tieferen Prämien. Die Art der Erstattung dieser Überschüsse ist durch die gesetzlichen Grundlagen bestimmt. Sie erfolgt durch einen Abzug auf den Prämien für das Jahr 2022.

Überschüsse aufgrund von Covid-19

Die Höhe des Abzugs, der sich im Zusammenhang mit den Covid-19-Überschüssen ergeben hat, wird in Prozent der Nettoprämien bestimmt. Diese Prozentsätze werden für jede Klasse der Berufs- und der Nichtberufsunfallversicherung in Abhängigkeit ihrer Betroffenheit individuell festgelegt. Innerhalb einer Klasse ist der Prozentsatz für alle versicherten Betriebe gleich. In der Klasse 11C beträgt der Abzug in der Berufsunfallversicherung (BUV) 10 Prozent und in der Nichtberufsunfallversicherung (NBUV) 5 Prozent der Nettoprämie 2022. 

Ausserordentliche Anlageerträge

Darüber hinaus hat die Suva trotz Krise erfreuliche Anlageerträge erzielt. Dadurch kann sie, wie in früheren Jahren, eine ausserordentliche Prämienreduktion gewähren. Die Höhe der Erstattung beträgt 15 Prozent der Nettoprämien 2022 und ist für alle Klassen der BUV und NBUV gleich. Insgesamt entlastet die Suva ihre versicherten Betriebe per 2022 um 779 Mio. Franken.  

Senkung der Bruttoprämien in der BUV

In der Berufsunfallversicherung der Klasse 11C (Stahl-, Metall- und Apparatebau, Montagebetriebe) ist das Unfallrisiko leicht zurückgegangen und liegt bei 165 Unfällen pro 1000 Vollbeschäftigte. Der Risikosatz ist ebenfalls leicht gesunken, somit können die Basissätze bei mehreren Unterklassenteilen gesenkt werden. Aufgrund der Erstattung der Covid-19-Überschüsse und der Überschüsse aufgrund guter Anlageerträge sinken die Bruttoprämien im Vergleich zum Vorjahr je nach Unterklassenteil zwischen 17 und 28,4 Prozent.  

Basissätze der Berufsunfallversicherung ab 1. Januar 2022:
Basissätze der Berufsunfallversicherung ab 1. Januar 2022:

Senkung der Bruttoprämien in der NBUV

In der Nichtberufsunfallversicherung hat sich der Risikoverlauf leicht verschlechtert, so dass der Basissatz um eine Stufe erhöht werden muss. Auch hier sinkt jedoch die Bruttoprämie infolge der Erstattung der Covid-19-Überschüsse und der Anlageerträge, und zwar um 13,3 Prozent.

Basissatz der Nichtberufsunfallversicherung ab 1. Januar 2022:
Basissatz der Nichtberufsunfallversicherung ab 1. Januar 2022:

Die individuellen Prämiensätze der einzelnen Betriebe können allerdings von den Basissätzen abweichen, weil diese von der Tätigkeit, dem Risikoverlauf und dem Prämienmodell abhängen. Bei Fragen steht Ihnen Ihre Suva-Agentur gerne zur Verfügung.