Oktober 2017
Oktober 2017

INTRO

Solartechnik – Potenzial für den Metallbau

«Dieser Neubau ist der Beweis, dass solares Bauen die Architektur nicht einschränkt, sondern ihr neue Aufgaben vermittelt.»

Solartechnik ist heute so weit ausgereift, dass die entsprechenden Module an verschiedensten Örtlichkeiten mit unterschiedlichsten Ausrichtungen sinnvoll und sogar gewinnbringend installiert und unterhalten werden können. Im Zuge der Umsetzung der Energiestrategie 2050 sind in naher Zukunft weitere technische Entwicklungen zu erwarten. Diese neu definierte Zielsetzung bietet in wirtschaftlicher Hinsicht auch für die Metallbaubranche ein nicht zu unterschätzendes Potenzial. Ob der Metallbauunternehmer dabei lediglich als Hersteller von Unterkonstruktionen oder aber als federführender, ausgewiesener Generalplaner für Solaranlagen auftritt, hängt vom entsprechenden Know-how und auch vom unternehmerischen Mut ab. Tatsache ist, dass in jüngster Zeit verschiedenste – auch in der «metall» vorgestellte –
Projekte den Beweis erbracht haben, dass die Solartechnik sehr wohl in das Leistungsgefüge der Metallbauer passt. Speziell auch Zulieferanten unserer Branche, wie beispielsweise Profilhersteller, bieten seit längerem ausgereifte und einfach zu handhabende Lösungen für die Integration von Solarmodulen in Fassaden und in Dachaufbauten. In diesem Zusammenhang möchte ich auf die Objektreportage Seite 8 hinweisen: Ein Energieversorgungsunternehmen in der Region Bern hat die bestehende Aussenfassade seines eigenen Betriebsgebäudes mit 150 Hochleistungsmodulen von insgesamt 160 m2
bestückt. Die stählerne Unterkonstruktion stammt aus dem Werk eines Stahlbauers, der dabei einen beachtlichen Anteil an Wertschöpfung generieren konnte. Die Anlage produziert jährlich rund 20 000 kWh saubere Energie.Ein weiteres Bauobjekt, welches das grosse Potential im Zusammenhang mit der Solartechnik dokumentiert – insbesondere auch bei verdichteten Bauweisen – wird im Beitrag Seite 12
vorgestellt. Der 150 Meter lange und nur 9 Meter breite Neubau ist der Beweis, dass solares Bauen die Architektur nicht einschränkt, sondern ihr neue Aufgaben vermittelt.Balkonverglasungen und der EnergiehaushaltZweifelsohne kann die zielgerichtete Anwendung von Balkon- oder Wintergartenverglasungen den Energiehaushalt eines Hauses positiv beeinflussen. Neben der richtigen Anwendung sind dabei auch die Wahl des optimalen Produkts sowie der fachgerechte Einbau zu berücksichtigen. Hilfreiche Informationen zu diesem Thema bietet der Fachbeitrag Seite 4.Treppen, Geländer und die EN 1090-1Bereits Ende 2016 hat die Frage, ob Treppen und Geländer ohne tragende Funktion noch der EN 1090-1 zugeteilt sind oder ob hierfür die Leistungserklärungen entfallen, für Verunsicherungen in der Branche gesorgt. In der Ausgabe der «metall» vom Januar 2017 hat die Technische Kommission der Metaltec Suisse dazu Stellung genommen. Da zwischenzeitlich bei der Redaktion zu diesem Thema immer wieder Fragen eingegangen sind, finden Sie die Publikation ein zweites Mal auf Seite 38.