März 2021
März 2021
Patrick Fus,  Mitglied der Geschäftsleitung AM Suisse,  Leitung Metaltec Suisse.
Patrick Fus, Mitglied der Geschäftsleitung AM Suisse,  Leitung Metaltec Suisse.

 

«Diese Ausbildungsinstitute sind über die ganze Schweiz verteilt. Sie stellen sich in dieser Ausgabe vor.»

Zukunftsfähig bleiben – dank einer soliden Ausbildung

Das duale Bildungssystem der Schweiz mit der Grundbildung in Betrieb und Berufsschule ist ein Erfolgsfaktor unserer Wirtschaft. Dieses System bietet motivierten Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine qualitativ hochstehende Ausbildung und einen direkten Zugang zum Arbeitsmarkt.

In keinem anderen Land ist die Arbeitslosigkeit unter den 15- bis 25-Jährigen so niedrig und die Erwerbsquote unter den Jugendlichen so hoch. Sehr wichtig ist dabei die sogenannte Durchlässigkeit: Weiterbildungen sind allen Berufsleuten jederzeit möglich.
Am Laufen gehalten wird das duale Bildungssystem durch eine breite Partnerschaft von Staat, Verbänden (Organisationen der Arbeitswelt), Schulen und Meisterbetrieben. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, sowohl die berufliche Grundbildung als auch die höhere Berufsbildung qualitativ hochstehend und zukunftsfähig zu halten.
Ein entscheidender Faktor dabei ist die Freiwilligkeit der Meisterbetriebe. Da die ausbildenden Betriebe ihre Aufgabe ohne staatlichen Zwang erfüllen, sind Motivation und Engagement hoch, und das kommt den Auszubildenden zugute. Vom Erfolg zeugt die Quasi-Vollbeschäftigung unserer Jugendlichen, sie finden rasch in den Arbeitsmarkt und bleiben dort.

Die berufliche Grundbildung bildet junge Menschen mit soliden und zukunftsfähigen berufspraktischen Kompetenzen aus. Die höhere Berufsbildung wiederum bietet jene Höherqualifizierung und systematische Ergänzung der Grundbildung, die für eine hohe Innovationskraft der Branche notwendig ist. Dass dazu auch die Berufs- und Fachschulen einen wesentlichen Beitrag leisten, liegt auf der Hand. Diese Ausbildungsinstitute sind über die ganze Schweiz verteilt. Sie stellen sich in dieser Ausgabe vor.

Das vergangene Jahr hat aber auch gezeigt, dass selbst die Schweiz und ihr Wirtschaftsplatz nicht vor Erschütterungen gefeit sind. Die Coronakrise verlangt der Gesellschaft und der Wirtschaft viel ab. Gleichzeitig können solche Ausnahmesituationen auch zu neuen Lösungen führen. Ein zentraler Erfolgsfaktor ist dabei die Innovation des digitalen Unterrichts. «Distance Learning» ist dank dem Einsatz digitaler Technologien definitiv kein Fremdwort mehr, wie der Bericht auf Seite 22 zeigt.
Unsere gute Verbundpartnerschaft gibt uns nicht nur die Möglichkeit, uns gemeinsam für die Zukunft der Metallbaubranche einzusetzen. Sie ist auch eine wertvolle Ressource im Kampf gegen den Fachkräftemangel. Tragen wir Sorge zu diesem System und geben wir jungen Fachkräften die Möglichkeit, als handwerklich begabte Metallbauer oder konstruktiv-digitale Metallbaukonstrukteure in unsere spannende Berufswelt einzusteigen. Damit leisten wir auch in Zukunft einen wesentlichen Beitrag zur Innovationsfähigkeit der Gesamtwirtschaft und zum Wohl der Schweizer Gesellschaft.

Mit dieser Ausgabe möchten wir Interessenten auf das umfassende Grund- und Weiterbildungsangebot unserer Branche aufmerksam machen sowie allen Studierenden und Dozierenden für die erbrachte Leistung herzlich danken.

Ich wünsche Ihnen eine spannende und informative Lektüre.  ■