April 2016
April 2016

Rundumversorgung unter der blechernen Tarnkappe

FASSADENGESTALTUNG / INTERNATIONAL

So grau wie die Schieferdächer der Bretagne präsentiert sich das neue Gesundheitszentrum, das Samuel Delmas für die Gemeinde Nosay nördlich von Nantes entworfen hat. Seine Zinkhülle dient zugleich der Verschattung – und wird nur stellenweise von Loggien unterbrochen, die mit Aluminium ausgekleidet sind.


Login mit Magazin-Passwort

Danke für Ihr Interesse an unseren Inhalten. Abonnenten der Fachzeitschrift metall finden das Passwort für den Vollzugriff im Impressum der aktuellen Printausgabe. Das Passwort ändert monatlich.

Sollten Sie als interessierte Fachkraft im Metall-, Stahl- und Fassadenbau die Fachzeitschrift metall tatsächlich noch nicht abonniert haben, verlieren Sie keine Zeit und bestellen Sie Ihr persönliches Abonnement gleich hier.


Login als registrierter Benutzer

Jetzt registrieren und lesen.
Registrieren Sie sich um einzelne Artikel zu lesen und einfach per Kreditkarte zu bezahlen. (CHF 5,- pro Artikel)
Als registrierter Benutzer haben Sie jederzeit Zugriff auf Ihre gekauften Artikel.

Auch in Frankreich müssen sich Orte in ländlichen Regionen um eine ausreichende medizinische Grundversorgung bemühen. Um den vor Ort praktizierenden Medizinern attraktive Arbeitsbedingungen zu bieten, hat die Gemeinde Nosay 30 Kilometer nördlich von Nantes ihnen ein neues Gesundheitszentrum nach einem Entwurf des jungen Pariser Architekten Samuel Delmas errichtet.Fassade mit horizontaler BandstrukturDas kompakte Gebäude vereint in seinem Inneren Praxis- und Büroräume für nahezu alle medizinischen Disziplinen vom Zahnarzt bis zum Psychologen und vom Röntgenraum bis zur Hebammenpraxis. Es steht etwas südlich und damit oberhalb des Ortszentrums an einem leicht gegen Norden abfallenden Grundstück. Der Haupteingang führt von Süden herein; im Inneren gruppieren sich die Räume um zwei Innenhöfe. Der Baukörper wirkt massstabslos und aus der Ferne höher als seine zwei Geschosse, was im Wesentlichen an der horizontalen Bandstruktur seiner anthrazitgrauen Zinkfassaden wirkt.Lisenen als SonnenschutzInnerhalb dieser Bänder stehen senkrechte Lisenen nach aussen vor, die auch über die Fenster hinweg geführt sind und dort als fest stehender äusserer Sonnenschutz dienen. Darüber hinaus sind die Räume mit innen liegenden Rollos als Blendschutz versehen. Für den Gebäudesockel wählte Samuel Delmas den für die Region typischen Blauschiefer. Mit dem gleichen Stein ist auch der Vorplatz gepflastert. Sieben Pyramidendächer mit einer Zink-Stehfalzdeckung bilden den oberen Gebäudeabschluss. In ihrer Mitte befindet sich je ein Oberlicht, das den darunter liegenden Raum belichtet und entlüftet. Die Pyramiden sind dem Stahlbetonbau als separate Konstruktionen aufgesetzt. Schwarz-Weiss-Kontraste prägen auch das Gebäudeinnere: Die Fassaden zum Hof sind weiss verputzt, die Räume mit weissem Gipskarton ausgekleidet und mit dunkelgrauen Linoleumböden versehen. In den Fluren liegt wiederum ein Schieferbelag. Verzahnt werden Aussen und Innen durch Loggien, die an den Flurenden für Orientierung und einen Austritt ins Freie sorgen. Ihre Innenflächen sind mit eloxiertem Aluminiumblech verkleidet.