April 2021
April 2021

Optimale Veloparkiersysteme in Velostationen

Veloparkiersysteme

Auch in der Schweiz, insbesondere im städtischen Raum, sind die Leute zunehmend mit dem Velo unterwegs. Verschiedene Grossstationen für Velos wurden während der letzten Jahre  bereits realisiert, viele weitere werden es in Zukunft wohl noch sein. Was es bei der Wahl eines professionellen Veloparkiersystems für Velostationen in Bahnhöfen zu beachten gibt, erfahren Sie im Beitrag.


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Doppelstockparker Etage 2 plus von Velopa. Dieses Fahrradparksystem gewährt dank tiefer Einstiegshöhe das problemlose doppelstöckige Abstellen von Velos mit minimalem Kraftaufwand.
Doppelstockparker Etage 2 plus von Velopa. Dieses Fahrradparksystem gewährt dank tiefer Einstiegshöhe das problemlose doppelstöckige Abstellen von Velos mit minimalem Kraftaufwand.

Veloparkiersysteme

Optimale Veloparkiersysteme in Velostationen

Auch in der Schweiz, insbesondere im städtischen Raum, sind die Leute zunehmend mit dem Velo unterwegs. Verschiedene Grossstationen für Velos wurden während der letzten Jahre  bereits realisiert, viele weitere werden es in Zukunft wohl noch sein. Was es bei der Wahl eines professionellen Veloparkiersystems für Velostationen in Bahnhöfen zu beachten gibt, erfahren Sie im Beitrag.

Text: Sandra Baumann Velopa AG, Bilder: Velopa

Velostationen sind überdachte , zum Teil durch Personal oder Videokameras überwachte und abschliessbare Veloparkierzonen. Sie sind in der Regel unterirdisch oder in Gebäuden untergebracht, vergleichbar mit einem Parkhaus für Automobile. Zahlreiche Velodiebstähle und mutwillige Beschädigungen von Fahrrädern haben insbesondere in urbanen Gebieten das Bedürfnis nach stärkerem Schutz und Sicherheit für Velos erhöht. Hinzu kommt, dass ungeordnet in grösseren Mengen im Freien abgestellte Fahrräder das Ortsbild stören oder den Zugang zum Bahnhof für Fussgänger oder Velofahrer erschweren. Velostationen schützen das Velo vor Diebstahl, Witterungseinwirkungen oder Beschädigung. Gleichzeitig lässt sich mit einem passenden Angebot das «Wildparkieren» im Freien eindämmen.

Veloparkiersysteme und ihre Kriterien

Innerhalb einer Velostation befinden sich Veloparkiersysteme. Diese gewährleisten teilweise auf zwei Etagen eine systematische Parkierordnung und erleichtern auf diese Weise eine effiziente Flächenökonomie. Gleichzeitig bieten sie einen vor Wettereinflüssen geschützten und raschen Zugang zu freien Parkplätzen, zum parkierten Velo oder vom Fahrrad zum Bahngleis.
Welche Kriterien tragen bei Veloparkiersystemen zum Bedienkomfort bei? Und was ist bei der Evaluation des passenden Systems in Umsteigezonen und Velostationen bei Bahnhöfen zu berücksichtigen? Die acht folgenden Merkmale zeichnen optimale Velostationen resp. Veloparkiersysteme aus. Die Erläuterungen sollen auch als Evaluationskriterien für einen Auswahlprozess zur Planung von künftigen Velostationen dienen.
  

1. Platzsparender Aufbau

Auf der zur Verfügung stehenden Fläche soll sich eine möglichst hohe Anzahl an Velos geordnet abstellen lassen. Wenn es die gegebene Raumhöhe zulässt, ermöglichen doppelstöckige Systeme einen hohen Nutzungsgrad der Fläche. Bei diesen parkieren die Velos auf zwei Ebenen übereinander. Zu berücksichtigen ist auch der minimale horizontale Abstand zwischen den Fahrrädern. Dieser soll möglichst gering sein – bewährt hat sich eine Distanz von 45 cm zwischen nebeneinander parkierten Velos auf zwei Ebenen.  

2. Einfache Nutzung mit minimalem Kraftaufwand

Bei doppelstöckigen Systemen möchten auch weniger kräftige Personen ihr Velo ohne Anstrengung auf der oberen Etage eines Veloparkiersystems abstellen können. So erleichtert eine möglichst geringe Einstiegshöhe das leichte Anheben des Vorderrads auf die Einstiegsschiene, und bewegliche Einstiegsklappen verhindern das Zurückrollen des Velos. Mit integrierten hydraulisch-pneumatischen Feder- und Liftsystemen lässt sich die Parkschiene durch eine einfache Handbewegung mühelos bedienen und das Fahrrad mit Leichtigkeit auf der oberen Parkebene der Anlage platzieren.

3. Einwandfreie Bedienbarkeit auch bei tiefen Temperaturen

Nutzer erwarten von einem professionellen Veloparkiersystem, dass es unabhängig von der Jahreszeit einwandfrei funktioniert und stets einfach zu bedienen ist. Dabei ist insbesondere auf das eingesetzte Material zu achten. Dieses soll ein leichtes Gleiten der Spurschienen sowohl bei warmen als auch bei winterlichen Temperaturen gewährleisten – so eignet sich etwa Stahl aufgrund seiner Stabilität und seines relativ geringen Längenausdehnungskoeffizienten besser als Aluminium. Handgriffe sollten aus einem angenehmen Material bestehen oder mit einem solchen überzogen sein, damit auch in kalten Jahreszeiten und ohne Handschuhe eine komfortable Bedienung möglich ist. 

4. Schutz der Velos vor Schäden

Velobesitzer möchten ihr Fahrrad schadenfrei parkieren und während der Parkierzeit sollen keine Schäden durch unsorgfältige benachbarte Parkiervorgänge entstehen. Bedienelemente des Veloparkiersystems, die mit lackierten Teilen des Fahrrads in Berührung kommen, etwa ein Anschliessbügel, bestehen daher für den optimalen Lackschutz aus weichen Materialien oder sind mit Schutzspiralen aus einem schonenden Kunststoff wie beispielsweise dem High Density Polyethylen (HDPE) überzogen.

5. Rasches Ein- und Ausparkieren

Nutzer, die ihr Velo häufig für die Mikromobilität vom Wohnort zum Bahnhof einsetzen, wollen rasch vom Velo auf die Bahn und umgekehrt umsteigen können. Das Veloparkiersystem soll daher effizient zu bedienen und zu verriegeln sein. Parkplätze, die sich mit einer gut sichtbaren Nummerierung versehen lassen, erlauben dem zurückkehrenden Nutzer ein einfaches Wiederauffinden seines parkierten Velos.

6. Vermeiden von Verletzungen und Verschmutzungen

Über einen Anlehn- oder Einstellbügel sollen die Velofahrer ihr Velo im Bereich des Hinterrads auf angenehmer Hüfthöhe komfortabel von der Rückseite mit ihrem Fahrradschloss sichern können. Auf diese Weise müssen sie sich nicht zwischen zwei Fahrräder zwängen, um ihre Verriegelung anzubringen. So lassen sich Verschmutzungen, zerrissene Kleidungsstücke oder Handverletzungen vermeiden.

7. Verhindern von Lärmbelästigungen

Um die Lärmbelastung in Velostationen gering zu halten und das Gehör der Nutzer zu schonen, muss das Veloparkiersystem so konzipiert sein, dass beim Ein- und Ausparkieren des Fahrrads mechanische Geräusche gedämpft oder vermieden werden. Integrierte Dämpfungssysteme bremsen die Auf- und Abwärtsbewegung. So gelangt das Velo sanft und geräuscharm in die Endposition. Auch die Art und Qualität des eingesetzten Materials sowie eine einwandfreie Verarbeitung reduzieren die Geräuschemissionen.

8. Langlebigkeit und geringer Unterhaltsaufwand

Eine hohe Resistenz des Veloparkiersystems gegen Witterungseinflüsse ermöglicht dauerhaft einen tadellosen Betrieb und verringert den Unterhaltsaufwand. Dies spielt sowohl im Aussenbereich als auch im Innenbereich eine Rolle. So werden etwa in Velostationen Fahrräder im nassen Zustand abgestellt oder es bleiben im Winter Reste von Streusalz am Veloparkiersystem hängen. Robuste, korrosionsgeschützte Stahlkonstruktionen eignen sich ideal für den dauerhaften Einsatz und sind beständig gegen wetterbedingte Einwirkungen.

Auch einfachere Systeme sind immer wieder gefragt. Hier der Velounterstand Pilo (Velopa) mit Dachbegrünung.
Auch einfachere Systeme sind immer wieder gefragt. Hier der Velounterstand Pilo (Velopa) mit Dachbegrünung.

E-Bikes, Reparaturservice und weitere Velostationen

Moderne Velostationen verfügen an ausgewählten Abstellplätzen über Lademöglichkeiten für E-Bikes oder über grössere Parkflächen, um Transportvelos (Cargo-Bikes) abzustellen. Zum Teil bieten die Velostationen zusätzliche Serviceleistungen wie etwa Fahrradvermietung, Schliessfächer für persönliche Effekten (Helm) oder Reparaturdienstleistungen und Velo-Ersatzteile. ■

Veloständer Kappa von Velopa: Stabiler und radschonender Halt ohne Rahmenbeschädigung sind die wesentlichen Merkmale.
Veloständer Kappa von Velopa: Stabiler und radschonender Halt ohne Rahmenbeschädigung sind die wesentlichen Merkmale.