Januar 2017
Januar 2017

Das gestalterische Potenzial von Glas

BEDRUCKTES GLAS

Glas findet in der modernen Architektur vielseitige Anwendungsmöglichkeiten. Dank ständigem Fortschritt in der Bearbeitung und Veredelung erfüllt Glas heute nicht bloss den Wunsch nach Licht, Wärme und Sicherheit, sondern überzeugt auch mit einem enormen gestalterischen Potenzial. Zum Einsatz kam dieses Know-how auch beim neuen FIFA World Football Museum in Zürich mit 400 individuell bedruckten Gläsern für die Fassade.


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Bereits in den Ursprüngen des Materials erkannten die Menschen den künstlerischen Wert von Glas. Moderne Bedruckungstechnologien erlauben heute eine grosse Vielzahl an Möglichkeiten, Glas als kreatives Element in der Innen- und Aussenarchitektur zu nutzen. Den schöpferischen Ideen sind dabei beinahe keine Grenzen gesetzt: Von schlichten einfarbigen Fronten bis hin zu raffinierten Licht- und Farbspielereien lassen sich Architekturkonzepte mit bedrucktem Glas realisieren. Bedrucktes Glas ist Ausdruck von Persönlichkeit. Sei es, um Corporate Designs zu unterstreichen, Informationen zu vermitteln oder um dekorative und funktionelle Aufgaben zu erfüllen.
Sichtschutz
Bedrucktes Glas eignet sich hervorragend für den diskreten Sichtschutz in allen Bereichen –
sei es im Eigenheim, in der Arbeitswelt, in Restaurants oder in öffentlichen Gebäuden. Mit entsprechenden Mustern lässt sich der Durchblick fein abstufen. Die Wahl des Druckverfahrens, des Bedruckungsgrades und der Farbe hat Einfluss auf die Lichtdurchlässigkeit des Glases. So können Räume trotz Bedruckung mit viel Tageslicht erhellt werden.
Sonnen- und Blendschutz
Für den aktiven Sonnenschutz hat sich bedrucktes Glas längstens durchgesetzt. Es erspart einerseits bauliche Eingriffe in die Architektursprache und ersetzt anderswo aufwendige oder auffällige bauliche Massnahmen. Auch für einfachen, unauffälligen Blendschutz hat sich bedrucktes Glas bestens bewährt.
Aktive und passive Sicherheit
Dank stetiger Weiterentwicklung erfüllt das Material auch Anforderungen von aktiver und passiver Sicherheit. Um zusätzlichen Schutz und Sicherheit zu gewährleisten, kann bedrucktes Glas je nach Druckverfahren zu Einscheibensicherheitsglas (ESG), teilvorgespanntem Glas (TVG) und/oder Verbundsicherheitsglas (VSG) weiterverarbeitet oder kombiniert werden. Somit lassen sich kreative Ideen und gesamteinheitliche Konzepte auch auf Anwendungen ausweiten, an die höhere Sicherheitsanforderungen gestellt werden. Beispielsweise für Schaufenster, Türen, Trennwände, Geländer und Brüstungen sowie Treppen-, Boden- und Überkopfverglasungen.
Kundenspezifische Designentwicklungen und Bedruckungstechnik
Drucktechniken lassen sich miteinander kombinieren, um besondere Effekte mit Licht, Farbe und Durchsicht zu erzielen oder ganz individuelle Kreationen zu schaffen. Die Verwendung spezieller Glasarten wie Spiegel oder Designgläser sowie Oberflächenbehandlungen, wie Ätzen oder Sandstrahlen, bieten kreativen Köpfen zusätzlichen Gestaltungsspielraum. Die Wahl der Bedruckungstechnik ist abhängig vom Einsatzbereich und von den Bedürfnissen. Zur Auswahl stehen: Siebdruck auf Glas mit Keramikfarbe, Walzendruck auf Glas mit Keramikfarbe, Spritzen auf Glas mit Keramikfarbe, Spritzen auf Glas mit organischer Farbe, Digitaldruck auf Glas mit Keramikfarbe sowie Digitaldruck auf Verbundsicherheitsglas-Folie.
FIFA-Museum als Herausforderung
Das neue FIFA World Football Museum in Zürich ist an sich schon ein ganz besonderer Bau. Innert zweieinhalb Jahren wurde geplant und umgebaut. Dass die Fassade eine besondere Rolle spielen würde, war bald klar. Denn es galt, einen Sichtschutz zu entwickelnder gleichermassen die Sicht nach innen wie nach aussen beeinträchtigen sollte: von aussen gebremste Einsicht ins Museum, von innen leichte Abschirmung vom Aussengeschehen. So entstand eine Art imaginärer Vorhang für die «Bühne». Christoph Schneider von den SAM Architekten und Partner AG sagt dazu: «Mit der Gestaltung der Glasfassade im Sockelbereich haben wir ein Motiv entwickelt, das durch seine wellenförmige vorhangähnliche Gestalt die wenig genutzten Bereiche geschickt überspielt und gleichzeitig die horizontale Wirkung des Sockels unterstreicht.»