Drei Medaillen -eine Überzeugung
Ausbilden heisst Zukunft gestalten
Rémy Mornod, Gold SwissSkills 2018, Samuel Favre, Gold 2020, Joël Magnin, Silber 2025: drei herausragende Finalisten aus dem Ausbildungsbetrieb Sottas SA in Bulle. Drei Werdegänge, die zeigen, was ein engagierter Ausbildungsbetrieb für den Nachwuchs im Metallbau bewirken kann.
Nachwuchs als Branchenaufgabe
Hinter jedem SwissSkills-Finalisten stehen Jahre der Ausbildung, kompetente Berufsbildnerinnen und -bildner und ein Betrieb, der sich entschieden hat, Zeit, Energie und Know-how zu investieren. Drei Finalisten auf nationaler Ebene sind eine grosse Leistung. Sie widerspiegeln eine Kultur, die die Branche gemeinsam tragen muss, wenn sie sich ihre Zukunft sichern will.
Der Metallbau ist ein Bereich von höchster Präzision und technischem Können. Diese Kompetenzen entstehen nicht von selbst. Jede Fachkraft im Metallbau ist das Ergebnis engagierter Ausbildung. Hinter jeder Metallbauerin und jedem Konstrukteur stehen Berufsbildnerinnen und Berufsbildner, die Zeit, Wissen und Erfahrung weitergeben.
Dieses Engagement ist nicht selbstverständlich. Lernende auszubilden, bedeutet manchmal langsamer zu werden, zu erklären, zu korrigieren und schrittweise Vertrauen zu schenken.
Gerade dieser Einsatz macht gute Ausbildung so wertvoll.
Metall+du: Eine Kampagne, die nur funktioniert, wenn alle mitmachen
Deshalb gibt es die Kampagne Metall+du, die Nachwuchskampagne der Metall-, Stahl- und Fassadenbaubranche. Ihr Ziel: unsere Berufe bei Jugendlichen bekannt zu machen, Berufswünsche zu wecken und Sie in Ihrer Rolle als Berufsbildnerin oder Berufsbildner zu unterstützen. Ausstellungsstände, Roll-ups, Kommunikationsmittel, Schulbesuche: Alles ist vorhanden und auf metall-und-du.ch kostenlos verfügbar.
Ihre Wirkung hängt jedoch von einer wesentlichen Bedingung ab: dass Sie die Angebote nutzen, ob in Genf, in Freiburg, in Zürich oder in St. Gallen. Die Kampagne entfaltet ihre volle Wirksamkeit nur, wenn sich Betriebe aus allen Regionen des Landes auf ihre Weise einbringen, jeder nach seinen Möglichkeiten, jeder mit seinen Lernenden.
Ein unverzichtbares Handwerk für die Gesellschaft
Der Metallbau prägt die Gebäude, in denen wir leben, arbeiten und unsere Institutionen betreiben. Metallbau ist ein wertvolles Handwerk und unersetzlich. Wie jedes anspruchsvolle Handwerk lebt auch der Metallbau davon, dass Fachleute ihr Wissen weitergeben und den Beruf vertreten. Heute Lernende auszubilden, bedeutet, die Qualität der Branche für morgen zu sichern. Rémy Mornod ist das beste Beispiel dafür. Als SwissSkills-Champion 2018 ist er heute Berufsbildner und Experte. Der Preisträger von gestern wird zum Vorbild von morgen. ■
Drei Fragen an Rémy Mornod
Rémy, du wurdest selbst ausgebildet und bist heute Berufsbildner und SwissSkills-Experte. Was hat dich dieser Werdegang über die Verantwortung der Betriebe gegenüber dem Nachwuchs erkennen lassen?
Dieser Berufsweg hat mir die mehr als zentrale Rolle eines Berufsbildners bewusst gemacht, sei es im Betrieb, in der Schule oder im Sport. Das eigene Wissen an junge Menschen weiterzugeben, die da sind, um aus unseren Erfahrungen zu lernen und das Gelernte dann selbst anzuwenden, ist etwas wirklich Grossartiges, sowohl beruflich als auch menschlich. Das Höchste – ob als Berufsbildner oder Lernender – ist, wenn die Schülerin oder der Schüler die Lehrperson übertrifft. Nichts kann den Lernenden und den Berufsbildern, die während dieser Schlüsseljahre zusammengearbeitet haben, stolzer machen. Und der Lernende wird seinerseits sein Wissen und seine Leidenschaft weitergeben.
Die Kampagne Metall+du zielt darauf ab, Unternehmen in der ganzen Schweiz zu mobilisieren. Warum ist es deiner Meinung nach entscheidend, dass dies gemeinschaftlich geschieht und nicht nur auf einigen wenigen Pionierunternehmen beruht?
Die Kampagne Metall+du ist für die Entwicklung unserer Berufe unabdingbar, unabhängig von der Betriebsgrösse. Sie ermöglicht es jungen Menschen, die ihren künftigen Werdegang noch suchen, unseren schönen Beruf näherzubringen. Ich erinnere mich: In den Jahren nach meiner Teilnahme an den Wettbewerben erzählten mir viele junge Leute bei Praktika, Betriebsbesuchen oder Vertretungen im Fachkundeunterricht, dass mein Werdegang sie inspiriert habe. Das zeigt, dass jeder den Beruf fördern kann, auf welche Art auch immer, und losgelöst vom Ausbildungsbetrieb.
Warum ist Metallbauer deiner Meinung nach ein unverzichtbarer Beruf und wie kann man diesen Berufsstolz den Jugendlichen schon zu Beginn ihrer Ausbildung vermitteln?
Metallbauer ist ein unverzichtbarer Beruf, der seit langer Zeit besteht. Die Vielseitigkeit dieses Berufs, sei es bei den verwendeten Materialien oder bei den herzustellenden Werken, zeigt sofort seine Bedeutung in unserer Gesellschaft. Wenn wir einen Moment innehalten und uns umsehen, stellen wir fest, dass Metall überall ist: Türen, Fenster, Geländer, Treppen, Fassaden, Möbel usw. Das fällt nicht sofort auf, aber genau das macht diesen Beruf unverzichtbar und vor allem wunderbar. So viele Möglichkeiten, so viele Arten, mit Metall zu arbeiten: Jeder Tag ist ein neuer Ausbildungstag, an dem man lernt und sich weiterentwickelt, unabhängig von Alter und Anzahl Jahren Berufserfahrung.