Mai 2022
Mai 2022
Pascal von Gunten
Pascal von Gunten

 

«Niemand ist jemals gross geworden, ohne viele und grosse Fehler gemacht zu haben.»  

Wie uns Fehler erfolgreicher machen

Ich muss perfekt sein! Fehler sind schlecht! Ich muss die Erwartungen erfüllen! Zahlreiche Menschen sind Opfer ihrer eigenen Glaubenssätze. Zum Schutz haben sie sich über die Jahre besondere Verhaltensweisen angeeignet, um auch ja keine Fehler zu begehen: Perfektionismus, Kontrollwahn oder Machtstreben können solche Mechanismen sein. Dass Fehler negative Gefühle auslösen, steht ausser Frage. Doch wie machen uns genau diese negativen Gefühle erfolgreich?

Gefühle und Gedanken sind eng miteinander verknüpft. Aus unseren Gedanken entstehen unsere Gefühle, und unsere Gefühle bestimmen unsere Handlungen. Negative Gedanken müssen nicht partout schlecht sein. So schützen uns negative Gedanken beispielsweise vor Gefahren. Auch zeigen sie uns auf, was wir nicht wollen, oder sie lassen uns in einer schwierigen Situation Massnahmen ergreifen, damit wir wieder auf Kurs kommen. Sie haben also ihre Berechtigung, sollten aber nicht in Angst übergehen.

Wer mehr Fehler macht, gewinnt! Vielleicht denkt nun der eine oder andere, dass ich mit dieser Aussage komplett falschliege. Vielleicht hilft folgende Erfahrung: Wenn ich mit hoch erfolgreichen Personen spreche oder Biografien und Dokumentationen von erfolgreichen Leuten studiere, zieht sich eine Erkenntnis wie ein roter Faden durch deren Werdegang. Niemand war von heute auf morgen dort, wo er heute steht. Ganz im Gegenteil. Wir sehen nur ihren aktuellen Lebensabschnitt. Bis dahin machten sie aber viel mehr und viel grössere Fehler als der Durchschnittbürger. Oder auf den Punkt gebracht: Grosse Persönlichkeiten machen viele und grosse Fehler. Der «kleine Mann» versucht hingegen, Fehler zu vermeiden. Niemand ist jemals gross geworden, ohne viele und grosse Fehler gemacht zu haben.
Es bleibt unbestritten, dass Fehler in uns negative Gefühle und Emotionen auslösen. Doch wenn wir diese Gefühle und Emotionen etwas genauer betrachten, sind sie gleichzeitig die Lösung des Problems. Wieso? Schauen wir uns an, welche Gefühle durch Fehler ausgelöst werden können und wie uns diese Gefühle gleichzeitig helfen, im Leben erfolgreicher zu werden:
Frustration fördert unseren Durchhaltewillen. Nicht alles lässt sich sofort erreichen.
Aggressivität (richtig genutzt) hilft uns, die notwendige Energie zur Problemlösung sicherzustellen.
Groll und Ärger sind Gift für den Geist. Um sie loszuwerden, müssen wir Ursachen hinterfragen und die notwendigen Schlüsse ziehen.
Unsicherheit entsteht vor allem dann, wenn wir uns vergleichen. Lerne, dich niemals zu vergleichen, und gehe unerschrocken deinen Weg. Mit jedem Schritt ins Unbekannte wirst du automatisch selbstsicherer.
Leere entsteht dann, wenn wir verlernt haben, zu geniessen. Wenn du nicht mehr geniessen kannst, kann dir weder Geld noch sonst irgendetwas Erfolg und Glück bringen. Schätze wieder vermehrt die kleinen Erfolge.

Wer mit Problemen wie mangelnder Fehlertoleranz, Perfektionismus, Kontrollstreben oder Überanpassung zu kämpfen hat, darf sich gerne bei uns melden.

Pascal von Gunten
Inhaber und Geschäftsführer
von Gunten Executive Partner AG
www.vongunten-partner.ch   ■