April 2026
April 2026
Von den sieben Kandidaten und der einen Kandidatin für den Titel Metallbau Projektleiter/in mit eidg. FA haben alle bestanden.
Von den sieben Kandidaten und der einen Kandidatin für den Titel Metallbau Projektleiter/in mit eidg. FA haben alle bestanden.

 

Berufsprüfungen

Die ersten Absolventen nach der Revision erhalten ihren eidg. Fachausweis

Gut zwei Dutzend Metallbau Produktions- und Montageleiter/innen und Metallbau Projektleiter/innen erhielten an der Schlussfeier am 20. März 2026 ihren eidgenössischen Fachausweis. Es waren die ersten Berufsprüfungen für Absolventinnen und Absolventen, deren Ausbildung nach der neuen Prüfungsordnung durchgeführt wurde.

Text: Daniel Roth / Bild: Marcel Sigg

Vieles war neu auf dem Weg zur Abschlussprüfung der Berufe Metallbau Produktions- und Montageleiter/in und Metallbau Projektleiter/in mit eidg. FA. Statt wie bisher im Herbst trafen sich die Absolventinnen und Absolventen am 20. März zur Schlussfeier. Bei der Gruppe, die an diesem Freitagabend im Hotel Radisson Blu in Luzern zusammenfand, handelte es sich um den ersten Ausbildungsjahrgang, der seine Weiterbildung nach der Revision gestartet hatte.
Für sie verlief der Weg zum eidgenössischen Fachausweis über das neue Verbandszertifikat Metaltec Suisse, das seit 2024 als Zulassungsbedingung für die Berufsprüfung gilt. Diese erste Stufe führte zum Titel «Metallbau Teamleiter/in Produktion und Montage» oder «Metallbau Teamleiter/in Konstruktion und Montage». Sie lieferte das theoretische Fundament, das auf der zweiten Stufe, der Vorbereitung zur Berufsprüfung, fokussiert mit der beruflichen Praxis verknüpft wurde. Nach der bestandenen Abschlussprüfung im Januar in Aarberg erhielten die 25 erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen 2026 schliesslich den eidgenössischen Fachausweis – 17 als Metallbau Produktions- und Montageleiter/in und 8 als Metallbau Projektleiter/in.

Viele vorteilhafte Neuerungen

Einer der Vorteile der mehrstufigen Struktur ist laut Stephan Gutknecht, Präsident der Qualitätssicherungskommission (QSK), dass mit dem Verbandszertifikat ein niederschwelliges Weiterbildungsangebot geschaffen wurde, das man direkt nach dem Abschluss der Lehre (EFZ) in Angriff nehmen kann. «Damit wird schon früh ein Anreiz gesetzt, sich beruflich laufend fortzubilden», findet er. Bis zur Berufsprüfung liegt der Fokus auf der Technik und deren Verknüpfung mit der beruflichen Praxis – im Bildungsjargon spricht man hier von Handlungskompetenz.
«In den Berufsprüfungen wird neu ein erweiterter Kompetenzbereich geprüft, der den realen beruflichen Alltag viel besser widerspiegelt», erklärt Stephan Gutknecht. Neu kann ein Kandidat mit unterschiedlichen Fähigkeiten punkten – nebst seinem handwerklichen Geschick zum Beispiel auch mit Organisationstalent und guter Kommunikation. Davon profitieren einerseits die Prüflinge selbst, andererseits aber auch die Unternehmen. Diese erhalten nach Abschluss der Berufsprüfung nun viel breiter und besser ausgebildete Fachkräfte, ist Stephan Gutknecht überzeugt. «Das dürfte Arbeitgeber motivieren, die Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden verstärkt zu fördern.»

Diese Metallbau Produktions- und Montageleiter nahmen an der Schlussfeier am 20. März 2026 ihre eidgenössischen Fachausweise entgegen.
Diese Metallbau Produktions- und Montageleiter nahmen an der Schlussfeier am 20. März 2026 ihre eidgenössischen Fachausweise entgegen.

 

Hohe Erfolgsquote, Ehrung der Besten

Mit nur einer Ausnahme haben alle 18 Kandidatinnen und Kandidaten im Beruf Metallbau Produktions- und Montageleiter/in die Berufsprüfung bestanden, bei der Prüfung für den Beruf Metallbau Projektleiter/in waren es alle acht. Der Notendurchschnitt betrug bei beiden Berufen 4,5 und war damit leicht höher als in früheren Jahren.
Als Absolvent mit der besten Schlussnote im Beruf Metallbau Produktions- und Montageleiter/in wurde Patrick Schneider geehrt, die beste Note als Metallbau Projektleiter/in erzielte Markus Friedli. Zusammen mit ihren Kollegen auf dem 2. und 3. Platz erhielten sie einen kulinarischen Geschenkkorb obendrauf. Mit ihren Fachausweisen und Zeugnissen wurde allen Absolventen an der Schlussfeier auch ein kostenloses Jahresabo der Fachzeitschrift «metall» überreicht.
Im Namen von Metaltec Suisse und AM Suisse gratulieren wir den erfolgreichen Fachkräften ganz herzlich! Ein grosser Dank geht auch an die beteiligten Ausbildungsanbieter, Experten, die Qualitätssicherungskommission, die Prüfungsleitung, die Organisatoren und Mitarbeitenden. Die umfassenden Neuerungen haben ihnen in den letzten zwei Jahren besonders viel Leistungsbereitschaft abverlangt.

Die Absolventen 2026

Die Liste der erfolgreichen diesjährigen Absolvent/innen veröffentlichen wir auf unserer Website. Hier  ■ 

Anmeldung zur letzten Prüfung im alten Modus

Absolvent/innen, die ihre Ausbildung nach alter Prüfungsordnung (vor 2024) begonnen und die Abschlussprüfung nicht bestanden haben, können im September 2026 zum letzten Mal die Berufsprüfungen absolvieren. Die Anmeldefrist läuft noch bis 4. Mai 2026.
Informationen und Anmeldung hier.