Septembre 2016
Septembre 2016

Am Ball bleiben

INTRO

«Es gibt nur eines, was auf Dauer teurer ist als Bildung …»

Sie lesen die Fachzeitschrift «metall» – das ist gut. Liegen neben Ihnen zudem; auch ein Leuchtstift, ein Kugelschreiber und ein paar Post-it zur Markierung von interessanten Beiträgen oder Textabschnitten? Das wäre sehr gut. Wenn in Ihrer Firma oder Abteilung zusätzlich noch einige wenige Abläufe existieren, wie das aufgeschnappte Wissen abgelegt und an die Kollegen und Kolleginnen weitergegeben werden kann, dann gäbe das ein Exzellent! Je nach Funktion in Ihrer Firma reicht es aber nicht aus, nur die «eigene» Fachzeitschrift abonniert zu haben und zu lesen. Eventuell interessiert Sie auch der Bau einer Fassade, Sie möchten wissen, was in der Glaswelt so passiert, müssen auf dem Laufenden sein, was Architektur + Technik anbelangt, oder es fasziniert Sie ganz allgemein das Intelligent Bauen.
Aber nicht nur analog ist das Angebot gross, auch digital kann man am Ball bleiben. Neben den Newslettern per E-Mail kann man sich auch durch News-Apps, Twitter- oder Facebook-Meldungen auf dem Laufenden halten. Viele grössere Zulieferfirmen, Verbände oder Institutionen bieten solche Möglichkeiten, so dass man auch darauf achten sollte, dass die Informationsflut nicht zu gross wird.
Trotz des digitalen Zeitalters hat eine gut strukturierte und aufgeräumte Bibliothek immer noch eine klare Daseinsberechtigung. Neben den Ordnern mit Brandschutzvorschriften, Produktinformationen und SIGAB-Richtlinien sollte immer noch Platz für Fachliteratur vorhanden sein. Auch hier findet man schon Gelesenes einfacher, wenn Kugelschreiber, Post-it und Leuchtstift verwendet wurden.
Ich bin auch ein Fan von kurzen Weiterbildungen zum effizienteren Umgang mit Computersoftware. Es ist unverständlich, weshalb neue Mitarbeiter nur in CAD-Kurse geschickt werden, aber selten Weiterbildungen zu Word, Excel und Outlook besuchen. Diese Programme sind grossartig, vorausgesetzt, man weiss damit umzugehen. Mit solchen Intensivkursen lassen sich neben Zeit erfreulicherweise auch Nerven sparen.
Wir vom SIGAB sind auch auf dem Gebiet der Wissensvermittlung aktiv. Jedes Jahr werden wir von verschiedenen Firmen beauftragt, über Anwendungen, Bauphysik, Statik, Normen und natürlich Schadenfälle mit Glas am Bau zu referieren. Die Themen für die Referate werden vorab mit der jeweiligen Firma individuell zusammengestellt und die Möglichkeit, während des Vortrags Fragen zu stellen, wird immer rege genutzt. Probieren Sie es aus.
Sie sehen, es gibt verschiedene Wege, «am Ball zu bleiben». «Klingt ja alles schön und recht», werden Sie denken. «Aber woher soll ich die Zeit nehmen, auch nur einen Teil der vorgeschlagenen Punkte umzusetzen?»
Denken Sie daran, Sie sind nicht alleine. Wenn sich eine Person Zeit nimmt und sich zu einem Thema näher informiert, wäre es schade oder sogar schädlich, wenn dieses Wissen nicht weitergegeben würde. Dies kann mit Hilfe einer Wissensablage, aber auch mündlich erfolgen; Neuigkeiten können z. B. während einer Bürositzung an die anderen Mitarbeitenden weitergeben werden und alle profitieren davon.
Viel Spass nun mit der neuen Ausgabe der «metall». Vergessen Sie Post-it, Leuchtstift und Kugelschreiber nicht und denken Sie daran: «Es gibt nur eines, was auf Dauer teurer ist als Bildung: keine Bildung» (John F. Kennedy).