Oktober 2014
Oktober 2014

Form, Materialien und Farbe setzen Akzente

FENSTER UND TÜREN

Der Grundriss des Erdgeschosses war beim Um- und Anbau der Raiffeisenbank Fiesch gegeben. Um das Volumen in optischer
und nutzungstechnischer Hinsicht zu erweitern und den freien Blick von der Schalteranlage zu der Strasse hin zu gewährleisten,
entschieden sich die Architekten für den Einbau von erkerartigen Fenstern. Als Aussenhaut wählten sie Corten-Stahl
und Glas.


Login mit Magazin-Passwort

Danke für Ihr Interesse an unseren Inhalten. Abonnenten der Fachzeitschrift metall finden das Passwort für den Vollzugriff im Impressum der aktuellen Printausgabe. Das Passwort ändert monatlich.

Sollten Sie als interessierte Fachkraft im Metall-, Stahl- und Fassadenbau die Fachzeitschrift metall tatsächlich noch nicht abonniert haben, verlieren Sie keine Zeit und bestellen Sie Ihr persönliches Abonnement gleich hier.


Login als registrierter Benutzer

Jetzt registrieren und lesen.
Registrieren Sie sich um einzelne Artikel zu lesen und einfach per Kreditkarte zu bezahlen. (CHF 5,- pro Artikel)
Als registrierter Benutzer haben Sie jederzeit Zugriff auf Ihre gekauften Artikel.

Die Hauptaufgabe beim Um- und Anbau der Raiffeisenbank Fiesch bestand darin, der Bankfiliale stärkere Präsenz und mehr Kundennähe zu verleihen. Dies soll, wie es bereits eine Vorgabe des Wettbewerbs war, durch das Konzept der offenen Schalter, durch erweiterte Kundenbereiche, aber auch durch Massnahmen in der Fassade erreicht werden. Idee der Erker weitergeführt Der Eingangsbereich ist wie heute üblich als 24-h-Zone ausgestaltet und bietet den Kunden einige Dienstleistungen rund um die Uhr an. Der bestehende, Mitte der achzigerjahre durch Heinz Imhasly aus Fiesch realisierte Büro- und Verwaltungsbau kennzeichent sich durch den Tiefenversatz der beiden Gebäudehälften in der Hauptfassade und durch zwei markante Stahl-Glas-Erker, deren Konstruktion aus dem verputzten Hauptvolumen hervorspringt. Das vorhandene Thema des Erkers, der es als Bauelement schafft, den Innenraum nach aussen zu tragen und umgekehrt, schien geeignet, um der Bank einen klareren Auftritt im öffentlichen Raum zu verschaffen. Das Raumprogramm verlangte auch einen eingeschossigen Anbau an der Südseite des Gebäudes, was schliesslich bedeutete, dass drei verschiedene Fassadenbereiche der Bank in eine optische Zusammengehörigkeit gebracht werden mussten. Auch da half das markante Element des Erkers: Bei jedem Erker ist eine Seite in die Schräge gezogen, damit findet trotz der verschiedenen Stellungen in der Fassade eine gewisse Betonung des Ein- und Ausblicks in eine Hauptrichtung zur Öffentlichkeit hin statt. Die Neuinterpretation des Erkers wird durch die Materialisierung in Corten-Stahl unterstützt. Die samtige orange-braune Korrosionsschicht – auch wenn sie vielleicht im ersten Moment unedel anmutet, verleiht den «Schaukasten» eine zusätzliche Dimension der Wahrnehmung. Mit einer Tiefe von rund einem Meter bieten sie sich als ausgeleuchtete, raumhaltige Schaufenster für die eigene Präsentation der Bank an wie auch für Kunst und Kultur. Zusätzlich sind die Erker an einigen Stellen mit Sitzkissen ausgestattet und dienen so dem wartenden Kunden oder als Sitzecke für die Cafeteria, die sich im eingeschossigen Anbau befindet. Damit vermitteln die Erker auch eine gewisse «Belebtheit» und eine menschliche Dimension nach aussen.