September 2015
September 2015

Balkone und Fassade verschmelzen zu einer Einheit

WOHNRAUMERWEITERUNGEN

Sie sind kaum wiederzuerkennen, die beiden aus den 70er-Jahren stammenden Wohngebäude «Central Park» in Luzern. Das Luzerner Architekturbüro Schärli Architekten AG hat die Wohnhäuser des Gebäudekomplexes auf beeindruckende Weise saniert. Die neuen, dem Minergie-Standard entsprechenden Fassaden mit den integrierten Balkonen überzeugen in jeder Hinsicht. Die Tatsache, dass die Architekten mit diesem Objekt den renommierten Prixforix-Fassadenaward gewonnen haben, bestätigt die hohe Qualität ihrer Arbeit.


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Der Central Park befindet sich inmitten des Tribschenquartiers, das südöstlich des Luzerner Hauptbahnhofs im Zentrum der Stadt gelegen ist. Das Gebäude steht in einer Wohn-/Gewerbezone und grenzt an die Tribschen- und an die Werkhofstrasse, welche als Haupterschliessung durch das Tribschenquartier führen. Aufgrund der Lage direkt an der Kreuzung dieser örtlichen Haupterschliessungen übernimmt der Bau eine repräsentative Funktion für das Quartier.Vierseitig neu eingekleidetDas Gebäude gliedert sich in einen zweigeschossigen Gewerbesockel mit einer integrierten Confiserie, auf dem drei Wohnhäuser aufgesetzt sind. Die beiden grossen Gebäude, welche in diesem Beitrag behandelt werden, sind im Grundriss rechteckig gebaut und weisen somit je zwei Längsfassaden und zwei stirnseitige Fassaden auf. Die total vier Längsfassaden wurden im Zuge der ganzheitlichen Renovierung mit Wintergärten und offenen Loggien bestückt, während die vier Stirnfassaden mit Aluminium-Lamellen eingekleidet sind. Eine Längsfassade weist jeweils 28 Balkoneinheiten (vier in der Breite und sieben in der Höhe) auf. Somit sind für jede Wohnung je eine offene Loggia und ein Wintergarten als Wohnraumerweiterung entstanden.Gelungene Erweiterung der WohnflächeZiel der Bauherrschaft war es, die Wohnungen den Ansprüchen an zeitgemässes Wohnen anzupassen,die Gebäude hinsichtlich Nachhaltigkeit zu optimieren und nicht zuletzt dem ganzen Komplex ein neues Gesicht zu geben. Konkret wurden die Rollstuhltauglichkeit der Wohngebäude, grössere und hellere Wohnungen sowie das Erreichen des Minergie-Standards angestrebt und auch erreicht. Mit der Verbesserung der Hüllen sollte dem Gebäude auch ein attraktives Äusseres verliehen werden. Die bestehende Schottenstruktur wurde beibehalten und konnte aus baurechtlichen Gründen weder in der vertikalen noch im Grundriss erweitert werden. Die Erweiterung des Wohnraums erfolgte über beidseitig angeordnete Balkonschichten. Dazu wurden zuerst die bestehenden Aussenwände mit den Bandfenstern aufgebrochen und an ihrer Stelle raumhohe Fenster eingesetzt. Die Balkonschichten mit den abwechselnd zweigeschossigen Bereichen und der Unterteilung in Wintergarten und offenen Loggien erweitern den Wohnraum und geben der Fassade ein neues Gesicht. Auch heute, nach der erfolgreichen Sanierung, bewohnen in erster Linie ältere Leute das Haus.